Mobile Anwendungen für die objektorientierte Kernanwendung JoKer

IT-Dienstleister adesso entwickelt Portallösungen für Bausparkasse Mainz

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Mobile Informationen via App

Bereits vor Fertigstellung des Außendienstportals ging im April 2011 die Außendienst-App der BKM live. Diese Anwendung für das Apple iPhone stellt dem Außendienst einige grundlegende Funktionalitäten des Portals zur Verfügung. Die Mitarbeiter können mit der BKM-App beispielsweise Kundenkonten und -umsätze sowie persönliche Daten oder Wohnungsbauprämien abfragen.

Ein Highlight der App stellt die Geo-spezifische Kundensuche dar: Da im Kernsystem alle Adressinformationen geocodiert vorliegen, also mit geographischen Koordinaten versehen sind, können Mitarbeiter unterwegs jederzeit abrufen, welche Kunden in der Nähe ihres jeweiligen Standorts wohnen. Der Außendienst kann auf diese Weise Kundenkontakte optimieren und beispielsweise Lücken in seinem Terminplan ausgleichen.

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Bei der Entwicklung der Portallösungen machten sich die Investitionen in JoKer in mehrfacher Hinsicht bezahlt. „Die Wiederverwendung von Funktionalitäten erwies sich als entscheidender Vorteil“, hebt Pfeifer hervor. „Denn die neuen Lösungen können direkt auf die vorhandenen fachlichen Objekte zugreifen, so dass nicht nur die Entwicklungszeit in engen Grenzen gehalten werden konnte – für die Erstellung des Kundenportals wurden gerade einmal acht Monate benötigt. Ohne die gründlichen Vorarbeiten hätten wir vielleicht die fünffache Zeit benötigt.“ Durch die Einbettung in JoKer kann das Portal auch mit den Daten des Kernsystems arbeiten, es muss also nicht aufwändig und fehlerträchtig synchronisiert werden.

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Bei allen Weiterentwicklungen von JoKer hält sich die BKM an die Devise, dass alle Funktionen, für die es im vertrieblichen Ablauf einen Geschäftsprozess gibt, grundsätzlich auch allen anderen Vertriebswegen offen stehen sollen – auch wenn sie im jeweiligen Fall konkret (noch) nicht benötigt werden. So wird, wenn die kalkulierte Nutzungszeit der gegenwärtig verwendeten Notebooks des Außendienstes abläuft, die Palette der mobilen Endgeräte erweitert und beispielsweise durch zusätzliche Smartphone-Typen oder um Tablett-PCs wie das iPad ergänzt.

Neuland Web-Entwicklung

Auch wenn die BKM mit ihrer Anwendung und den dafür nötigen Prozessen der Softwareentwicklung bestens vertraut ist, mit dem Einstieg in die Web-Entwicklung für die Portale und insbesondere für die mobile Anwendung, wurde doch Neuland betreten. „Wir wollten uns hier nicht lang mit der Herstellung der Voraussetzungen, beispielsweise mit der Auswahl geeigneter Tools und Frameworks, aufhalten, sondern schnell loslegen“ sagt Pfeifer. „Wir legen Wert darauf, dass sich die Web-Entwicklung nahtlos in die Softwareentwicklung bei der BKM einfügt. Deshalb haben wir uns an einen Partner gewandt, der bereits über die nötige Erfahrung sowohl für diese Art von Anwendungen als auch im Bereich Finanzdienstleistungen verfügt.“

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Daher wurde die Entwicklung von Portal und App gemeinsam mit dem IT-Dienstleister adesso AG durchgeführt, der auch den Vertrieb von JoKer an andere Bausparkassen übernommen hat und der deswegen die Applikation bereits sehr gut kennt.

Für die BKM ging es dabei vor allem um die korrekte Abbildung von Prozessen, die den banktypischen Unterbau der Portale darstellen, also beispielsweise Funktionen wie die Authentifizierung über PIN und iTAN oder die Durchführung von Auszahlungen auf das Referenzkonto eines Kunden. Da das Portal Bankfunktionen abbildet, liegt dabei naturgemäß ein besonderes Gewicht auf dem Aspekt Sicherheit.

„adesso hat die entsprechende Funktionalität in unser Objektmodell eingefügt, so dass wir in der Lage sind, diese gegebenenfalls auch für weitere Lösungen in weiteren Vertriebskanälen zu nutzen“, erläutert Pfeifer. Dazu zählt aber auch die Umsetzung von gerätespezifischen Funktionalitäten, wie etwa die Touch-Screen-Steuerung, die nicht nur technisch realisiert werden muss, sondern auch eine neue Bedienungsphilosophie erfordert. Auch hier bringt adesso seine Erfahrung aus diversen Projekten ein.

Ein wichtiger Nebeneffekt für die BKM bestand darin, gleich an Hand der Entwicklung einer eigenen, produktiv eingesetzten Anwendung eigenes Know-how aufzubauen und Erfahrungen zu sammeln. „Outsourcing stellt für uns keine Strategie dar“, betont Pfeifer. „Wir wollen primär eigene Ressourcen nutzen, aber diese natürlich effizient einsetzen. Dafür haben wir in adesso den optimalen Partner gefunden.“

Der Know-how-Transfer zur BKM schlägt sich ganz konkret auch in der Projektdurchführung nieder: Bei der derzeit laufenden Entwicklung des Außendienstportals ist der Eigenanteil der BKM schon deutlich höher, als bei der Erstellung des Kundenportals. „Die Weiterentwicklung der Portale etwa ab 2012 können wir dann voraussichtlich schon ganz mit eigenen Ressourcen durchführen“, ergänzt Pfeifer. „Aber gerade wenn man, wie wir, auf Grund aktueller Markttrends neue Technologien anfasst, kann eine qualitativ hochwertige Unterstützung, wie wir sie durch adesso erhalten haben, einen Vorsprung verschaffen.“

Der Autor

Dr. Rainer Doh ist Redakteur bei PR-COM in München

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