Energie, KI und Forschung im Dreiländereck FlexBase errichtet Technologiezentrum mit 480-MW-KI-Datacenter

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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In der Aargauer Rheinstadt Laufenburg entsteht ein Großprojekt mit dem weltweit größten Redox-Flow-Speicher, einem Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz (KI) und Forschungsinfrastruktur. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant.

So soll das Technologiezentrum Laufenburg aussehen.(Bild:  Visualisierung Frei Architekten, Aarau)
So soll das Technologiezentrum Laufenburg aussehen.
(Bild: Visualisierung Frei Architekten, Aarau)

Die Flexbase Group hat die Genehmigung für das Technologiezentrum Laufenburg (TZL) erhalten und in diesem Frühjahr die Bauarbeiten aufgenommen. Am Standort „Stern von Laufenburg“ kombiniert das Projekt Energieinfrastruktur mit digitalen und wissenschaftlichen Anwendungen.

Redox-Flow-Speicher mit 800 Megawatt

Kern des Vorhabens ist ein „Redox-Flow-Speicher“, der auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern errichtet wird. Er soll eine Leistung von über 800 Megawatt und eine Kapazität von mehr als 1,6 Gigawattstunden bereitstellen. Die Technologie basiert auf einem Elektrolyten mit hohem Wasseranteil, gilt als nicht brennbar und nicht explosiv und ist für Aufgaben wie Netzstabilisierung oder Blindleistungskompensation vorgesehen.

KI-Rechenzentrum mit Wärmenutzung

Das geplante Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz in Laufenburg ist auf eine Nettofläche von rund 12.000 Quadratmetern für IT-Infrastruktur ausgelegt. Weitere 24.000 Quadratmeter sind für Nebenbetriebe wie Kühlung und Stromversorgung vorgesehen. Die Anlage ist für eine Rechenleistung von bis zu 480 Megawatt konzipiert. Gekühlt wird sie über einen geschlossenen Wasserkreislauf; die entstehende Abwärme wird vollständig in ein Fernwärmenetz eingespeist. Dieses Konzept prägt zugleich die Ausbaulogik: Je mehr Wärme in die umliegenden Gemeinden und Industrien abgegeben werden kann, desto mehr Rechenleistung lässt sich in Betrieb nehmen.

Zum Technologiezentrum gehört zudem ein Windkanal, der für Forschungs- und Entwicklungszwecke in der Sportwissenschaft vorgesehen ist. Damit sollen Aerodynamik-Studien ermöglicht und praxisnahe Trainingskonzepte entwickelt werden. Die Inbetriebnahme des Technologiezentrums ist für Sommer 2028 vorgesehen.

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