Nordsachsen auf Expansionskurs: Rackwitz Bei Leipzig entsteht ein 500-MW-Datacenter-Campus

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Auf rund 44 Hektar beim Gewerbepark Zschortau in Rackwitz entsteht ein Rechenzentrumscampus mit geplanter Anschlussleistung von 500 Megawatt. Der Standort zielt auf Betreiber, Energieversorger und Infrastrukturdienstleister im Raum Leipzig.

Symbolbild: Wird Leipzig zu einem neuen Datacenter-Hotspot? Auf rund 44 Hektar soll nun ein Rechenzentrum entstehen mit einer Anschlussleistung von 500 MW.(Bild: ©  Sepia100 - stock.adobe.com)
Symbolbild: Wird Leipzig zu einem neuen Datacenter-Hotspot? Auf rund 44 Hektar soll nun ein Rechenzentrum entstehen mit einer Anschlussleistung von 500 MW.
(Bild: © Sepia100 - stock.adobe.com)

Projektträger ist der Entwickler Am:Pm. Geplant ist ein modularer Rechenzentrumscampus mit mehreren Gebäude-Einheiten, Büroflächen und eigenem Umspannwerk. Aktuell wird ein Batteriespeicher geprüft, um Lastspitzen abzufangen und die Versorgung zu stabilisieren. Die Stromanbindung in der Region soll 500 Megawatt sichern und schafft damit Kapazitäten für großskalige Workloads in Bereichen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Forschung.

Fläche, Planung und Zeitplan

Die Fläche ist seit 1992 als Gewerbegebiet ausgewiesen und umfasst insgesamt rund 100 Hektar, davon etwa 44 Hektar gewerbliches Bauland. Seit Januar 2025 läuft eine Vorprüfung zur technischen Machbarkeit, im November 2025 steht der Aufstellungsbeschluss zur Anpassung des Bebauungsplans an.

2026 folgen Vorentwurf und Öffentlichkeitsbeteiligung. Ende 2027 soll die Satzungsphase abgeschlossen sein. Damit entsteht ein langfristig planbarer Hochtechnologiestandort für Bauunternehmen, Planer und Betreiber.

Netz, Kühlung und Abwärmenutzung

Erschlossen wird das Areal über die Bundesstraße 184. Die Datenanbindung erfolgt über Glasfaser zum Internet-Knoten Leipzig-Taucha, was niedrige Latenzen in die regionale und überregionale Netzinfrastruktur ermöglicht. Die Kühlung ist frei von Grundwasser und Frischwasser geplant und die technische Auslegung soll hohe Effizienzstandards erfüllen.

Abwärme wird an der Grundstücksgrenze für Wärmenetze oder andere Nutzungspfade bereitgestellt, ergänzt durch einen breiten Grüngürtel und Klima-angepasste Bepflanzung. Damit adressiert der Campus Energiepartner und kommunale Versorger, die Abwärme und Netzausbau miteinander verbinden wollen.

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