Rechenzentrumsmarkt in Europa im Wandel Portugal baut 1,2-GW-Datacenter-Kapazität in Sines auf

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Mit bis zu 1,2 Gigawatt (GW) IT-Leistung entsteht in Sines einer der größten Datacenter-Campus Europas. Die Kombination aus nachhaltiger Kühlung, globaler Konnektivität und schneller Ausbaugeschwindigkeit rückt Portugal in den Fokus der KI-Infrastruktur.

Das Datacenter von Start Campus liegt in unmittelbarer Nähe zum Meer, was den WUE positiv beeinflusst. Die Stadt Sines liegt etwa 150 Kilometer südlich von Lissabon.(Bild:  Dora António)
Das Datacenter von Start Campus liegt in unmittelbarer Nähe zum Meer, was den WUE positiv beeinflusst. Die Stadt Sines liegt etwa 150 Kilometer südlich von Lissabon.
(Bild: Dora António)

Cushman & Wakefield hat Lissabon im EMEA Data Centre Market Update (H1 2025) erstmals in die Kategorie „Established“ aufgenommen. Damit zählt Portugal offiziell zu den Kernmärkten Europas. Die Aufwertung spiegelt den Standortvorteil wider, den Investoren und Betreiber in der Region sehen.

Start Campus: Kapazität für 1,2 GW IT-Last

Das Schlüsselprojekt liegt in Sines, wo Start Campus den Ausbau eines Campus mit gesicherter Netzkapazität von 1,2 GW vorantreibt. Bereits in Betrieb ist die erste Anlage („SIN01“) mit 31 Megawatt (MW), die zweite Ausbaustufe („SIN02“) für 180 MW läuft. Der Standort adressiert damit den steigenden Bedarf an Rechenleistung für Künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungs-Workloads.

Ein technisches Merkmal ist die Meerwasserkühlung, die einen Water Usage Effectiveness (WUE) von 0,0 erreicht und vollständig auf Süßwasser verzichtet. Mit einem Power Usage Effectiveness (PUE) von 1,1 erfüllt die Anlage hohe Effizienzanforderungen, die in etablierten Märkten oft nur schwer zu realisieren sind.

Konnektivität über transatlantische Kabel

Sines ist Schnittpunkt internationaler Glasfasernetze wie „EllaLink“, „2Africa“ und künftiger transatlantischer Leitungen von Google. Die Lage ermöglicht eine direkte Anbindung zwischen Europa, Afrika und Amerika ohne zusätzliche Latenzen über zentraleuropäische Hubs.

Portugal profitiert verfügbaren Flächen und schnellen Genehmigungen. Damit können Betreiber Kapazitäten deutlich schneller realisieren als in traditionellen Tier-1-Märkten, die häufig mit Netz- und Flächenengpässen zu kämpfen haben.

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