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Ein Kühlturm für Datacenter minimiert Druckverluste

M+W Group setzt auf Module für Rechenzentren

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Energie-effiziente Kühlung durch Ventilatorenturm („Fan Tower“)

Die Kühlung des Rechenzentrums erfolgt über einen für Rechenzentren neuartigen Ventilatorenturm (Fan Tower). Das Fan-Tower-Prinzip führt zu geringen luftseitigen Druckverlusten, so dass die Leistung der Umluftventilatoren minimiert wird.

Der Firmensitz der M+W Group befindet sich in Stuttgart.
Der Firmensitz der M+W Group befindet sich in Stuttgart.
(Bild: M+W Group)

Zugleich ermöglicht dieses Kühlkonzept eine mehrgeschossige, modulare Bauweise: Der Fan Tower kann bis zu drei Server-Stockwerke mit Umluft-, Mischluft- und/oder reiner Außenluftkühlung versorgen. Das spart Gebäudefläche und entsprechend Investitionskosten.

Lediglich rund sieben Prozent der Kühlleistung muss über Kältemaschinen erbracht werden. Zusammen mit der deutlich verringerten elektrischen Leistungsaufnahme des Umluftsystems wird damit ein über das Jahr durchschnittlicher PUE-Wert (PUE = Power Usage Effectiveness) von 1,20 mit den üblichen Zulufttemperaturen erreicht. Diese Kennzahl setzt die insgesamt im Rechenzentrum verbrauchte Energie ins Verhältnis zur Energieaufnahme der Rechner und ermöglicht so die Vergleichbarkeit von Rechenzentren.

Optional: Die (fast) schadstofffreie Brennstoffzelle

Die Energie-Effizienz lässt sich zusätzlich durch den Einsatz einer Brennstoffzelle in Kombination mit einem ORC-Modul (ORC = Organic Rankine Cycle) steigern. Dabei wird die Restabwärme der Brennstoffzelle dazu genutzt, zusätzliche elektrische Energie mit Hilfe des ORC-Moduls zu erzeugen und den Gesamtwirkungsgrad auf über 50 Prozent zu erhöhen.

Ergänzendes zum Thema
Brennstoffzellen-Technologie

Das Prinzip der Brennstoffzelle ist bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt – das Energiepotenzial ist gewaltig und sie erzielt höhere Wirkungsgrade als Dampfkraftwerke

Man kann sich eine Brennstoffzelle als einen geschlossenen Behälter vorstellen, dem Brennstoff – beispielsweise Wasser- und Sauerstoff – zugeführt wird und der elektrische Energie, Wärme und Wasser abgibt. Im Brennstoffzellenbehälter befinden sich in der Regel zwei Elektroden sowie ein Elektrolyt, (nach dem zumeist der Brennstoffzellen-Typ bezeichnet wird). Das Elektrolyt unterteilt die Zelle in Teilräume, damit findet die elektrochemische Energieumwandlung in Teilreaktionen statt und die gefürchtete „Knallgasreaktion“ unterbleibt.

Die Vorteile der Brennstoffzelle begründen sich neben dem hohen elektrischen Wirkungsgrad auch in lokaler Emissionsarmut und -freiheit, dazu kommt hohe Flexibilität in der Betriebsweise, ein modularer Aufbau sowie Geräuscharmut.

Das Paradoxe an dieser Technologie: Trotz großer wissenschaftlicher Fortschritte ist bisher keine Umsetzung in ein wettbewerbsfähiges Serienprodukt und somit kein großflächiger Einsatz von Brennstoffzellen erfolgt. (Quelle: TAB)

In einer Brennstoffzelle entstehen in einer chemischen Reaktion aus Sauerstoff und Wasserstoff elektrische Energie, Wärme und Wasser(-dampf). Die Technologie der Brennstoffzelle gilt als besonders wichtig für den Klima- und Emissionsschutz, weil sie nahezu schadstofffrei arbeitet.

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