Für Neuinstallationen und Nachrüstung Stulz entwickelt Wärmerückgewinnungssystem für Rechenzentren

Quelle: Pressemitteilung Stulz 3 min Lesedauer

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Stulz, der Spezialist für Klimatisierungsprodukten mit Sitz in Hamburg, arbeitet an einem patentierten Konzept für die Realisierung von Wärmerückgewinnungsanlagen, die in Rechenzentren zum Einsatz kommen.

Noch liefert Stulz nicht alle Details: Das Wärmerückgewinnungssystem auf der Basis einer Wäremepumpe soll erstmals im April ausgeliefert werden.(Bild:  Stulz)
Noch liefert Stulz nicht alle Details: Das Wärmerückgewinnungssystem auf der Basis einer Wäremepumpe soll erstmals im April ausgeliefert werden.
(Bild: Stulz)

Das System ermöglicht eine Wärmerückgewinnung für wassergekühlte Klimageräte mit oder ohne indirekte Freikühlung und ist damit laut Hersteller sowohl für Neuinstallationen als auch für die Nachrüstung geeignet. Basis ist eine energiesparende Wärmepumpe, die Wasseraustrittstemperaturen von bis zu 65 Grad für die Kopplung mit einem Wärmenetz ermöglicht.

Laut einer Studie des Umweltbundesamtes für das Jahr 2020 hat der Energiebedarf deutscher Rechenzentren bei rund 16 Milliarden Kilowattstunden (kWh) gelegen. Durch den Einsatz von Wärmerückgewinnungsanlagen ließe sich ein erheblicher Teil der Energie einsparen, die ansonsten von herkömmlichen Heizsystemen aufgebracht werden müsste, so führende Experten.

Darüber hinaus wird aktuell ein neuer Entwurf des deutschen Energie-Effizienzgesetzes diskutiert, der Rechenzentrumsbetreiber in Zukunft verpflichten könnte, einen prozentualen Anteil ihrer Abwärme zu nutzen.

Das neue Wärmerückgewinnungssystem von Stulz eignet sich für wassergekühlte Klimageräte mit oder ohne indirekte Freikühlung. Es wird mit dem Kältemittel R513A angeboten, das einen mittleren GWP-Wert (GWP = Global Warming Potential) aufweist, und ist, so Stulz, sowohl für Neuinstallationen als auch für die Nachrüstung geeignet.

Über ein neu entwickeltes intelligentes Regelungs- und Hydraulikkonzept unterstützt das System, neben dem herkömmlichen Kompressor- und Freikühlbetrieb, auch einen Wärmepumpenbetrieb. Es ist in der Lage, bei reduzierter Last eine konstante Wasseraustrittstemperatur von bis zu 65 Grad Celsius sicherzustellen und ermöglicht so eine zuverlässige Kopplung an ein Wärmenetz.

Die Integration erfolgt auf der Wasseraustrittsseite und außerhalb des Klimasystems, so dass eine hohe Flexibilität hinsichtlich unterschiedlichster Einbauszenarien gegeben ist. Das Wärmerückgewinnungssystem von Stulz befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Erste Auslieferungen sind ab April 2023 geplant.

Über Stulz

Stulz hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1947 zu einem der weltweit tätigen Anbieter für Energie-effiziente Temperatur- und Feuchte-Mmanagement-Technik entwickelt. Mit der Herstellung von Präzisionsklimageräten, Air Handling Units und Kaltwassersätzen, dem Vertrieb von Klima- und Befeuchtungssystemen sowie dem Service und Technischen Gebäude-Management erzielte der Geschäftsbereich Klimatechnik der Stulz-Gruppe im Jahr 2021 einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro.

Seit 1974 hat die Gruppe ihr Klimageschäft international kontinuierlich weiter ausgebaut und sich auf die Klimatisierung von Rechenzentren und Telekommunikationsanlagen spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt 3.100 Mitarbeitende an elf Produktionsstandorten und 23 Vertriebsgesellschaften in Amerika, Afrika, Asien, Europa und Ozeanien. Darüber hinaus kooperiert das Unternehmen mit Vertriebs- und Servicepartnern in über 150 Ländern.

Die Stulz-Gruppe beschäftigt weltweit rund 7.300 Mitarbeitende. Der aktuelle Jahresumsatz liegt bei 1.300 Millionen Euro.

Impuls für eine flächendeckende Abwärmenutzung

Mirko Hoffmann, Vertriebsleiter bei der Stulz GmbH, zeigt sich überzeugt: „Die Verfügbarkeit einer einfach integrierbaren Lösung zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum ist ein ähnlicher Durchbruch in Sachen Nachhaltigkeit wie die Entwicklung der freien Kühlung.“ Er setzt hinzu: „Eine flächendeckende Wärmerückgewinnung, wie sie aktuelle Gesetzesentwürfe vorsehen, ist dabei nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine immense Chance - sowohl unter Kostengesichtspunkten als auch im Rahmen einer Net-Zero-Strategie.“

Un bezogen auf das angekündigte Produkt ergänzt er: „Mit unserem Wärmerückgewinnungssystem werden wir kosteneffiziente Lösungen auch dort ermöglichen, wo eine Integration heute noch schwierig ist. Damit schaffen wir ganz neue Grundlagen für erhebliche finanzielle Einsparungen und Klimaneutralität im Rechenzentrum.“

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