Mit Untergrundwasser gekühlt und nahe des Seekabelnetzwerks 60-MVA-Datacenter mit 1,1-PUE-Wert entsteht in Istrien

Von Daniel Schrader 2 min Lesedauer

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Die Data Center Group stellt mit „Green Data Istra“ ein Rechenzentrumsprojekt im kroatischen Tupljak auf der Halbinsel Istrien vor. Das neue Datacenter soll sich durch eine Kühlung mit Untergrundwasser, Hochleistungsräume, Ausbaufähigkeit und eine strategische Lage auszeichnen.

Green Data Istra soll durch eine modulare Bauweise und eine besonders hohe Energie-Effizienz glänzen. (Bild:  Data Center Group)
Green Data Istra soll durch eine modulare Bauweise und eine besonders hohe Energie-Effizienz glänzen.
(Bild: Data Center Group)

Dank einer strategischen Lage an der Adria zwischen südosteuropäischen und mitteleuropäischen Daten-Hub sowie dank der Nähe zum Untersee-Glasfasernetzwerk soll Green Data Istra von dem Wachstum des adriatischen Marktes profitieren. Ein geplantes Fertigstellungsdatum wurde nicht bekanntgegeben. Die Data Center Group sucht aber weiterhin nach Investoren für das Projekt.

PUE-Wert von 1,1 dank Untergrundwasser aus stillgelegter Kohlenmine

Die Wallmenrother Rechenzentrumsbauer positionieren Green Data Istra als visionäre Fallstudie für effizientes und nachhaltiges Datacenter-Design. Eine stillgelegte Kohlenmine vor Ort bietet, so eine frühere Projektpräsentation, Zugriff auf über sieben Millionen Kubikmeter Untergrundwasser. Auch die Data Center Group betont nun, das Untergrundwasser ermögliche es, den PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) auf 1,1 zu senken und dabei auch „den Wasserverbrauch zu minimieren“.

Nicht näher benannte „innovative, Energie-effiziente Technologien“ sollen insgesamt „das Engagement des Projekts für einen umweltfreundlichen Betrieb reflektieren“. Konkret benennt die Data Center Group wenige Details – führt aber aus, dass ein Wasserkreislauf Verdunstung verhindern und von einer freien Kühlung unterstützt werden soll.

Modularität soll unkomplizierte Erweiterung erlauben

Eine modulare Bauweise soll eine phasenweise Inbetriebnahme erheblich erleichtern. In einen ersten Abschnitt entsteht ein zweistöckiger Bau mit einer elektrischen Gesamtkapazität von 40 MVA (Megavolt-Ampere). Diese soll durch den späteren Anbau eines drittes Stockwerkes auf 60 MVA steigen. Die ländliche Lage eröffne zudem weitere Expansionsperspektiven.

Zudem betont die Data Center Group einen deutlich geringeren Wartungsauwand durch das modulare Design. Der Bau soll sowohl Hallen für Standard-Workloads als auch für besonders leistungsdichte IT-Hardware optimierte Räume bieten. Für die Notversorgung sind Dieselgeneratoren eingeplant – ihre unterirdische Platzierung soll aber Sicherheit und Umweltfreundlichkeit erhöhen.

Green Data Istra entsteht als Kooperation ungenannter Projektpartner mit der Data Center Group. Ob es sich dabei weiterhin um die 2020 gegründete kroatische Green Data Istra d.o.o. und ihre Schwester-Gesellschaft G.I.I. Tube d.o.o (die Inhaberin des ehemaligen Kohlereviers) handelt, wird nicht ausgeführt.

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