1,2 Millionen DFG-Förderung für Paderborner Forscher Analyse-Framework „Sootup“ soll Standard für Java und Android werden

Quelle: Pressemitteilung Universität Paderborn 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein Forscherteam der Universität Paderborn entwickelt das Framework „Sootup“ weiter, um es als Standard bei der Analyse und Optimierung von Java- und Android-Bytecode zu etablieren. Dafür stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft für drei Jahre 1,2 Millionen Euro bereit.

Das „Sootup“-Projekt der Uni Paderborn soll mit erweiterten Eingriffsfunktionen zum Standard-Framework für Bytecode-Analyse und -Optimierung in Java und Android werden. (Bild:  Gemini 3.1 Flash / KI-generiert)
Das „Sootup“-Projekt der Uni Paderborn soll mit erweiterten Eingriffsfunktionen zum Standard-Framework für Bytecode-Analyse und -Optimierung in Java und Android werden.
(Bild: Gemini 3.1 Flash / KI-generiert)

Der Name des Projektes ist Programm: „Consolidating SootUp to become a leading Static-Analysis Framework“ (Konsolidierung von Sootup als ein führendes Rahmenwerk für statische Programmanalyse). Das Open-Source-Framework „Soot“ kommt bereits seit den 1990er-Jahren für die statische Analyse und Modifikation von kompiliertem Java- und später auch Android-Code (Bytecode) zum Einsatz, insbesondere bei Sicherheitsanalysen, der Bugsuche und Performance-Optimierung.

2022 veröffentlichten Forscher der Universität Paderborn im Rahmen eines DFG-Sonderprogramms mit Sootup einen Nachfolger, der das monolithische Framework modular und mit Blick auf komplexe Aufgaben neu gestaltete. Laut Angaben der Universität Paderborn seien Nutzerzahlen „stetig gewachsen“, dennoch sei das Framework „noch nicht etabliert“.

Das neue Projekt soll bislang fehlende, aber für Soot-Nutzer essenzielle Funktionen nachliefern. Deutlich ausgebaut werden sollen vor allem Möglichkeiten, Bytecode nicht nur zu analysieren, sondern umfassend zu modifizieren. Hinzu kommen soll eine erweiterte Unterstützung bei der Migration von Soot zu Sootup sowie Lernmaterialien und Tutorials.

Forscher ringen um Community-Akzeptanz

Das Team, welches mit der Community auch die alte Version von Soot wartet, hofft mit der Weiterentwicklung Soot auslaufen lassen und Ressourcen gänzlich auf die neue Framework-Version konzentrieren zu können. „Korrektheit, hohe Qualität und eine vergleichbare Leistung“ seien laut dem Entwicklungsleiter Kadiray Karakaya die entscheidenden Argumente, „um die breite Community langfristig zu überzeugen“. Dabei muss sich Sootup nicht nur bei der Soot-Community, sondern auch gegenüber alternativen Frameworks wie ASM, Javassist und Wala durchsetzen.

Das Projekt entsteht unter der Leitung der Fachgruppe „Secure Software Engineering“ des Professors Eric Bodden. Die Fraunhofer-Institute für Entwurfstechnik Mechatronik (IEM) sowie Sichere Informationstechnologie (SIT) sind Partner.

(ID:50771170)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung