Ist Polen der neue Datacenter-Hotspot Europas? WBS Power plant 3,2-GW-Campus bei Danzig

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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In Choczewo entsteht mit dem „Baltic Data Center Campus“ eines der größten Rechenzentrumsprojekte Europas. Die ersten 800 MW sollen bereits 2028, spätestens 2029 in Betrieb gehen.

An der Ostseeküste, nahe Danzig, soll ein Datacenter in Gigawatt-Größenordnung entstehen. Ein Kernkraftwerk soll den Energiebedarf decken. (Bild:  Danzig /ThemaTisch / CC BY 2.0)
An der Ostseeküste, nahe Danzig, soll ein Datacenter in Gigawatt-Größenordnung entstehen. Ein Kernkraftwerk soll den Energiebedarf decken.
(Bild: Danzig /ThemaTisch / CC BY 2.0)

In Choczewo, rund 80 Kilometer nordwestlich von Danzig, entsteht mit dem „Baltic Data Center Campus“ ein Rechenzentrumsprojekt mit einer Gesamtanschlussleistung von bis zu 3,2 Gigawatt (GW). Aufgeteilt ist das Projekt in vier Bauabschnitte mit je 800 Megawatt (MW).

Energie-Anbindung

Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe zur Umspanninfrastruktur in Choczewo, die auch Offshore-Windparks anbinden soll. Außerdem entsteht in der Region ein Kernkraftwerk.

WBS Power hat bereits Netzanschlussbedingungen gesichert. Die Energieversorgung soll zu rund 40 Prozent über Power Purchase Agreements (PPA, langfristige Stromabnahmeverträge mit erneuerbaren Erzeugern) erfolgen.

Der erste Abschnitt umfasst acht Gebäude mit jeweils rund einem Hektar Fläche. Für diese anfängliche Ausbaustufe kalkuliert der Entwickler WBS Power Investitionen von rund 8 bis 10 Milliarden Dollar. Die Inbetriebnahme soll laut Entwickler zwischen 2028 und 2029 erfolgen.

Projektstatus

Das Vorhaben befindet sich noch in einer frühen Phase. Noch ausstehend sind die Anpassung des lokalen Bebauungsplans, die Umweltgenehmigung sowie die Suche nach einem Technologiepartner für IT-Infrastruktur und Betrieb.

Auch Transformatoren mit langen Lieferzeiten müssen noch beschafft werden. Technische Grundsatzentscheidungen zur Notstromversorgung und Kühlung stehen ebenfalls aus. Diskutiert wird ein geschlossenes Kühlsystem, um Wasserentnahmen aus der Umgebung zu vermeiden.

WBS Power entwickelt parallel das „Projekt Jupiter“ in Brandenburg: ein Standort mit einem Batterie-Energiespeichersystem mit 500 Megawatt, Photovoltaik und einem geplanten Hyperscale-Rechenzentrum mit bis zu 500 Megawatt. Direkter Netzanschluss und lokale Energie-Erzeugung bilden dort die Grundlage für den Betrieb.

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