Gute Laune und Produktivität sollten Mitarbeiter nicht nur bis zum Aschermittwoch haben und haben dürfen. Unternehmen könnten Unternehmen technische Hürden abbauen und die Mitarbeitenden stärker einbeziehen – das würde Produktivität und Laune nachhaltig verbessern: Die Bindung ans Unternehmen wächst und Automatisierung hilft, Mängel an der ein oder anderen Stelle auszugleichen.
Gute Laune bei Mitarbeiter:innen verbreitet sich nicht durch Konfetti, sondern durch Prozesstransparenz und Entlastung, etwa durch Automatisierung. Dann überdauert sie auch die närrische Zeit.
In vielen Unternehmen arbeiten die IT-Abteilungen an der Kapazitätsgrenze. Neue Fachkräfte fehlen, gut ausgebildetes Personal ist hart umkämpft – und ein Ende der Mitarbeiterknappheit nicht in Sicht. Das treibt die Kosten und verzögert wichtige Projekte. Statt florierende Zukunft bedeutet das für Betriebe häufig Stillstand.
Hinzukommt ein weiteres Phänomen: „The Great Resignation“ (zu Deutsch „Die große Kündigungswelle“) ist derzeit in beinahe jeder Branche und jedem Unternehmen spürbar. Arbeitnehmer*innen sind zunehmend unzufriedener und fühlen sich bisweilen vernachlässigt oder nicht ausreichend gewürdigt. Die Erwartungen der Mitarbeitenden steigen, und das geht weit über eine wertschätzende Kultur hinaus. Die neue Belegschaft aus Digital Natives erwartet zunehmend, dass sie mehr Kontrolle über ihre Arbeit und die von ihnen zu treffenden Entscheidungen haben.
Die Zufriedenheit der Beschäftigten liegt zwar in der Verantwortung der Unternehmensleitung, aber viele Unternehmen finden sie an einem unerwarteten Ort: in der IT-Abteilung. Unternehmen, deren IT-Abteilung eine automatisierungsorientierte Denkweise an den Tag legt, die es den Fachleuten ermöglicht, die täglich genutzten Prozesse zu automatisieren, verzeichnen eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und bessere Endergebnisse.
Die Rettung in Zeiten von Arbeitskräftemangel und Inflation
Vor dem Hintergrund der Inflation und den Schwierigkeiten bei der Einstellung der passenden Mitarbeitenden sowie der steigenden Lohnkosten kann die Automatisierung dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen, das Unternehmen skalierbar zu machen und so Engpässe zu vermeiden. Darüber hinaus wirkt sich die Automatisierung direkt auf die Produktivität der Mitarbeitenden aus. Durch die Automatisierung und Integration von Geschäftsprozessen im gesamten Unternehmen werden die Aufgaben, die sich auf die Produktivität und die Arbeitsmoral auswirken, beseitigt und stattdessen ein Mehrwert für die Mitarbeitenden geschaffen.
Um die Kontrolle wieder in die Hände derjenigen zu legen, die sich am besten mit den Geschäftsprozessen auskennen, wenden sich viele Unternehmen „integrierten“ Modellen zu, bei denen die Benutzer*innen (oder „Business-Technolog*innen“) Standard-Geschäftsprozesse implementieren können, während die IT-Abteilung den Überblick behält und bei kundenspezifischen Integrationen eingreift.Für die Umsetzung dieses integrierten Modells ist es wichtig, die Hürden so niedrig wie möglich zu gestalten.
Mit anderen Worten: Die Unternehmen müssen dafür sorgen, dass der Zugang zu den jeweiligen Technologien nicht mehr ausschließlich in den Händen der IT-Teams liegt: Die Technologien – und damit auch die Daten und Geschäftsprozesse – müssen sozusagen demokratisiert werden.
iPaaS als Grundlage
Integrationsplattformen-as-a-Service (iPaaS) können die Grundlage für Unternehmen bilden, um Prozesse im gesamten Unternehmen auf eine integrierte Weise zu automatisieren. Da jede Abteilung und alle Fachanwender*innen auf die Plattform zugreifen können, können sie auch ihre Expertise und ihr Geschäftsprozesswissen in die Automatisierungsprozesse einbringen, und das unabhängig davon, ob die Fachabteilungen über dediziertes und fundiertes IT-Wissen verfüge.
Moderne iPaaS-Lösungen haben in der Regel neben robusteren Anpassungsmöglichkeiten auch eine Low-Code- oder No-Code-Komponente. Das bedeutet, dass Fachanwender*innen die Geschäftsautomatisierung auch ohne Programmierkenntnisse integrieren, pflegen und verwalten können – sie werden zu sogenannten „Citizen Integrators“.
Dadurch entsteht ein „Center of Excellence“-Modell, das es den Business-Technolog*innen im gesamten Unternehmen ermöglicht, Projekte in ihren Fachgebieten selbst durchzuführen – und Automatisierungen eigenständig zu pflegen, so dass sie schneller auf die Daten zugreifen können, die sie für ihre Arbeit benötigen. Die Möglichkeit zur unmittelbaren und eigenständigen Automatisierung von Prozessen macht Teams außerdem flexibler:
Stand: 08.12.2025
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Kollaborationen in Remote-Work-Szenarien laufen reibungsloser ab und gemeinsame Datennutzung ist problemlos und sicher. Risiken und Fehler in der Zusammenarbeit und der Datenhygiene werden minimiert, die Entscheidungsfindung in und zwischen Teams verbessert und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden steigt.
Wer also die Kontrolle über Geschäftsabläufe an die Mitarbeitenden überträgt und das Kompetenzmonopol der IT-Abteilung damit aufbricht, macht nicht nur Geschäftsabläufe effizienter und ermöglicht es der IT, sich auf strategische Projekte zu konzentrieren, sondern erleichtert auch die tägliche Arbeit der Fachkräfte.
* Gert-Jan Wijman ist Vice President Europe, Middle East and Africa bei Celigo.