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Intelligente Kreisläufe schaffen tiefe Synergien

Algen befeuern das Rechenzentrum

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Das Datacenter als Baustein im Verbund

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Durch die vielen verschiedenen Techniken, Kreisläufe und Nutzungsmöglichkeiten ändert sich auch die Stellung des Rechenzentrums vom gierigen Konsumenten von Ressourcen zum Produzenten von Energie und Biomasse. Die Projektplaner sind der festen Überzeugung, dass durch diese Herangehensweise - Nutzung statt Bekämpfung – komplexere Lösungsansätze entstehen können, die zu effizienteren Ergebnissen führen. Fronk ist sich sicher, dass man im Jahr 2030 /2050 solch „nachhaltiges und an den Prozessen der Natur orientiertes Denken“ für selbstverständlich halten wird.

Dabei stehen viele Entwicklungen erst am Anfang. So ist derzeit der Wirkungsgrad der Blockheizkraftwerke noch negativ, das bedeutet, dass man zur Erzeugung von zwei Megawatt Strom rund 4,7 Megawatt in Form von Methangas benötigt.

Auch die Algenfarmen lassen sich noch optimieren: In den USA wurden Algen so manipuliert, dass deren Wirkungsgrad um 900 Prozent gesteigert werden konnte. Überhaupt scheinen Algen zum Universalbaustoff der Zukunft zu werden. Nicht nur taugen sie schon heute als Nahrung – siehe Sushi – sondern sie werden auch für Arzneimittel, Kosmetik und sogar als Dübel verwendet.

Warum nicht auch als Rechenplatinen oder Kabelummantelung: Der Phantasie scheinen kaum Grenzen gesetzt: „Da kann noch viel passieren“, glaubt Fronk.

Die Autorin:

Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach in München.

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