61 Megawatt plus, 40 Megawatt Abwärme weniger Cyrusone und E.ON rücken Kapazitätsengpässen zu Leibe

Quelle: Pressemitteilung Cyrusone 3 min Lesedauer

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Cyrusone und EO.N haben in der vergangenen Woche einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung lokaler Energie-Erzeugung. Dieses soll ab 2029 zusätzlich 61 Megawatt für das Rechenzentrum „FRA7“ liefern und damit die gesamte IT-Kapazität des Campus auf 126 Megawatt erhöhen.

Das Rechenzentrum  „FRA7“ von Cyrusone liegt in Griesheim und ist Teil eines 73 Hektar großen, gemischt genutzten Gewerbe- und Industrieprojekts mit der Bezeichnung Frankfurt Westside. Dier Campus ist derzeit für 81 MW IT-Kapazität auf 25.266 Quadratmeter technischer Fläche in zwei separaten dreistöckigen Gebäuden ausgelegt. (Bild:  Cyrusone)
Das Rechenzentrum „FRA7“ von Cyrusone liegt in Griesheim und ist Teil eines 73 Hektar großen, gemischt genutzten Gewerbe- und Industrieprojekts mit der Bezeichnung Frankfurt Westside. Dier Campus ist derzeit für 81 MW IT-Kapazität auf 25.266 Quadratmeter technischer Fläche in zwei separaten dreistöckigen Gebäuden ausgelegt.
(Bild: Cyrusone)

Im Rahmen dieser Partnerschaft bündeln die Unternehmen ihre Kräfte, um neue Energieprojekte in Frankfurt – dem größten Rechenzentrumsstandort Europas, der derzeit unter Netzengpässen und Anschlussverzögerungen leidet – sowie in weiteren Regionen Europas zu realisieren. Neben lokalen Systemen zur Energie-Erzeugung werden die Partner auch in den Bereichen Netzdienstleistungen, Power Purchasing Agreements (PPA) und Abwärmenutzung zusammenarbeiten. Ziel der Partnerschaft ist es, kurzfristig zusätzliche Kapazitäten für Kunden in dynamisch wachsenden Regionen bereitzustellen, in denen der Netzzugang derzeit stark eingeschränkt oder verzögert ist.

Für die Partnerschaft entwickelt E.ON Energy Infrastructure Solutions (EIS) zunächst sein lokales Stromerzeugungssystem, das „IQ Energy Center“ des Stromversorgers zusammen mit Cyrusone weiter. Dieses soll das Hyperscale-Rechenzentrum des Datacenter-Betreibers, FRA7 in Frankfurt Griesheim, künftig mit Strom versorgen.

Dieses lokale Stromerzeugungssystem wird die bestehende Stromversorgung ergänzen und ab 2029 zusätzliche 61 Megawatt elektrische Leistung bereitstellen. Damit kann der Cyrusone-Campus um weitere 45 Megawatt IT-Kapazität erweitert werden, so dass die Gesamt-IT-Kapazität letztlich auf 126 Megawatt ansteigt.

Über E.ON Energy Infrastructure Solutions

E.ON Energy Infrastructure Solutions (EIS) ist eine der drei strategischen Säulen eines der größten Energieunternehmen Europas, E.ON, und ein europäischer Marktführer für integrierte, nachhaltige Energielösungen für Städte und Industrien. E.ON verfügt über ein 1,6 Millionen Kilometer langes Verteilnetz und versorgt rund 47 Millionen Kunden und beschäftigt rund 77.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

EIS hat sich zum Ziel gesetzt, zuverlässige, erschwingliche und nachhaltige Energie zu liefern. Das Dienstleistungsportfolio umfasst die gesamte Wertschöpfungskette - von der Planung und dem Bau bis hin zum Betrieb und der Optimierung der Energie-Erzeugungs- und -verteilungsinfrastruktur.

Das sagen die Partner

Marten Bunnemann, CEO von E.ON Energy Infrastructure Solutions, hebt die Bedeutung des Kontrakts hervor: „Diese Partnerschaft vereint zwei führende Unternehmen, um gemeinsam eine nachhaltige digitale Zukunft zu gestalten. Wir entwickeln Lösungen, die Strom und Kühlung für das Rechenzentrum sowie Wärme für den Campus bereitstellen.“ „Was diese Partnerschaft besonders mache, sei ihre strategische Tiefe: „eine langfristige Allianz, die auf einer gemeinsamen Vision, einer technischen Integration und einem umfassenden Nutzen für unsere Kunden basiert.”

Matthew Pullen, Executive Vice President und Managing Director Europe bei Cyrusone, ergänzt: „Beide Unternehmen ergänzen sich mit ihren Kompetenzen; so schaffen wir durch die Skalierung innovativer Technologien eine einzigartige Gelegenheit, unseren Kunden in ihren wichtigsten Märkten Wachstumskapazitäten zu ermöglichen.“

Höhere Energie-Effizienz durch lokale Stromerzeugung

Das Rechenzentrum von Cyrusone ist Teil des „Frankfurt Westside Campus “, einer 73 Hektar großen Entwicklungsfläche für Gewerbe und Industrie, das von der Beos AG und Swiss Life Asset Managers verwaltet wird. Im Jahr 2023 wurde Cyrusone ausgewählt, um ein Rechenzentrum zu realisieren, das Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt, bis zu 40 Megawatt Abwärme in das Campus-Heiznetz einspeisen kann und mit dem Anspruch von BEOS übereinstimmt, Räume für Kreativität, Innovation und Produktivität zu schaffen.

Im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen von Cyrusone und als Teil der laufenden Partnerschaft mit BEOS und Swiss Life Asset Managers wird auch beim geplanten Stromerzeugungssystem insbesondere auf Energie-Effizienz und ökologische Verantwortung geachtet. Geplant ist etwa die Integration einer Grundlastkühlung über Absorptionskältemaschinen, die die Abwärme aus der Stromerzeugung in Kühlung für das Rechenzentrum umwandeln.

Dieses Verfahren soll die Gesamteffizienz des Systems steigern, den Stromverbrauch senken und damit den Power Usage Effectiveness-Wert (PUE) signifikant verringern. Es verbessert die Qualität und Nutzbarkeit der Abwärme des Rechenzentrums erheblich, indem es die Abwärme der Absorptionskältemaschine integriert und die Ausgangstemperatur um zehn Grad Celsius erhöht.

Das gemeinsam von E.ON und Cyrusone entwickelte System erzeugt Strom, Kühlung und Wärme durch einen Verbrennungsprozess und ermöglicht dem Datacenter-Betreiber die Einbindung von Herkunftsnachweisen für grünen Strom – ein wichtiger Beitrag zur CO₂-Neutralität der Kunden. Zu Beginn wird Erdgas als Brennstoff verwendet. Das System ist jedoch „hydrogen-ready“ und kann mit bis zu 25 Prozent Wasserstoff betrieben werden. Eine Umstellung auf 100 Prozent Wasserstoff ist durch entsprechende Nachrüstungen möglich.

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