Neckarwestheim: Hier entsteht ein neues Datacenter Pilotprojekt: Im Landkreis Heilbronn soll ein KI-Rechenzentrum entstehen

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Netze BW plant ein KI-Rechenzentrum (KI = Künstliche Intelligenz) auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN). Der Rückbau ist im vollen Gange und nun soll dem Gelände neues Leben eingehaucht werden.

Aus dem ehemaligen Kernkraftwerk wird aller Voraussicht nach ein KI-Rechenzentrum. (Bild:  Armin Vogel /Flickr)
Aus dem ehemaligen Kernkraftwerk wird aller Voraussicht nach ein KI-Rechenzentrum.
(Bild: Armin Vogel /Flickr)

Mit dem Rückbau des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN) entsteht Platz für Neues. Die Netze BW will diese Gelegenheit nutzen und plant ein Pilotprojekt: Ein KI-Rechenzentrum in modularer Bauweise soll auf dem Gelände entstehen. Das Pilotprojekt der Netze BW zielt darauf ab, die digitale Infrastruktur in Baden-Württemberg und darüber hinaus zu stärken.

Die Reaktoren GKN I und GKN II stehen schon länger still: Seit 2017 beziehungsweise 2023 sind diese bereits außer Betrieb. Die Gemeinde Neckarwestheim erhofft sich durch das KI-Datacenter den Strukturwandel aktiv mitzugestalten und wirtschaftliche Impulse zu setzen.

Das Bebauungsplanverfahren wurde bereits eingeleitet...

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt. eine Umweltprüfung gemäß dem Paragrafen 2 Abs. 4 BauGB ist vorgesehen, um die Auswirkungen des Projekts umfassend zu bewerten. Erste Umweltgutachten für das geplante Pilotprojekt sind bereits in Auftrag gegeben. Das rund 2,5 Hektar große Areal westlich der Kreisstraße 2081 und nordöstlich des Energieparks im Steinbruch bietet laut Netze BW eine gute infrastrukturelle Anbindung.

Das Gebiet ist überwiegend im Eigentum der EnBW und deren Tochtergesellschaften. Der Gemeinderat Neckarwestheim hat dem Vorhaben bereits zugestimmt.

Geplant ist zudem, die entstehende Abwärme lokal weiterzuverwenden, etwa für die kommunale Wärmeversorgung, landwirtschaftliche Betriebe oder den angrenzenden Energiepark. Eine Investitionsentscheidung könnte Ende 2026 fallen, die Inbetriebnahme Anfang 2028 erfolgen.Die Aufstellung des Vorhaben- und Erschließungsplans soll bis Juli 2025 abgeschlossen sein. Danach folgt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden.

....und Energie- sowie Kühlungskonzepte bereits besprochen.

Im Rahmen des Projekts sollen nachhaltige Energie- und Kühlungslösungen realisiert werden. So wird geprüft, ob das Niederschlagswasser für die Kühlung des Rechenzentrums genutzt werden kann. Auch die Abwärme des KI-Rechenzentrums soll genutzt werden: Geplant ist, diese für kommunale Wärmeprojekte oder zur Versorgung des Energieparks im Steinbruch zu nutzen.

Das geplante Rechenzentrum profitiert von der bestehenden technischen Infrastruktur des ehemaligen Kraftwerksgeländes. Dazu zählen belastbare Stromanschlüsse und Sicherheitsstrukturen. Diese Grundvoraussetzungen erleichtern das Bauvorhaben.

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