Willkommen zum Blog Worin liegen die Herausforderungen der Datacenter-Planung?

Ein Gastbeitrag von Peter auf dem Graben* 3 min Lesedauer

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Egal, ob es um einen Rechenzentrums-Neubau, -Umbau oder die Integration in eine Bestandsimmobilie handelt, die RZ-Planung benötigt dieselben Informationen, um die Arbeit aufnehmen zu können.

Drei Fragen stellen sich direkt am Anfang einer Datacenter-Planung:  Wie hoch ist der IT-Leistungsbedarf? Wie sieht die grobe IT-Architektur aus? Wie hoch soll die Verfügbarkeit und Sicherheit?(Bild:  DC-CE RZ-Beratungs GmbH & Co. KG)
Drei Fragen stellen sich direkt am Anfang einer Datacenter-Planung: Wie hoch ist der IT-Leistungsbedarf? Wie sieht die grobe IT-Architektur aus? Wie hoch soll die Verfügbarkeit und Sicherheit?
(Bild: DC-CE RZ-Beratungs GmbH & Co. KG)

Wird der Beschluss gefasst, ein neues Rechenzentrum zu planen, stehen unmittelbar die wichtigsten aber auch schwierigsten Fragen und Aufgaben im Raum.

  • Wie hoch ist der IT-Leistungsbedarf?
  • Wie sieht die grobe IT-Architektur aus?
  • Wie hoch soll die Verfügbarkeit und Sicherheit?

Aus den Antworten ermittelt sich für das neue Rechenzentrum

  • der Datacenter-Flächenbedarf
  • der Datacenter-Energiebedarf
  • die Datacenter-Verfügbarkeits- und Sicherheitsziele

Spätestens dann, wenn diese Antworten im Lastenheft festgeschrieben sind, werden Strategien und Konzepte entwickelt, die auf den späteren Rechenzentrumsbetrieb zugeschnitten sind. Somit können Fehler rechtzeitig erkannt und behoben werden.

Das Zusammenspiel IT-Betrieb und Datacenter-Betrieb aufeinander abgestimmt werden. Letztendlich muss beides unter einem Dach möglichst effizient miteinander funktionieren! Schwieriger und teurer wird es, wenn der Datacenter-Planungsprozess bereits im Gange ist und Fehler erkannt werden, die Korrekturmaßnahmen erfordern. Je weiter die Planung fortgeschritten ist und vielleicht aufgrund langer Lieferzeiten sogar schon Anlagenteile bestellt sind, umso aufwendiger werden Änderungen.

Werden in der Bauphase Anpassungen fällig, lassen diese sich oft, wenn überhaupt, nur mit großem Aufwand und erheblichen Kosten korrigieren. Werden Fehler erst im laufenden Rechenzentrumsbetrieb erkannt, dass zum Beispiel die geplante IT-Last nie ins Datacenter eingebracht werden kann und dass neue Rechenzentrum einfach zu groß ausgelegt wurde, kann sich dies schnell zu einem richtigen Problem entwickeln.

Willkommen zum Blog von DC-CE!

Die Herausforderungen für die Planung von Rechenzentren steigen: neue gesetzliche Vorgaben, strengere Nachhaltigkeitsziele, technologische Umbrüche und wachsender Kosten- und Zeitdruck verlangen präzise Entscheidungen auf fachlich fundierter Basis.

Wer wir sind: Die DC-CE RZ-Beratung GmbH & Co. KG (DE-CE) ist ein unabhängiges Planungsbüro für Rechenzentren mit 30 Jahren Erfahrung.

Was uns antreibt, ist die Überzeugung, dass Rechenzentren intelligenter, effizienter und nachhaltiger geplant werden können und müssen. Deshalb investieren wir gezielt in Innovation: Wir entwickeln eigene Lösungen, beteiligen uns an Forschungsprojekten und engagieren uns aktiv in Normungs- und Richtliniengremien wie EN 50600, VDI 2054 oder eco-Whitepaper.

Unser Ziel: Zukunftsweisende Planung verständlich machen und den Rechenzentrumsmarkt in Deutschland mitzugestalten.

Mit unserem neuen Blog bei DataCenter Insider geben wir unsere Erfahrungswerte weiter: fundiert und praxisnah. Wir analysieren aktuelle Fachthemen, ordnen Entwicklungen ein und geben Impulse für eine zukunftssichere Rechenzentrumsstrategie.

Für wen wir schreiben: Wir betrachten Rechenzentrumsplanung aus unterschiedlichen Blickwinkeln sowohl technisch tief (gekennzeichnet mit Engineering) als auch strategisch übergreifend (gekennzeichnet mit Management). Um die Orientierung zu erleichtern, ist zusätzlich jeder Artikel dem jeweiligen Fachbereich zugeordnet (Elektrotechnik, Klimatechnik, Sicherheitstechnik, Architektur/Bau, IT & Rechenzentrum und Betrieb).

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen – und auf relevante Diskussionen rund um eine Branche, die sich im Umbruch befindet.

Zu groß = viel zu teuer

In Bezug auf Gesamtinvestitionen in Rechenzentrumsgebäude, Räume und technische Anlagen für den Datacenter-Betrieb können sich schnell die Fehlinvestitionen in der Praxis auf deutlich größer als 30 Prozent, in seltenen Fällen sogar bis zu den 3-fachen Rechenzentrumskosten der Gesamtinvestitionskosten belaufen.

Als Richtwert lässt sich sagen, 1 Kilowatt (kW) an Überdimensionierung, kosten etwa 8.000 bis 10.000 Euro - 2024 für ein Rechenzentrum mit n+1 Redundanz. Auch die angestrebten Betriebskosten laufen mit allen Konsequenzen aus dem Ruder. Gesetzliche Vorgaben wie für einen PUE-Wert können nicht mehr eingehalten werden.

Als zusätzliche Herausforderung ist die zunehmende Leistungsverdichtung der IT-Systeme zu sehen. Diese hat uns neue Geschäftsfelder geöffnet und bietet auf dem Markt ein breit gefächertes Angebot an IT-Systemen unterschiedlichster Leistungsklassen. Dadurch geraten Planer häufiger in Bereiche, wo die Abstimmung im Zusammenspiel zwischen IT und Rechenzentrumsplanung immer präziser sein muss.

Daher ist es umso wichtiger eine Analyse zu betreiben, wo der wirkliche IT-Bedarf liegt. Sind folgende 3 Hauptanforderungen in der Datacenter-Planung definiert und plausibel beschrieben, ist der eigentlich wichtigste und schwierigste Teil im Projekt „neues Rechenzentrum“ geschafft.

*Der Autor
Peter auf dem Graben ist Senior Data Center Consultant bei der DC-CE RZ-Beratung GmbH & Co. KG.

Bildquelle: DC-CE RZ-Beratung GmbH & Co. KG

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