Setzen Unternehmen auf Ressourcen im lokalen Rechenzentrum und kommen parallel noch öffentliche Cloud-Dienste zum Einsatz, lassen sich die Vorteile aus beiden Welten miteinander kombinieren. Hybrid-Cloud-Infrastrukturen sind für Unternehmen aller Größe eine sichere, skalierbare und verfügbare Lösung. Der Beitrag zeigt, warum das so ist.
Hybrid-Cloud-Infrastrukturen erlauben das Maximieren von Flexibilität und stellen sicher, dass dies kostengünstig geschen kann.
(Bild: Dell)
Hinter dem Konzept einer Hybrid Cloud steht die Kombination aus moderner, virtueller IT-Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum mit Public-Cloud-Diensten. Dabei erfolgt nicht ein kompletter Wechsel in die Public Cloud, sondern die bestehende IT-Infrastruktur wird modernisiert und fit für die Verbindung mit der Cloud gemacht. Das bietet einige Vorteile, die wir nachfolgend genauer betrachten. Wichtig ist dabei eine strukturierte Vorgehensweise.
Der Schritt in die Cloud vereinfacht vieles, macht aber auch einiges komplexer und teurer
Durch einen Wechsel von lokaler IT-Infrastruktur in die Cloud versprechen sich große und kleine Unternehmen vor allem eine Vereinfachung der IT-Verwaltung. Es fehlt an vielen Stellen an Personal. Fachkräfte sind knapp und die Verwaltung von lokalen IT-Diensten ist oft umständlich, aufwändig und damit teuer. Durch einen Wechsel in die Cloud sollen diese Probleme schließlich gelöst werden.
Dazu kommen Anforderungen der AnwenderInnen, im Home Office oder mobil besser arbeiten zu können. Eine stabile und leistungsstarke Verbindung zu den Ressourcen im Unternehmen ist hier wichtig. An dieser Stelle versprechen die Anbieter öffentlicher Cloud-Dienste viele Vorteile. Da die Ressourcen nicht mehr im lokalen Rechenzentrum positioniert sind, sollen die Komplexität der Verwaltung und Kosten deutlich sinken. Das ist die allgemeine Erwartungshaltung, wenn ein Wechsel von lokalen IT-Ressourcen in die Public Cloud anstehen soll.
Doch ganz so einfach ist der Weg in die Cloud leider nicht. Wir zeigen nachfolgend, mit welchen Schritten sich diese Herausforderungen besser, sicherer und vor allem zuverlässiger lösen lassen.
Ein kompletter Wechsel der gesamten IT in die Public Cloud ist für alle Unternehmen ein Riesenschritt. Besonders gilt das für kleinere und mittlere Organisationen, da in vielen Fällen auch externe Unterstützung notwendig ist. Neben den oft hohen, aber zumindest kalkulierbaren Kosten für die Migration in die Cloud, verursacht der Betrieb von Ressourcen in der Public Cloud Folgekosten, die viele Verantwortliche nicht frühzeitig genug berücksichtigen oder komplett unterschätzen.
Neben den gespeicherten und übertragenen Daten kommen noch Betriebszeiten der Server und Anwendungen in der Cloud dazu. Zusätzliche Infrastruktur-Ressourcen wie virtuelle Netzwerke, Firewalls und Sicherheitsoptionen schlagen zusätzlich zu Buche, genauso wie der Datenabruf von AnwenderInnen, den viele Cloudanbieter oft ebenfalls zusätzlich berechnen. Das sind nur einige von vielen Beispielen, die beim Buchen von Diensten in der Public Cloud zu Buche schlagen.
Datenschutz, Vendor Lock-in und intransparente Kosten verursachen Probleme
Anforderungen an den Datenschutz spielen eine wichtige Rolle, da die DSGVO gerade in diesem Bereich sehr sorgfältig mit eingebunden werden sollte. In 2021 wurden über eine Milliarde Euro Strafen wegen Verstößen gegen die DSGVO verhängt. Aus diesem Grund sollten Unternehmen beim Verschieben von Daten in die Cloud gut prüfen, wie es um den Datenschutz im neuen Speicherort bestellt ist. Teilweise müssen Daten sogar aus rechtlicher Sicht im lokalen Rechenzentrum verbleiben.
Die ersten Rechnungen nach dem Wechsel in die Public Cloud, sorgen bei vielen Unternehmens-Verantwortlichen außerdem schnell für überraschte Gesichter, da die Preisstruktur oft nicht so transparent wie gedacht ist. Hier sollte zunächst eine sorgsame Analyse mit anschließender vorsichtiger Umstellung erfolgen, um die Migration und den folgenden Betrieb nicht unnötig teuer und unflexibel zu machen.
Bei einem kompletten Wechsel in die Cloud ist es für viele Unternehmen schwer, die Daten und Anwendungen wieder zurückzuholen, oder zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Zu stark ist in diesem Fall die IT bereits mit den Cloud-Ressourcen des Anbieters verwoben (Vendor-Lock-In). Das macht einen Wechsel zu einem anderen Anbieter teilweise noch teurer und bedeutet sehr viel Aufwand. Ein Vendor-Lock-in, also die Abhängigkeit von einem Anbieter, kann nicht im Interesse von Unternehmen liegen. Hier gilt es rechtzeitig Vorsorge zu treffen, um Flexibilität hoch, Kosten niedrig und Zuverlässigkeit stabil zu halten.
Modernisierung der lokalen IT zu einer privaten Cloud sollte der erste Schritt sein
Beim Verwenden einer hybriden Cloud verschmelzen Public-Cloud-Ressourcen mit der lokalen IT im Unternehmen zu einer gemeinsamen Infrastruktur. Der Wechsel in die Cloud erfolgt dabei nicht mit einem harten Bruch, sondern mit einer sorgsamen Einbindung zusätzlicher Ressourcen in eine modernisierte IT-Umgebung bei vollständiger Ausnutzung der Vorteile von beiden Infrastrukturen. Heutzutage bekommt dabei oft die lokale IT eine grundlegende Modernisierung zu einer hyperkonvergenten Infrastruktur.
Um lokale IT-Infrastrukturen fit für die Zukunft zu machen, sollten Unternehmen zunächst die internen Ressourcen modernisieren und dabei virtualisieren. Im Rahmen der Virtualisierung mit geeigneter Hardware, erfolgt der Aufbau einer privaten Cloud, die sich vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens befindet, und die deutlich einfacher zu verwalten ist als veraltete IT-Infrastrukturen.
Dazu kommen Kosteneinsparungen und besseres Arbeiten der MitarbeiterInnen, da private Clouds stabiler, schneller und leistungsstärker Dienste anbieten können. Mobiles Arbeiten und Home Office sind für solche Umgebungen problemlos möglich. Für einfachere Verwaltung, mobiles Arbeiten und Home Office sind Public Clouds daher nicht zwingend notwendig.
In der neuen hyperkonvergenten Infrastruktur (HCI) laufen Server, Anwendungen, Storage und Netzwerke in einer virtualisierten Umgebung. Die dafür optimierte Hardware sorgt für eine reibungslose Kommunikation zwischen den einzelnen Bestandteilen der Infrastruktur. Die Verwaltung erfolgt in einer zentralen Konsole, was den Aufwand der Administration natürlich extrem vereinfacht und gleichzeitig Fehlerquellen nahezu eliminiert. Es entsteht eine zuverlässige Private Cloud, die fit für die Verbindung mit Ressourcen aus der Public Cloud ist. Die dabei entstehende Hybrid Cloud bietet alle Möglichkeiten, die Unternehmen für eine optimale Infrastruktur benötigen.
In Microsoft-Netzwerken kann das Windows Admin Center lokale Infrastrukturen mit Microsoft Azure verbinden
Das Windows Admin Center ist das Verwaltungswerkzeug von Microsoft für die Hybrid-Cloud in Unternehmen.
(Bild: Microsoft / Joos)
Microsoft hat diese Herausforderung zum Beispiel über die Einbindung von Hyper-V oder von Azure Stack HCI zusammen mit dem Windows Admin Center in lokalen Rechenzentren gelöst. Dadurch lassen sich Cloud-Ressourcen aus Microsoft Azure nahtlos in Private-Cloud-Infrastrukturen einbinden. Die Verwaltung der internen IT und die Anbindung der Azure-Ressourcen erfolgt im zentralen und kostenlosen Windows Admin Center.
Auch hier ist Virtualisierung die Basis dieser Verbindung. Dadurch lassen sich mit wenigen Mausklicks Daten in die Cloud sichern, lokale IT-Infrastrukturen schnell und einfach an Überwachungssysteme anbinden, oder komplette virtuelle Server in die Cloud replizieren, um eine hochverfügbare Umgebung zu erhalten. Beispiele dafür lesen Sie auch im Beitrag „Storage in Azure Stack HCI verwalten“
Hyperkonvergente Infrastrukturen mit VMware Cloud Foundation und Dell VxRail
Natürlich ist Microsoft nicht der einzige Anbieter, der die Möglichkeit bietet, lokale IT-Infrastrukturen zu modernisieren und im Rahmen der Virtualisierung eine Private Cloud aufzubauen. VMware bietet solche Möglichkeiten ebenfalls an (beispielsweise mit VMware Cloud Foundation). Dell bietet mit VxRail eine Lösung, die auf Basis von VMware Cloud Foundation eine hyperkonvergente Infrastruktur zur Verfügung stellt. Große Unternehmen können in diesem Bereich auch auf Dell APEX setzen, um die Transformation zur hyperkonvergenten Infrastruktur durchzuführen.
Fazit: Hybride Clouds bieten flexible und zuverlässige Möglichkeiten
Wenn das eigene Rechenzentrum modernisiert und virtualisiert ist, können weitere Schritte in die Public Cloud erfolgen. Dell VxRail bietet mit VMware Cloud Foundation den Vorteil, dass sich auch Ressourcen aus AWS und GCP anbinden lassen, während Microsoft mit dem Windows Admin Center derzeit nur die Anbindung von Microsoft Azure ermöglicht.
In den Umgebungen ist es möglich, weitere Dienste aus der Public Cloud an die hyperkonvergente Infrastruktur anzubinden. Zusätzlich können Unternehmen an dieser Stelle einzelne Anwendungen aus der Private Cloud in die Public Cloud verlagern und dadurch eine Hybrid Cloud aufbauen. Die Hybrid Cloud macht Unternehmen unabhängig von einzelnen Anbietern, da die einzelnen Anwendungen aus der Public Cloud jederzeit auch wieder in die Private Cloud verschoben oder durch einen anderen Anbieter zur Verfügung gestellt werden können.
Die Flexibilität ist somit maximiert. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass die Verwaltung möglichst einfach und der Betrieb so kostengünstig wie möglich ist. Die Vorteile der Kombination aus einer hyperkonvergenten Private Cloud und Public Cloud zu einer Hybrid Cloud sind vielfältig und für Unternehmen aller Größenordnung ein optimaler Weg, moderne Technologien effektiver und gleichzeitig kalkulierbarer zu nutzen.
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