Bis zu einem Megawatt Einjähriges: Das Stulz-Testzentrum für Datacenter-Klimatisierung

Quelle: Pressemitteilung Stulz

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Das „Jürgen-Stulz-Testcenter“ im spanischen Esquivias bietet auf einer Fläche von 1.110 Quadratmeter Testkapazitäten von bis zu 1 Megawatt Leistung und gehört damit zu den leistungsfähigsten Testeinrichtungen für Datacenter-Kühlsysteme in Europa.

Das Testzentrum von Stulz in Esquivias erlaubt Testszenarien mit bis zu 1 MW. (Bild:  Antonio Gallardo)
Das Testzentrum von Stulz in Esquivias erlaubt Testszenarien mit bis zu 1 MW.
(Bild: Antonio Gallardo)

Mit dem Jürgen-Stulz-Testcenter entstand im Mai 2021 eine der fortschrittlichsten Klimatechnik-Testeinrichtungen Europas. Es dient der Stulz-Gruppe für Werksabnahmeprüfungen von technischen Klimasystemen. Es ermöglicht Testungen von fast 1 Megawatt (MW) Kühlleistung und Werksabnahmen für Luftbehandlungsgeräte mit einem Luftvolumenstrom von bis zu 240.000 Kubikmeter pro Stunde.

Anders als in herkömmlichen Prüflaboren können im Jürgen-Stulz-Testcenter verschiedene Konfigurationen und Geräte mit unterschiedlichen Abmessungen getestet werden. Diese Flexibilität macht die variable Anpassung von Luftströmen und Bypässen möglich, um Geräte genau nach den vom Kunden gewünschten technischen Spezifikationen zu prüfen. Internationale Kunden können den Prüfablauf dank Live-Streaming-System auch in Echtzeit von jedem beliebigen Ort der Welt aus nachverfolgen, ohne jeweils physisch an der Prüfung teilnehmen zu müssen.

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Derzeit werden in Spanien hauptsächlich die am Produktionsstandort hergestellten RLT-Geräte (RLT = Raumlufttechnik) der Stulz-Tochter Tecnivel getestet. Im Fokus steht dabei, neben der Bewertung von Luftströmen und Kühlleistung, auch die Bestimmung des pPUE-Werts (partial Power Usage Efficiency) der Geräte. Dazu wird im Neubau die außenluftseitige sowie IT-raumseitige Wärmelast in drei Gebäudeteilen simuliert: dem Außenluftsimulationsgebäude, dem Prüfstand und der Rechenzentrumssimulation.

Das steht auf dem Prüfplan

Im Außenluftsimulationsgebäude werden die Zufuhrbedingungen der Außenluft, also die externen Klimabedingungen der jeweiligen Umgebung wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, nachgeahmt. Zu diesem Zweck verfügt das Gebäude über ein mit Stulz-eigenen CRACs (CRAC = Computer Room Air Conditioning) ausgestattetes Wärmerückgewinnungssystem. Dies ermöglicht nicht nur eine präzise Abbildung von Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit, sondern dient auch dem nachhaltigen Betrieb der Testcenter-Installation. Die zu prüfenden Geräte selbst werden im Prüfstand beherbergt und verbinden das Außensimulationsgebäude mit der Rechenzentrumssimulation.

Neben der regelmäßigen Durchführung von kundenspezifischen Factory Acceptance Tests (FAT) wird das Jürgen-Stulz-Testcenter auch im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten eingesetzt. Dadurch soll nicht nur die Zuverlässigkeit und Qualität der Stulz-Klimasysteme garantiert werden, sondern auch die kontinuierliche Optimierung von Energie-Effizienz, Nachhaltigkeit und Rentabilität.

Welche enorme Wichtigkeit herstellerseitige Testkapazitäten heute im Datacenter-Projektgeschäft darstellen, erläutert Ton Fens, Director Business Unit Air Handlers bei Stulz: „In Zeiten immer häufiger werdender Extremwetterereignisse, wie ausgedehnte Hitzeperioden sowie den steigenden Einfluss von ESG-Gesichtspunkten bei Rechenzentrumsinvestitionen, gewinnt das Testing eine ganz neue Bedeutung.“

Kunden brauchten die Sicherheit, dass die von ihnen bestellte Leistung nicht nur auf dem Papier besteht, sondern auch in Hochlastzeiten jederzeit abrufbar ist. Das gleiche gelte für die Energie-Effizienz. „Mit Testkapazitäten von bis zu 1 MW können wir auch bei Großprojekten verlässliche Aussagen über die Leistungsfähigkeit unserer Anlagen machen.“

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