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Praxisanforderungen der neuen XenDesktop 4-Infrastruktur

Virtual Desktop Infrastructure: Vom Streaming bis zur Anwendungsvirtualisierung

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Streaming spart Plattenplatz

Neben diesen prinzipiellen Unterschieden in den virtuellen Desktops gibt es aber noch weitere Varianten im Zusammenhang mit gestreamten Desktops.

Beim gestreamten Desktop wird das Benutzer-Image, also in der Regel ein shared Desktop, bei der Anmeldung des Benutzers auf seine ausführende Umgebung oder das Gerät transferiert. Dabei kann es sich aber auch um eine virtuelle Maschine handeln. In diesem Fall wird das Benutzerimage mit dem Betriebssystem und Anwendungen bei der Anmeldung des Benutzers in eine für ihn erzeugte virtuelle Maschine übertragen und dort gestartet. Diese virtuelle Maschine wiederum kann auf einem XenServer, dem Hyper-V oder dem ESX-Server liegen.

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Durch das Streaming der virtuellen Desktops müssen die Desktops also nicht bereits vorher bestehen. Damit wird der Plattenplatz, den eine vorbereitete virtuelle Maschine belegen würde, eingespart. Streaming von Desktops wird somit zum Schlüsselfaktor für den Breiteneinsatz von virtuellen Desktops. Es lässt sich aber auch nur für shared Desktops anwenden, denn beim Streaming werden die Images für den Benutzer aus einem vorbereiteten Template des shared Desktop abgeleitet. Im Gegensatz dazu steht die nicht getreamte Desktopvariante. In diesem Fall muss die virtuelle Maschine des Benutzers, die gestartet werden soll, vorher bereits vorhanden sein.

Damit lassen sich individuelle Desktops abbilden. Individuelle Desktops haben den Nachteil, dass die permanent den Platz für die virtuelle Maschine auf dem zentralen Speicher belegen.

Aufbau einer XenDesktop Infrastruktur

XenDesktop erlaubt unterschiedliche Einsatzmodelle wie oben erwähnt. Für den Aufbau einer XenDesktop Infrastruktur werden, je nach Modelle, die folgenden Systembausteine benötigt:

  • Desktop Delivery Controller: Der Desktop Delivery Controller (DDC) übernimmt die Rolle des Brokers. Er stellt den Benutzer auf Anforderung die virtuellen Desktops an ihren den Endgeräten zur Verfügung. Der DDC sollte im Echtbetrieb aus Leistungsgründen auf einem eigenen physischen Server ausgeführt werden. Zum Umfang des DDC gehören auch die Verwaltungsmodule für eine XenDesktop-Farm.
  • Provisioning Server: Der Provisioning Server wird nur beim Streaming von Desktops benötigt. Er sorgt für die Bereitstellung eines Benutzer-Desktop aus einem Pool. Dieses Desktop-Image platziert er dann in einer virtuellen Maschine auf einem Host. Auch den Provisioning Server wird man, der Leistung wegen, im Echtbetrieb aus Leistungsründen auf einem eigenen physischen Server ausgeführt werden.

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