Kommunale Digitalinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern Rostock startet Bau des städtischen Rechenzentrums

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Rostock investiert sechs Millionen Euro in ein eigenes Rechenzentrum. Ein 300-KW-Projekt für digitale Souveränität, regionale Wertschöpfung und eine moderne Verwaltungs-IT.

So soll kommunale Rechenzentrum aussehen. Ziel ist es, die digitale Unabhängigkeit und Datensicherheit der Stadt zu stärken.(Bild:  DC-Datacenter-Group)
So soll kommunale Rechenzentrum aussehen. Ziel ist es, die digitale Unabhängigkeit und Datensicherheit der Stadt zu stärken.
(Bild: DC-Datacenter-Group)

In Rostock-Toitenwinkel hat der Bau des neuen städtischen Rechenzentrums begonnen. Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger und Digitalisierungssenator Dr. Chris von Wrycz Rekowski gaben gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft den Startschuss.

Finanzierung, Zeitplan und Zuständigkeiten

Der Neubau entsteht für rund sechs Millionen Euro aus Eigenmitteln der Hanse- und Universitätsstadt. PBIT Systeme und die DC-Datacenter-Group realisieren das Gebäude, dessen Rohbau bereits im ersten Quartal 2026 stehen soll. Die Gesamtfertigstellung ist für September 2026 vorgesehen. Ab Herbst 2026 beginnt die Migration der kommunalen IT-Systeme. Eigentümerin bleibt die Stadt, den operativen Betrieb übernimmt die Deutsche Telekom.

Die technischen Einzelheiten im Überblick

Im Endausbau soll die Leistung nach Angaben der DC-Datacenter-Group 300 Kilowatt betragen. Auf einer Gebäudefläche von rund 25 mal 18 Metern sind zwei Serverräume mit jeweils 45 Quadratmetern vorgesehen. Geplant sind zudem eine redundante Stromversorgung der IT sowie eine redundante Kälteversorgung mit umweltfreundlichem Kältemittel auf Propanbasis.

Sicher, ausfallsicher, datensouverän

Das Rechenzentrum soll die IT-Infrastruktur der Stadtverwaltung und kommunaler Einrichtungen modernisieren und eine langfristige Datensouveränität gewährleisten. Die Architektur orientiert sich an den Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und an europäischen Datenschutzstandards. Die lokale Anbindung reduziert Latenzen, erhöht die Verfügbarkeit und stärkt die Kontrolle über kritische Verwaltungsdaten.

Der Bau ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Vorgesehen sind eine großflächige Photovoltaikanlage und die Nutzung von Abwärme. Zugleich soll das Projekt regionale Unternehmen einbinden und Mecklenburg-Vorpommern als digitalen Standort stärken.

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