Infrastrukturausbau in Westfalen Blackstone plant Milliarden-Campus in Lippetal

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Blackstone sichert sich Flächen in Westfalen mit dem Vorhaben in den frühen 2030er-Jahren hier ein Rechenzentrum zu eröffnen. Folgendes ist bisher zu dem Vorhaben bekannt:

Die kommunalpolitische Debatte rund um das Milliardenprojekt von Blackstone in Westfalen dreht sich um Zeitplan, Genehmigungen und die erwarteten Arbeitsplätze.(Bild:  winter is not over yet /Markus Trienke / CC BY-SA )
Die kommunalpolitische Debatte rund um das Milliardenprojekt von Blackstone in Westfalen dreht sich um Zeitplan, Genehmigungen und die erwarteten Arbeitsplätze.
(Bild: winter is not over yet /Markus Trienke / CC BY-SA )

Blackstone hat für ein Grundstück im Industriegebiet Westfalen im westfälischen Lippetal einen Kaufvertrag unterschrieben. Doch wirksam wird er erst, wenn festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Das Rechenzentrum ist für Cloud-Dienste und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) vorgesehen.

QTS als Entwickler, Betreiber noch ohne feste Zusage

Umsetzen soll das Projekt Quality Technology Services (QTS), eine Blackstone-Tochter. Nach Angaben des Konzerns betreiben Amazon Web Services (AWS) und Microsoft bereits Rechenzentren, die QTS entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt hat Blackstone allerdings nicht bekannt gegeben, ob bereits Verträge geschlossen wurden.

Energieversorgung, Zeitplan, Genehmigungen

Nach Angaben des „Westfälischen Anzeigers“ gab für Hamm und Lippetal vor allem die Energieversorgung den Ausschlag.

Blackstone-Managerin Britta Harper sagte der Zeitung, vor Ort stehe bereits ausreichend Strom zur Verfügung. Perspektivisch sei auch Grünstrom realistisch. Als Baustein gilt eine geplante Höchstspannungsleitung von Amprion, die am ehemaligen RWE-Kraftwerksgelände Westfalen enden und Strom aus der Nordsee nach Westfalen bringen soll.

Die Beteiligten rechen mit rund zwei Jahren für die politischen Beschlüsse, die Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan und die Bearbeitung des Bauantrags. Der erste Bauabschnitt könnte laut Harper innerhalb von zwei Jahren fertiggestellt werden. Daher könnten 2030 die ersten Kapazitäten in Betrieb gehen.

Stimmen aus der Kommunalpolitik

In der Lokalpolitik dominieren zunächst Chancen auf Beschäftigung und Folge-Effekte. „Die Glocke“ zitiert Dietmar Rünker von der Bürgergemeinschaft mit dem Satz: „Die Zeiten, wo die Menschen mit Blaumann und Thermoskanne durchs Werkstor kommen, sind vorbei.“ CDU-Politiker Dirk Rünker knüpft die Erwartung an ein anderes Jobprofil: „Das Geschäftsmodell verspricht Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Arbeitnehmer.“

Mathilde Heise von den Grünen verweist laut Die Glocke auf den Rechtsrahmen als Leitplanke: „Wir brauchen in Deutschland Datensicherheit. Auch wenn es sich um eine amerikanische Firma handelt, gilt hier deutsches und europäisches Recht.“ Somit soll das Vorhaben in Deutschland verankert sein, doch operativ rücken mit Amazon Web Services und Microsoft zwei US-Cloud-Gewichte ins Bild.

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