Leipzig, der neue Datacenter-Hotspot? Böhlen. Hier soll ein Millarden-Datacenter entstehen

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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In Böhlen soll auf 64 Hektar ein Milliardenprojekt entstehen. Während der Stadtrat die Pläne von Blue Future mehrheitlich unterstützt, formiert sich Widerstand in der Bevölkerung.

Symbolbild: Südlich von Leipzig soll ein neues Datacenter entstehen. Noch ist über das Vorhaben wenig bekannt.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Symbolbild: Südlich von Leipzig soll ein neues Datacenter entstehen. Noch ist über das Vorhaben wenig bekannt.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Der Stadtrat von Böhlen hat am 5. August 2025 den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst, der den Weg für ein Rechenzentrum auf 64 Hektar Fläche ebnen soll. Das bestätigte Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) der Leipziger Volkszeitung (LVZ): „Die Diskussionen waren durchaus kontrovers, aber der Aufstellungsbeschluss wurde mehrheitlich gefasst.“ Mit acht Ja-Stimmen, sechs Gegenstimmen und einer Enthaltung fiel das Ergebnis knapp aus.

Milliardeninvestition angekündigt

Das Projekt firmiert unter dem Titel „Blue Future Technologiegebiet Böhlen-Großdeuben“. Das Unternehmen Blue Future aus Leipzig möchte nach eigenen Angaben auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche ein Technologiegebiet entwickeln. Im Raum steht eine Investitionssumme von bis zu einer Milliarde Euro. Das Rechenzentrum soll 400 Meter lang und rund 20 Meter hoch werden; vorgesehen sind etwa 120 Arbeitsplätze.

In den sozialen Netzwerken regt sich Widerstand gegen das Vorhaben. Auch direkte Sorgen werden geäußert. Eine Facebook-Nutzerin kommentierte den Beitrag der LVZ: „So ein Teil wäre irre laut! Man hält kaum die Lärmbelästigung durch DHL aus, jetzt auch noch das.“

Projektvorhaben noch in den Startlöchern

Noch steht das Projekt am Anfang des Verfahrens. Nach Angaben der LVZ muss die Blue Future GmbH in einem nächsten Schritt einen städtebaulichen Vertrag mit der Kommune abschließen. Zudem soll das Unternehmen nachweisen, dass es über die benötigten Flächen verfügt, heißt es in der LVZ. „Erst im Rahmen des weiteren Verfahrens wird das Vorhaben auf Herz und Nieren geprüft, und sämtliche Träger öffentlicher Belange sowie die Bürger können sich dazu äußern“, so Berndt.

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