DSAG sieht Potenzial, mahnt aber Transparenz an SAP strukturiert das Service- und Support-Portfolio neu

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Mit einem dreistufigen Kooperationsmodell möchte SAP Firmen helfen, Cloud-Transformationsprojekte schneller und mit mehr Planungssicherheit umzusetzen. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) begleitet die Neuerung kritisch-konstruktiv und kündigt eine weitere Evaluierung an.

SAP entwickelt sein Service- und Support-Portfolio weiter.(Bild:  Stephan Daub)
SAP entwickelt sein Service- und Support-Portfolio weiter.
(Bild: Stephan Daub)

Das überarbeitete Service- und Suppor-Pportfolio umfasst laut SAP drei gestaffelte Servicepläne: den „Foundational Success Plan“, den „Advanced Success Plan“ sowie den „Max Success Plan“. Jede Stufe biete klar definierte Leistungsumfänge, von grundlegender Einführungsunterstützung bis hin zu strategischer, personalisierter Zusammenarbeit mit fest zugewiesenen Ansprechpartnern, so SAP.

  • Der Foundational Success Plan ist demnach in jeder SAP-Cloud-Anwendung ohne Aufpreis enthalten und baut nach Unternehmensangaben auf dem bisherigen SAP-Enterprise-Support-Angebot auf. Er umfasst technischen Cloud-Betrieb, Application-Lifecycle-Management sowie KI-gestützten präventiven Support für geschäftskritische Prozesse.
  • Der Advanced Success Plan ergänzt diesen Basisplan um proaktive Risiko-Erkennung, Prozessoptimierung und Workshops zur Einführung neuer Funktionen. Erweiterte Service-Level-Vereinbarungen sowie KI-gestützte Tools sollen dabei die System-Performance sicherstellen.
  • Den höchsten Leistungsumfang bietet SAP zufolge der Max Success Plan. Er richtet sich an Unternehmen mit komplexen Transformationsvorhaben und umfasst neben allen Leistungen des Advanced-Plans auch dedizierte „Success Plan Manager“ sowie die Möglichkeit, kundenspezifische Prototypen auf Basis von „SAP Business AI“ zu entwickeln. Das Ziel: eine engere strategische Partnerschaft zwischen SAP und Kunden, die ihre Systemlandschaften modernisieren und KI-Funktionen beschleunigt einführen wollen.

SAP betont KI-Integration und ROI-Transparenz

Thomas Saueressig, Mitglied des Vorstands der SAP SE, Customer Services & Delivery, begründet die Neuausrichtung mit dem gestiegenen Bedarf an KI-gestützten Transformationsprojekten: Das Portfolio solle Kunden dabei helfen, Innovationen in großem Maßstab zu entwickeln und Entscheidungen auf transparente und wirkungsvolle Weise in Maßnahmen umzusetzen. Ein „einheitliches, unternehmensweites Kooperationsmodell“ soll laut Saueressig einen kontinuierlichen ROI sicherstellen.

DSAG: Flexibilität positiv, Mehrwert muss spürbar sein

Die DSAG, mit über 4.000 Mitgliedsunternehmen einer der einflussreichsten SAP-Anwenderverbände weltweit, begrüßt die grundsätzliche Richtung des neuen Modells, mahnt jedoch zur Sorgfalt bei der Bewertung. Michael Bloch, DSAG-Fachvorstand für Lizenzen, Vertragswesen und Support, verweist darauf, dass die Organisation das Thema bereits seit der „SAP Sapphire 2025“ intensiv begleite und eng mit SAP zusammengearbeitet habe.

Michael Bloch, DSAG-Fachvorstand für Lizenzen, Vertragswesen und Support.(Bild:  DSAG)
Michael Bloch, DSAG-Fachvorstand für Lizenzen, Vertragswesen und Support.
(Bild: DSAG)

Als strukturellen Fortschritt wertet Bloch, dass Kunden künftig nicht mehr pauschal einer einheitlichen Support-Stufe zugeordnet werden, wie es bei klassischen Lizenzverträgen lange üblich war. Zugleich betont er, dass jedes Unternehmen individuell prüfen müsse, ob und welcher Aufpreis gegenüber dem Basisplan gerechtfertigt sei:

SAP müsse sicherstellen, „dass die Kunden stets den Gegenwert erkennen, den sie für den Aufpreis erhalten“. Die DSAG kündigt an, die Inhalte des neuen Angebots in den kommenden Wochen detailliert zu evaluieren.

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