19.06.2025
Modernisierung im Rechenzentrum II
Die Entscheidung steht: Das Rechenzentrum soll modernisiert werden. Doch dafür braucht es die richtige Strategie – und eine gute Beratung.
Modernisierung im Rechenzentrum – Teil 2
Nachhaltiger, wettbewerbsfähiger, zukunftssicherer – Viele Gründe sprechen für die Modernisierung nicht mehr zeitgemäßer Rechenzentren. Aus Lust und Laune sollten sie aber natürlich nicht modernisiert werden. Unternehmen müssen sich im Vorfeld fragen, ob eine Modernisierung wirklich erforderlich ist und vor allem, was damit erreicht werden soll. Kurzum: Es braucht eine klare Strategie – von der Konzeption bis hin zur Umsetzung. Vielen Unternehmen fehlt es dafür aber an personellen und fachlichen Ressourcen. Um kostspielige Irrwege zu vermeiden, kann es sich daher lohnen, externe Unterstützung heranzuziehen und mit einem professionellen Consultant zusammenzuarbeiten. Wie diese Zusammenarbeit im Idealfall aussehen sollte, was eine professionelle Beratung ausmacht und wie Unternehmen den passenden Partner finden, beleuchten wir in diesem Artikel.
Reden ist Silber, Zuhören ist Gold
Es mag banal erscheinen, ist aber entscheidend: Eine gute Beratung nimmt ihren Anfang nicht in der Beratung, sondern im Zuhören. Welche Wünsche und Vorstellungen hat der Kunde und wie sieht die Zielsetzung aus? Erst dann sollte der Consultant aktiv werden, Pläne beurteilen, Eckdaten mit dem Kunden erörtern, gemeinsam die strategischen Grundpfeiler definieren und eine reelle Kosteneinschätzung erstellen. Eine professionelle Beratung beschränkt sich zudem nicht auf die Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung des Unternehmens. Zu den Aufgaben eines Consultants sollte auch zählen, das Management frühzeitig in den Gesamtprozess miteinzubeziehen und die geplanten Maßnahmen auf den Punkt zu erklären. Denn viele Modernisierungsprojekt scheitern schlicht und einfach an der fehlenden Kommunikation von Management und IT-Abteilung.
Risiko- und Standortanalyse
Stehen die strategischen Grundüberlegungen, sollte eine Risikoanalyse folgen. In diesem Schritt werden die Unternehmensprozesse aus der Vogelperspektive betrachtet und beurteilt. Genauer: Es wird geprüft, welche Anwendungen mit welcher Verfügbarkeit betrieben werden müssen, um die angestrebte Verfügbarkeits- und Schutzklasse zu erreichen. Im Anschluss wird eine Standortanalyse durchgeführt. In aller Regel handelt es sich dabei um mehrere Standorte, die untersucht und analysiert werden. Eine wichtige Überlegung betrifft daher die Frage, wie die verschiedenen Lokationen zu einem redundanten, ausfallsicheren Cluster verbunden werden können. Dabei sollten insbesondere die Möglichkeiten einer Private-Business-Cloud in Betracht gezogen werden. Bei diesem Ansatz werden vor allem zeit- und unternehmenskritische Anwendungen mit der eigenen IT-Infrastruktur betrieben. Weniger kritische Anwendungen oder der dafür notwendige Speicherplatz werden hingegen bei einem externen Anbieter gehostet.
Im Rahmen der Standortanalyse sollte zudem geprüft werden, welche Gewerke und Technologien im Zuge einer Modernisierung übernommen werden können. Wurde beispielweise vor zwei Jahren eine moderne aber überdimensionierte USV installiert, sollte diese nicht einfach ersetzt werden – nur weil sie einen schlechten Wirkungsgrad hat. Vielmehr ist es die Aufgabe des Consultants, die USV so in das Gesamtkonzept zu integrieren, dass sie weiterhin genutzt werden kann und einen besseren Wirkungsgrad erzielt. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind solche Überlegungen von höchster Relevanz!
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Einladung zum IT- und Strategiekongress: netforum 2025
Zukunftsthemen wie die Blockchain oder die Quantentechnologie stehen auch auf dem netforum 2025 im Fokus. Die Veranstaltung im Festspielhaus Bregenz (10. und 11. September) beleuchtet aktuelle Strategie- und Business-Themen sowie neueste Trends, Technologien und Applikationen rund um die Digitalisierung.
Das Themenspektrum der diesjährigen Veranstaltung erstreckt sich von intelligenten IT-Infrastrukturen, Netzwerktechnik und Cybersecurity über Smart Energy und digitale Souveränität bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Quantentechnologie.
Wie kaum eine andere Veranstaltung setzt das netforum technologische, wirtschaftliche und politische Fragestellungen in einen strategischen Gesamtkontext – ein Ansatz, der durch Beiträge von Karl-Theodor zu Guttenberg (Verteidigungs- & Wirtschaftsminister a.D.), Anna Kopp (IT Director Microsoft Deutschland), Christof Wittwer (Fraunhofer ISE), Staffan Reveman (Energy Consultant), Alexander Rabe (eco Verband) und vielen weiteren Experten untermauert wird.
Alle Informationen rund um das Event, das Programm und die Tickets stehen auf der Webseite bereit.
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Den Fokus weiten – das operative Konzept
Doch nicht nur technische, auch operative Aspekte sind im Vorfeld zu klären. Wie soll das Rechenzentrum zum Beispiel verwaltet und überwacht werden? Und was ist mit den Themen Betriebssicherheit, Cybersecurity und Datensicherheit? Erst wenn auch diese Fragen beantwortet sind, haben Unternehmen ein präzises Bild von der Gesamtkonzeption, dem geplanten Investitionsvolumen und den laufenden Kosten – und erst dann kann die eigentliche Modernisierung beginnen.
Den richtigen Partner finden
Bleibt nur noch eine Frage offen: Wie finde ich überhaupt die passende Beratung? Ein erster Anhaltspunkt ist die Erfahrung. Suchen Sie nach einem Consultant, der Referenzprojekte in Ihrer Größenordnung vorweisen kann. Ein mittelständisches Unternehmen benötig vermutlich eine für den Mittelstand maßgeschneiderte Lösung. Bei einem Großrechenzentrum sollte wiederum ein Anbieter gesucht werden, der auch im Hoch- und Tiefbau Kompetenzen vorweisen kann. Und scheuen Sie sich nicht, mit Kunden eines Consultingunternehmens in Kontakt zu treten und deren Meinung einzuholen. Vorsicht ist angeraten, wenn der Berater beim ersten Gespräch direkt in den „Verkaufsmodus“ schaltet und Ihnen hübsche Charts mit exponentiellen Wachstumskurven zeigt, letztendlich aber nur ein überdimensioniertes Rechenzentrum verkaufen will. Die IT lässt sich heutzutage sehr stark komprimieren und konsolidieren. Viel hilft viel, trifft eben nur selten zu.
Die dtm group
Die dtm group ist die Manufaktur der Moderne auf dem Gebiet der Informationstechnologie. Die Stärke des Unternehmens ist die Verknüpfung von handwerklicher Perfektion mit neuester Technologie. Durch Forschung und Entwicklung am Standort Meckenbeuren kreiert die dtm group Technologietrends im Bereich Rechenzentren und IT-Verkabelung. Aufgrund der unterschiedlichen Kernkompetenzen in der Unternehmensgruppe ist es möglich, eine komplette IT für Unternehmen umzusetzen und Kunden von der Planung bis hin zum After-Sales-Service aus einer Hand zu betreuen. Um dies zu realisieren beschäftigt die dtm group Mitarbeiter mit einem hohen Spezialisierungsgrad, z.B. Ingenieure, Architekten, Softwareentwickler, Projektleiter, Techniker, Bauleiter, Monteure und Auszubildende in technischen, betriebswirtschaftlichen und gestalterischen Berufszweigen.
Mit über 50 Jahren Erfahrung betreut die dtm group Geschäftskunden weltweit. Der Grundstein des Erfolgs wurde von Hans Moll gelegt. Er gründete das Unternehmen als Fachbetrieb für die Planung & Installation von Sicherheits- und Elektroanlagen im Jahre 1968. Heute hat sich die dtm group zu einem aufstrebenden Unternehmen für Kommunikationsverkabelung und Netzwerklösungen weiterentwickelt und wird in zweiter Generation fortgeführt.