Gemeinsam standardisierte Stromerzeugung vor Ort Eaton und Siemens Energy arbeiten an Eigenenergie-Infrastruktur für Datacenter

Quelle: Pressemitteilung Eaton 3 min Lesedauer

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Der Bau von Rechenzentren muss schneller gehen: Das denken sich offenbar nicht nur potenzielle Rechenzentrumsbetreiber, sondern auch Eaton und Siemens Energy. Seit der vergangenen Woche sind die Unternehmen Partner und sie haben eine möglichst standardisierte Energie-Infrastruktur für Datacenter im Sinn.

Eaton und Siemens Energy haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die darauf abzielt, die Entwicklung von Rechenzentren mit netzunabhängiger Energieversorgung und standardisierten modularen Energiesystemen zu beschleunigen. Im Bild (v. l.): Heath Monesmith, Präsident und Chief Operating Officer, Electrical Sector, Eaton; Paulo Ruiz, Chief Executive Officer, Eaton; Vanessa Bauch, Senior Vice President, Distributed Gas Services, Siemens Energy; und Thomas Frank, Global Head of Markets, Gas Services, Siemens Energy. (Bild:  Eaton)
Eaton und Siemens Energy haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die darauf abzielt, die Entwicklung von Rechenzentren mit netzunabhängiger Energieversorgung und standardisierten modularen Energiesystemen zu beschleunigen. Im Bild (v. l.): Heath Monesmith, Präsident und Chief Operating Officer, Electrical Sector, Eaton; Paulo Ruiz, Chief Executive Officer, Eaton; Vanessa Bauch, Senior Vice President, Distributed Gas Services, Siemens Energy; und Thomas Frank, Global Head of Markets, Gas Services, Siemens Energy.
(Bild: Eaton)

Die beiden Unternehmen bieten eine integrierte, zuverlässige und netzunabhängige Stromversorgung vor Ort sowie standardisierte modulare Systeme als Antwort auf den dringenden Bedarf des Marktes nach schnell verfügbarer Rechenzentrumskapazität an. Die Zusammenarbeit ermöglicht den gleichzeitigen Bau von Rechenzentren und der dazugehörigen Stromerzeugung vor Ort. Optional kann eine Netzanbindung oder die Integration erneuerbarer Energien erfolgen, womit sich für Eigentümer und Entwickler von Rechenzentren nicht nur beim Bau, sondern auch für den späteren Betrieb neue Optionen eröffnen.

Dazu bringt Siemens Energy ein modulares und skalierbares Kraftwerkskonzept, das auf die spezifischen Anforderungen von Rechenzentren zugeschnitten ist, mit. Dazu gehören in der Standardkonfiguration mehrere „SGT-800“-Gasturbinen, die bis zu 500 Megawatt Strom liefern können, wobei ein spezielles Redundanzkonzept und zusätzliche Batteriespeicher zuverlässig Ausfälle verhindern.

Dank des modularen Aufbaus kann die Größe der Anlage nach oben und unten skaliert werden. In Zukunft könne sie auch CO2-neutral betrieben werden, sofern Wasserstoff ausreichend verfügbar ist und zum Einsatz kommen soll. Das Konzept von Siemens Energy sieht einen optionalen Anschluss mit emissionsfreier Clean-Air-Technologie an das Stromnetz vor, der entweder während des Baus oder nachträglich implementiert werden kann. Dies würde es Rechenzentren auch ermöglichen, als Anbieter von Netzdienstleistungen neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Über Siemens Energy

Siemens Energy gehört zu den führenden Unternehmen der Energietechnik. Mit seinem Portfolio an Produkten, Lösungen und Services deckt der Siemens-Unternehmenszweig nahezu die gesamte Energiewertschöpfungskette ab – von der Strom- und Wärme-Erzeugung über die Energie-übertragung bis hin zur Speicherung.

Zum Portfolio zählen konventionelle und erneuerbare Energietechnik, zum Beispiel Gas- und Dampfturbinen, mit Wasserstoff betriebene Hybridkraftwerke, Generatoren und Transformatoren. Mit der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa gehört Siemens Energy zu den Weltmarktführern bei Erneuerbaren Energien. Geschätzt ein Sechstel der weltweiten Stromerzeugung basiert auf Technologien von Siemens Energy. Siemens Energy beschäftigt weltweit rund 101.000 Mitarbeiter*innen in mehr als 90 Ländern und erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 34,5 Milliarden Euro.

Die Eaton-Zutaten

Eaton bietet den Kunden die erforderlichen elektrischen Geräte wie Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen, USV, Busways, strukturelle Unterstützung, Racks und Gehäusesysteme, Ingenieurdienstleistungen und Software an, um IT-Lasten vom Mittelspannungsnetz bis zum Chip sicher umzusetzen und den Aufbau sowie die Inbetriebnahme von Rechenzentren mit Skid-montierten und modularen Designs zu beschleunigen.

Cyrille Brisson, Global Segment Leader, Data Centers, Eaton, sagt: „Unser Ansatz, Kunden die Wahl der richtigen Energiequellen zu überlassen, ist sehr flexibel und die Zeit von der Konstruktion bis zur Inbetriebnahme ist kurz. Emissionen lassen sich kurz- und langfristig senken. Entscheidend ist, dass unser Ansatz Betreibern und Entwicklern von Rechenzentren die Möglichkeit bietet, Kapazitäten aufzubauen und schnell online zu gehen – an jedem Standort, an dem sie über Grundstücke in der Nähe von Gas-, Wasser- und Glasfaserversorgung verfügen.“

Die Technik von Siemens Energy und Eaton als sich ergänzendes Portfolio. (Bild:  Eaton)
Die Technik von Siemens Energy und Eaton als sich ergänzendes Portfolio.
(Bild: Eaton)

Andreas Pistauer, Head of Sales im Geschäftsbereich Gas Services von Siemens Energy, erklärt: „Wir bieten Hyperscalern, Co-Location-Dienstleistern und Investoren ein einzigartiges Paket, mit dem sie die Markteinführungszeit an vielen Standorten um bis zu zwei Jahre verkürzen können, was Umsatzsteigerungen ermöglicht. Unser Kraftwerksdesign ist so ausgelegt, dass keine Diesel-Notstromaggregate erforderlich sind, wodurch CO2-Emissionen um etwa 50 Prozent reduziert werden können.“

Über Eaton

Eaton ist ein auf intelligentes Energie-Management spezialisiertes Unternehmen, das sich dem Ziel verschrieben hat, für mehr Lebensqualität zu sorgen und die Umwelt zu schützen. Die Produkte kommen in den Bereichen Rechenzentren, Versorgungsunternehmen, Industrie, Handel, Maschinenbau, Wohnungsbau, Luft- und Raumfahrt sowie Mobilität zum Einsatz.

Eaton wurde 1911 gegründet und hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, um den sich verändernden und wachsenden Bedürfnissen von Stakeholdern gerecht zu werden. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 25 Milliarden US-Dollar und ist in über 160 Ländern vertreten.

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