2 MW IT-Leistung geplant Spatenstich für Yexio-Datacenter in Bad Lippspringe

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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In Bad Lippspringe entsteht ein nachhaltiges Rechenzentrum mit 2 MW IT-Leistung. Massivholzbau und geplante Abwärmenutzung für das Fernwärmenetz gehören zu den Highlights.

Das Yexio-Rechenzentrum in Bad Lippspringe setzt auf Nachhaltigkeit: Das ist auch von außen erkennbar. Holz statt Beton lautet das Motto.(Bild:  Yexio)
Das Yexio-Rechenzentrum in Bad Lippspringe setzt auf Nachhaltigkeit: Das ist auch von außen erkennbar. Holz statt Beton lautet das Motto.
(Bild: Yexio)

Mit dem Bau eines Rechenzentrums des Typs „Yexio“ in Bad Lippspringe wollen Hochtief PPP Solutions und Palladio Partners ein Zeichen für digitale Infrastruktur abseits der Ballungsräume setzen. Der Baustart wurde am 9. April offiziell mit einem Spatenstich begangen. Bad Lippspringe liegt nördlich von Paderborn und zählt gut 17.000 Einwohner.

Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2026 geplant. Das Rechenzentrum soll nicht nur moderne Cloud- und Plattformdienste ermöglichen, sondern auch als Wärmelieferant für ein geplantes kommunales Fernwärmenetz dienen.

2 MW zu Beginn und 4 MW geplant

Die IT-Leistung des Rechenzentrums wird zunächst 2 Megawatt (MW) betragen, mit einer geplanten Erweiterungsmöglichkeit auf 4 MW. Nutzer des neuen Standorts wird Yorizon, ein Anbieter für nachhaltige Cloud-Computing- und Green-IT-Lösungen. Zielgruppe sind sowohl Unternehmen als auch kommunale Einrichtungen.

Technologisch setzt Yexio auf eine direkte Wasserkühlung für den effizienten Betrieb von Hochleistungsservern – insbesondere für KI-Anwendungen. Die Stromversorgung und die Kühlsysteme sind auf Energieeffizienz und Redundanz ausgelegt.

Holz statt Beton

Auch baulich verfolgt das Projekt ein nachhaltiges Konzept: Das Rechenzentrum wird in Massivholzbauweise errichtet. Diese spart laut Angaben der Projektpartner rund 600 Tonnen CO2 gegenüber herkömmlichen Bauweisen ein. Eine begrünte Fassade soll Biodiversitätsvorteile bringen.

Ein zweites Standbein der Nachhaltigkeit ist die geplante Abwärmenutzung: Eine Machbarkeitsstudie für ein angrenzendes Fernwärmenetz läuft bereits. Die beim Betrieb entstehende Wärme soll in das geplante System eingespeist werden. Genutzt soll diese zur Beheizung von Wohn- und Geschäftsgebäuden vor Ort werden.

Digitalisierung jenseits der Metropolen

Mit dem Standort Bad Lippspringe realisiert Hochtief das zweite Rechenzentrum des Typs Yexio. Das erste entsteht aktuell in Heiligenhaus, weitere 13 Standorte sind in Planung. Ziel sei es, auch die digitale Infrastruktur in kleineren Städten zu stärken. Die Kombination aus digitaler Leistung und energetischer Verwertung mache das Modell besonders für Kommunen attraktiv, so die Projektpartner.

Hochtief PPP Solutions und Palladio Partners setzen dabei auf ein integriertes Modell aus Bau, Betrieb und Finanzierung. Neben dem wirtschaftlichen Betrieb steht die Kopplung von IT- und Energieinfrastruktur im Fokus.

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