Green Coding ist weit mehr als eine technische Disziplin. Es ist ein integraler Bestandteil einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie, die darauf abzielt, ökonomische Erfolge mit ökologischer Verantwortung zu verbinden.
Es gibt kein Wenn und Aber; den Unternehmen muss eine Digitale Nachhaltigkeits-Transformation gelingen.
(Bild: Green Coding Solutions GmbH/ KI-Generiert (Dalle E -2))
In einer Welt, in der die Auswirkungen des Klimawandels unübersehbar geworden sind und die digitale Revolution unaufhörlich fortschreitet, stehen Unternehmen vor einer beispiellosen Herausforderung: Sie müssen Wege finden, ihre Geschäftsmodelle nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch nachhaltig zu gestalten. Green Coding erweist sich in diesem Kontext als Schlüsselstrategie, die es ermöglicht, die digitale Transformation mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit zu vereinen.
Der Ausgangspunkt für Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Praxis ist die akribische Messung des eigenen Energie- und Ressourcenverbrauchs. Diese initiale Phase der Transparenz ist entscheidend, denn sie liefert die Datenbasis, auf der alle weiteren Strategien und Maßnahmen aufgebaut werden.
Durch das Verständnis des eigenen ökologischen Fußabdrucks können Unternehmen gezielte Schritte unternehmen, um diesen zu reduzieren, was nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch langfristige finanzielle Einsparungen verspricht. Green Coding geht jedoch über die bloße Optimierung von Energieverbrauch hinaus.
Es umfasst die komplette Neugestaltung der Software-Entwicklung mit dem Ziel, die gesamten Lebenszyklen von digitalen Produkten und Dienstleistungen ökologisch verträglich zu machen. Dies beinhaltet den Einsatz erneuerbarer Energien für den Betrieb von Rechenzentren und Cloud-Systemen sowie die Entwicklung Energie-effizienter Algorithmen und Architekturen.
Darüber hinaus gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung für die Attraktivität von ArbeitgeberInnen. Insbesondere für die Generation Z, die mit einem starken Bewusstsein für ökologische und soziale Fragen aufgewachsen ist, sind Unternehmen, die nachhaltiges Wirtschaften in den Mittelpunkt ihrer Kultur stellen, besonders attraktiv. Green Coding wird somit zu einem kritischen Faktor im Wettbewerb um die besten Talente und fördert eine Unternehmenskultur, die auf Werten wie Verantwortung, Innovation und Langfristigkeit basiert.
Wachsende Erwartungen, neue Richtlinien
Die Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in der Europäischen Union setzt neue Standards für die Berichterstattung von Unternehmen über ihre Nachhaltigkeitsleistungen. Diese Richtlinie verlangt von einer breiteren Palette von Unternehmen, umfassend und verbindlich über ihre Aktivitäten in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zu berichten. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Erwartung der Gesellschaft und der Märkte wider, dass Unternehmen nicht nur über ihre finanziellen Ergebnisse, sondern auch über ihre ökologische und soziale Performance Rechenschaft ablegen.
Das „Green Metrics“-Tool von der Green Coding Solutions GmbH aus Berlin zeigt den Energieverbrauch der verschiedenen Phasen des Software Life Cycle.
(Bild: Green Coding Solutions GmbH)
In diesem Zusammenhang unterstreicht das jüngst verabschiedete EU-Verbot von Greenwashing die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Nachhaltigkeits-Claims durch konkrete, nachprüfbare Maßnahmen zu untermauern. Dies erhöht den Druck auf Unternehmen, authentische und wirksame Strategien zur Reduktion ihrer ökologischen Fußabdrücke zu entwickeln und umzusetzen.
Jedoch reicht es nicht aus, sich ausschließlich auf die Reduktion von Kohlenstoffemissionen zu konzentrieren. Eine solche Carbon-Tunnel-Vision kann dazu führen, dass andere wichtige Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit vernachlässigt werden. Green Coding eröffnet eine breitere Perspektive, die neben der CO2-Reduktion auch die Minimierung anderer Umweltauswirkungen, wie Wasserverbrauch und Elektronikschrott, sowie die Förderung der Kreislaufwirtschaft umfasst.
Um diesen umfassenden Ansatz zu realisieren, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen EntwicklerInnen, Unternehmensführung und Stakeholdern erforderlich. Entwickler:Innen benötigen Schulungen und Ressourcen, um nachhaltige Praktiken in ihre Arbeit zu integrieren, während das Management die notwendige Vision und Unterstützung bereitstellen muss, um diese Transformation zu leiten. Gleichzeitig spielen externe Stakeholder, einschließlich KundInnen, InvestorInnen und regulatorische Behörden eine entscheidende Rolle bei der Formulierung von Erwartungen und Standards für nachhaltige digitale Produkte und Dienstleistungen.
eBook
Datacenter unter Druck
Grüner geht's nicht. Oder doch?
eBook: Grüner gehts nicht. Oder doch?
(Bild: DataCenter-Insider)
Die Datacenter-Branche zählt in puncto Nachhaltigkeit klar zur Avantgarde: turbodigitalisiert, fieberhaft datengetrieben, eifrig bemüht zu innovieren. Alles „im grünen Bereich“ also? Wohl kaum. Der EnEfG-Entwurf enthält neben neuen Vorgaben hinsichtlich der Energie-Auditpflicht erstmals Anforderungen an die Energie-Effizienz von Rechenzentren. Wer diese Vorgaben erfüllen will, muss alle Register ziehen. Doch um wirklich an allen Stellschrauben zu drehen, muss man sie erst einmal finden. Hier das Inhaltsverzeichnis des eBook:
Zwischen Innovationsfieber und Regularien: „Geht nicht“ gibt‘s nicht
Stellschrauben der Energie-Effizienz
Nichts wird so heiß gerechnet. Luft, Wasser & Co.
Gleich(strom) und Gleich(strom) gesellt sich gern
Wohin jetzt mit der der Abwärme?
Nachhaltige Digitalisierung: Wie Rechenzentren für Erfolg sorgen können
*Der Autor Geerd-Dietger Hoffmann (genannt: Didi) ist Chief Technology Officer (CTO) bei der Green Coding Solutions GmbH, Berlin. Mit dem Green-Metrics-Tool hat das 2022 gegründete Unternehmen ein Software-Energie-Messwerkzeuge entwickelt. Ziel ist es, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Open-Source Communities durch Messbarkeit und Transparenz ihrer Software und digitalen Infrastruktur dabei zu unterstützen, diese hinsichtlich des Energie- und CO2-Verbrauchs zu optimieren. Er fasst zusammen: „Durch die Implementierung von Green-Coding-Praktiken können Unternehmen nicht nur ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern sich auch als innovative und verantwortungsbewusste Akteure in einem zunehmend nachhaltigkeitsorientierten Marktumfeld positionieren. Diese strategische Neuausrichtung erfordert Mut, Innovation und Engagement, bietet jedoch auch die Chance, auf dem Fundament der Nachhaltigkeit eine erfolgreiche und resiliente Zukunft zu bauen.“
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