Enttäuschter Mittelstand: Rechenzentrumsbau in Brandenburg Mittelstand sucht Anschluss an Schwarz-Digits-Campus in Lübbenau

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Ein Infoabend im Rathaus Lübbenau zeigt: Rund um den 11-Milliarden-Euro-Campus von Schwarz Digits gibt es unerfüllte Erwartungen und Vorbehalte, etwa über offene Gewerke und konkrete Job-Zahlen, sowie Kritik an bereits vergebenen Aufträgen.

Die Schwarz Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, plant einen Rechenzentrumscampus im brandenburgischen Lübbenau. Auf dem 13 Hektar großen Gelände sind sechs Gebäude geplant, die zusammen insgesamt 200 Megawatt (MW) für IT-Leistung bereitstellen sollen.(Bild:  Schwarz Digits)
Die Schwarz Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, plant einen Rechenzentrumscampus im brandenburgischen Lübbenau. Auf dem 13 Hektar großen Gelände sind sechs Gebäude geplant, die zusammen insgesamt 200 Megawatt (MW) für IT-Leistung bereitstellen sollen.
(Bild: Schwarz Digits)

Rund 100 mittelständische Unternehmer sind laut „Radiosender RBB24“ am Montagabend im Lübbenauer Rathaus zusammengekommen. Eingeladen habe der Bundesverband mittelständische Wirtschaft. Anlass sei der laufende Bau des Rechenzentrums der Schwarz-Gruppe in Lübbenau.

Erster Bauabschnitt bis Herbst 2027

Auf 13 Hektar des ehemaligen Kohlekraftwerks entsteht ein Rechenzentrumscampus, den das Unternehmen als eines der modernsten in Europa positioniert. Insgesamt fließen 11 Milliarden Euro in Planung, Bau und Betrieb. Das ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Schwarz Gruppe.

Diese Gewerke sind noch offen

Generalauftragnehmer ist die Firmengruppe Max Bögl, deren Projektleitung den Auftrag als größten Hochbau-Auftrag des Unternehmens einordnet.

Für den Innenausbau im ersten Bauabschnitt würden demnach weiterhin regionale Unternehmen gesucht, genannt werden Malerarbeiten und Metallbau. Gleichzeitig fällt die Dimension der Baustelle ins Gewicht: Bis zu 1.300 Menschen könnten künftig parallel auf der Baustelle arbeiten, so der Nachrichtensender.

Bis zu 120 Arbeitsplätze in der Anlaufphase

Für die Anlaufphase wird mit rund 120 Arbeitsplätze gerechnet. Gesucht würden Elektro-, Kälte- und Klimatechniker sowie IT-Fachkräfte für den Serverbetrieb. Außerdem sei ein großer Anteil der Stellen für Sicherheitsaufgaben eingeplant. Erste Positionen sind bereits ausgeschrieben.

Ein Teil der Unternehmen wolle künftig gezielt Ausschreibungen beobachten, andere äußerten Enttäuschung, weil regionale Anbieter aus ihrer Sicht nicht stärker zum Zuge kämen. Zugleich verweist das lokale Medium darauf, dass bereits zahlreiche Aufträge vergeben sind, in weiteren Losen aber noch Möglichkeiten entstehen können, etwa wenn beauftragte Firmen Kapazitätsgrenzen erreichten.

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