T-Systems testet Dauereinsatz der innovativen, umweltfreundlichen Technik Biogas-betriebene Brennstoffzelle fürs Rechenzentrum

Redakteur: Florian Karlstetter

Teile des T-Systems Rechenzentrums im Münchener Euro-Industriepark werden ab sofort über eine Brennstoffzelle mit Strom versorgt und gekühlt. Die umweltfreundliche Technologie erzeugt ihre Energie aus gereinigtem Biogas auf Basis von Biomethan. Entwickelt wurde die Brennstoffzelle von CFC Solutions.

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Das Brennstoffzellensystem „HotModule“ ist auf einer abgeschlossenen Teilfläche des T-Systems-Rechenzentrums im Euro Industriepark (EIP) München entstanden und bildet bei der Kreuzverkabelung einen Teil der unabhängigen Stromversorgung. Eine zusätzliche Absorptionskältemaschine sorgt außerdem dafür, dass ein Teil der Wärme in die für das Datacenter notwendige Kühlung umgewandelt wird.

Das für das „HotModule“ notwendige Biomethan entsteht in einer Anlage der Aufwind Schmack Neue Energien im oberbayrischen Pliening nahe München. Dort werden Energiepflanzen verarbeitet, was eine CO2-neutrale Energieversorgung möglich macht: Die Pflanzen nehmen während des Wachstums die Menge an CO2 auf, die beim Verbrennen des Biomethans wieder freigesetzt wird.

Oberste Zielsetzung des Pilotprojekts ist die Schaffung eines redundanten und von der öffentlichen Stromversorgung unabhängigen Rechenzentrums. Neben einem Höchstmaß an Verfügbarkeit soll dabei auch der Problematik der endlichen, fossilen Energieressourcen sowie des Klimawandels Rechnung getragen werden. Die gasbetriebene Anlage stellt permanent elektrische und thermische Energie bereit – auch beim Ausfall des öffentlichen Stromnetzes. Dieses Prinzip soll bislang notwendige Investitionen in USV-Anlagen, Tanklager, Motoren und Batterieräume überflüssig machen.

Die weltweit erste Anlage dieser Art ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Telekom-Töchter T-Systems und Power & Air Solutions sowie deren Kooperationspartnern Voigt & Haeffner und CFC Solutions. Auch eine Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurde beantragt.

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