Schnell installiert und einsatzbereit sowie Energie-effizient Modulare Edge-Datacenter bestimmen die KI-Zukunft

Ein Gastkommentar von Vincent Barro 3 min Lesedauer

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Schlüsselfertige, modulare Rechenzentren reduzieren Bereitstellungszeiten und können dennoch mit einer hohen Energie-Effizienz punkten. Gerade im Edge-Computing und für KI-Workloads bieten sie eine hohe Skalierbarkeit bei optimierter Raumnutzung.

Modulare, schlüsselfertige Rechenzentren sind effizient, schnell einsatzbereit und für KI-Workloads leichter skalierbar.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Modulare, schlüsselfertige Rechenzentren sind effizient, schnell einsatzbereit und für KI-Workloads leichter skalierbar.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Rechenzentren-Branche rapide. KI-Anwendungen werden immer leistungsstärker, Rechenzentren müssen sich kontinuierlich anpassen. Neue Anforderungen drängen sie näher zum Verbraucher, an die so genannte Edge. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Stromverbrauch von Edge-Geräten wird laut LF Edge bis 2028 auf 40 Gigawatt anwachsen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 40 Prozent.

Das bringt neue Herausforderungen mit sich. Wenn Betreiber von Datenzentren nicht aufpassen, drohen sie, den Anschluss zu verlieren. Vor diesem Hintergrund setzen Unternehmen auf Automatisierung, vernetzte Geräte und intelligente Systeme. Doch wie können Rechenzentren mit diesem rasanten Tempo mithalten?

Modulare Rechenzentren sind ein Gamechanger

Die Antwort liegt in schlüsselfertigen Modulen, die speziell für die Anforderungen von KI-Workloads entwickelt wurden. Ein großer Vorteil: Sie verbinden hohe Leistung mit geringeren Kosten und einer relativ positiven Umweltbilanz.

Zeit ist in der KI-Ära ein entscheidender Faktor. Während herkömmliche Rechenzentren ein bis zwei Jahre Bauzeit benötigen, sind vorab gefertigte Einheiten bereits nach wenigen Monaten einsatzbereit.

Das bedeutet, einer Aritzon-Studie zufolge, im Schnitt 30 Prozent weniger Bereitstellungszeit. Compass Data Centers demonstriert diese Effizienz eindrucksvoll: Durch den Einsatz vorproduzierter Infrastruktur von Schneider Electric hat das Unternehmen seine Markteinführungszeit erheblich verkürzen können.

Zudem wachsen modulare Rechenzentren mit den Kundenbedürfnissen mit, von kleinen Installationen bis hin zu Großprojekten. Hyperscaler setzen mittlerweile auch bei Rechenzentren mit über 10 Megawatt Leistung auf modulare Infrastrukturen mit standardisierten Komponenten für Elektroräume, Kühlsysteme und weitere kritische Bereiche.

Modularität bringt Planbarkeit

Standardisierte Designs sorgen für konsistente Leistung und minimieren die Unwägbarkeiten traditioneller Bauverfahren. Es kommt regulär weder zu Bauverzögerungen noch zu Materialverschwendung.

Modulare Konstruktionen nutzen zumeist auch die vorhandene Fläche effizient, eine Herausforderung bei vielen Enterprise-Rechenzentren. Universitäten, Krankenhäuser, Callcenter und Produktionsbetriebe kennen das Problem, wenn eine Erweiterung des Rechenzentrums wertvollen Gebäuderaum beansprucht. Die Verlagerung der IT-Infrastruktur an externe Standorte oder in weniger kritische Bereiche schafft hier Abhilfe, wofür sich modulare Infrastrukturen besonders eignen.

Modulare Edge-Datacenter lassen sich zudem oft einfacher aus der Ferne überwachen und verwalten. Im Zusammenspiel mit intelligenten Management-Systemen kann so wiederum die Optimierung von Energieverbrauch und Kühlsystemen erleichtert werden.

Energie-Effizienz und optimierte Ressourcennutzung

Hinzu kommt der Nachhaltigkeitsaspekt: Eine modulare Bauweise reduziert Abfall erheblich, maßgeschneiderte Designs optimieren die Ressourcennutzung, und die Komponenten lassen sich dank ihrer langen Lebensdauer oft wiederverwenden. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Mit Kaltwasser- und Freikühlungssystemen erreichen sie PUE-Werte (Power Usage Effectiveness) unter 1,5. Dies gilt auch für die Referenzdesigns der Rechenzentrenexperten bei Schneider Electric.

Anwendungsfelder für modulare KI-Infrastrukturen

Die Verarbeitung von KI-Workloads direkt am Edge erlaubt eine dezentrale Verarbeitung bei geringen Latenzen. Das ist besonders für Anwendungen wichtig, die Echtzeit-Erkenntnisse erfordern. Modulare Rechenzentren eignen sich so besonders für Unternehmen, die ohne massive Infrastruktur-Investitionen in die KI-Welt einsteigen möchten, sei es mit Chatbots, intelligenten Vertriebs-CRM-Systemen, personalisierten E-Commerce-Plattformen oder fortschrittlicher KI-Analytik.

Für Anwender mit höheren Leistungsanforderungen bieten sich besonders leistungsdichte modulare Ausführungen an. Diese speziell für Edge-Umgebungen entwickelten Systeme bringen leistungsstarke Rechenkapazitäten genau dorthin, wo sie gebraucht werden.

Unternehmen mit speziellen Anforderungen profitieren von maßgeschneiderten Referenzdesigns, die exakt auf ihre KI-Workload, Strom-, Kühlungs- oder Rechenanforderungen zugeschnitten sind. Dabei bleiben sie mit ihrer hohen Leistungsstärke dennoch in dezentralisierten Edge-Standorten einsetzbar.

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Die Zukunftsfähigkeit modularer Rechenzentren

Modulare Rechenzentren werden zum entscheidenden Baustein, um KI und Edge-Computing auf das nächste Level zu heben. Der Erfolg in der digitalen Transformation hängt davon ab, ob Unternehmen rechtzeitig die Weichen stellen. Wer KI-Lasten, Edge-Computing-Strategien und modulare Infrastruktur intelligent miteinander verknüpft, erschließt sich neue Dimensionen von Effizienz, Skalierbarkeit und Sicherheit.

*Der Autor
Vincent Barro ist Vice President Secure Power für den DACH-Raum bei Schneider Electric.

Bildquelle: Schneider Electric

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