High Performance Computing und Forschungsinfrastruktur ZIB und HZB starten HPC-Rechenzentrum in Berlin

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Zwei Berliner Forschungseinrichtungen bauen eine gemeinsame Infrastruktur für Hochleistungsrechnen und Künstliche Intelligenz auf. Der Ausbau erfolgt in mehreren Phasen, zunächst in bestehenden Gebäuden, später mit zusätzlicher Kapazität.

Die HPC-Infrastruktur für die Wissenschaft wird schrittweise ausgebaut, um dem Bedarf der Wissenschaftler gerecht zu werden.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Die HPC-Infrastruktur für die Wissenschaft wird schrittweise ausgebaut, um dem Bedarf der Wissenschaftler gerecht zu werden.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Das Zuse-Institut Berlin (ZIB) und das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) haben den Aufbau eines gemeinsamen Rechenzentrums vereinbart. Die Infrastruktur richtet sich auf High Performance Computing und Künstliche Intelligenz aus, also auf Hochleistungsrechnen und datengetriebene Analyseverfahren.

Ziel ist eine skalierbare Plattform für Forschung in Bereichen wie Materialwissenschaft, Gesundheit und Klimaforschung.

Die Partner sehen steigende Anforderungen an Verarbeitung, Schutz und Verfügbarkeit wissenschaftlicher Daten. Das Projekt soll eine regional verankerte Infrastruktur über Institutsgrenzen hinweg schaffen und zugleich Aspekte wie Forschungssicherheit und technologische Unabhängigkeit berücksichtigen.

Ausbau in mehreren Phasen bis in die 2030er Jahre

Der Aufbau erfolgt schrittweise. In der ersten Ausbaustufe ab 2026 und 2027 bündelt das ZIB seine Infrastruktur in Berlin-Dahlem und betreibt diese für die Partner. Parallel entsteht am HZB-Standort in Berlin-Adlershof eine zusätzliche Betriebsstelle mit erweiterter Hardware.

Für eine zweite Phase ab 2029 oder 2030 planen die Partner weitere Rechenkapazitäten. Umfang und konkrete Systeme hängen vom künftigen Bedarf der wissenschaftlichen Community ab. Angaben zur geplanten Rechenleistung oder zu konkreten Systemarchitekturen liegen bisher nicht vor.

Integration von HPC, Datenmanagement und KI

Das Vorhaben verbindet Hochleistungsrechnen, Datenmanagement und KI-Anwendungen in einer gemeinsamen Betriebsumgebung. Laut Christof Schütte, Präsident des ZIB, steht das Projekt im Kontext der strategischen Weiterentwicklung von Modellierung, KI und HPC als Grundlage moderner Wissenschaft.

Auch die Materialforschung spielt eine zentrale Rolle. Bernd Rech, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZB, verweist auf die Bedeutung datengetriebener Methoden für die Vorhersage von Materialeigenschaften. Die Zusammenarbeit stärkt zugleich die IT-Infrastruktur der Synchrotronstrahlungsquelle „BESSY II“ und dient als Grundlage für deren geplanten Nachfolger.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein Schwerpunkt liegt auf der Auswahl energie-effizienter Komponenten für Rechner, Speicher, Netz und Kühlung. Zudem prüfen lokale Energieversorger Möglichkeiten zur Nutzung der entstehenden Abwärme.

Die Berliner Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra ordnet das Projekt als Beitrag zur digitalen Infrastruktur für Spitzenforschung ein. Neben wachsender Rechenleistung adressiert die Initiative Fragen der Resilienz und der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen im Forschungsumfeld.

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