Bilder von der IT-Leistungs-Show in Hannover, Kommentar Eindrücke von der CEBIT 2018
Am 11. bis zum 15. Juni hat die „CEBIT 2018“ ihre Pforten geöffnet. Viele Hersteller hatten im Vorfeld angekündigt, nicht mehr Teil der IT-Leistungs-Show dabei zu sein, andere wollten gucken kommen und es gab neue Messeauftritte, etwa von Facebook. Also: Was war los?
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Wie kommt das neue Konzept an? Bilder von Tag 2
Auch die Kollegen von der „Elektronik Praxis“ waren vor Ort und haben Bilder geschossen: Die 25 besten CeBIT-Produkte, Projekte, Showcases
Hier noch die Bilder aus der zweiten Wochenhälfte
Kommentar:
Ulrike Ostler: Wie war sie denn nun, die „neue CEBIT“? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Denn „Großartig!“ und „Auweia!“ lagen nah beieinander.
Die Antworten der Aussteller an den Messeständen und von Besuchern spiegeln das wieder. Das Spektrum reicht von: „Toll; wir haben 25 Prozent mehr Leads als in den vergangenen Jahren“ und „Das ist genau das Fachpublikum, das wir ansprechen wollen“ bis: „tote Hose“ und „völlig daneben“ war alles dabei.
Am traurigsten war das Szenario in Halle 11, wo sich die chinesischen Aussteller tummelten: der Halle war nicht einmal ein Teppichboden gegönnt, hinter dem mit Vorhang abgetrennten Bereich gab es gar ein „Dixie“-Klo. Die vielen kleinen Stände der in der Vergangenheit recht isolierten Stände aus asiatischen Ländern in den anderen Hallen, die nun integriert waren, teilten das Schicksal ihrer neuen Standkollegen: Es gab gut besuchte, gar umlagerte und völlig leere Messepräsenzen.
Gut hatten es die Aussteller, die die Frischekur, die die Messe sich verordnet hatte, adaptieren konnten: kleine Workshops, die zum Mitmachen anregten, was die Diskussion und die Aufnahmefähigkeit bei den Besuchern durchaus erhöhte, Technik, die man predigt, zum Herzeigen, offene, zum Verweilen einladende Messestände oder gleich einen mit Erlebnischarakter.
Die Young Professionals, das die CeBIT anlocken wollte, nahmen das Konzept sehr gut an - Liegestühle, Drohnenhalle, Surfboard, Camping-Atmosphäre, Bio-Obst, offene Räume - drinnen auf auf dem Außengelände, ist offenbar quasi der natürliche Lebensraum. Das Problem: Es waren zu wenig davon da.
Schlipsträger im wahrsten Sinne des Wortes waren kaum zu finden. Der inoffizielle Klamotten-Kodex: T-Shirt oder offenes Hemd, bequeme Schuhe oder gleich Sportschuh.
Rummel um die digital transformierte Geschäftswelt
Die CEBIT 2018 verordnet sich Coolness
Doch man sah sie manchen Gesichtern an: die Irritation - „Das ist nicht mehr meine CeBIT“, „Was soll das denn?“ Doch beim Aufstellen der Elefantenohren zum Mithören bei Besucherunterhaltungen auf den Gängen und dem Freigelände gab es jenseits von Nörgeleien über: die neue Hallenaufteilung, missmutige Bedienungen, das Wetter, das hätte schöner sein können, fehlende Schließfächer, auch begeisterte Kommentare: „Hast du das schon gesehen? Bei dem XY-Messestand musst du vorbei“, „Das ist meine CEBIT“, „Toll gemacht!“, „Wow, die IT hat sich ganz schön verändert“, und „Ich komme auf jeden Fall wieder“
Ob das für eine eigenständige CeBIT/CEBIT reicht? Das entscheide, Gott sei Dank, nicht ich.
PS: Ob es mir auf der Messe gefallen hat? Ja: Gute Gespräche, interessante Technik, manch echte Innovation, frisches Konzept.
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