12.06.2025
Modernisierung im Rechenzentrum
So manch ein Rechenzentrum ist in die Jahre gekommen und nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik. Welche Potenziale eine Modernisierung bieten kann und welche Möglichkeiten dezentrale Cloud-Konzepte eröffnen, zeigt dieser Beitrag.
Modernisierung im Rechenzentrum – Teil 1
In den vergangenen Jahrzehnten wurden Rechenzentren notgedrungen immer weiter in die Fläche gebaut. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei, denn heute haben Unternehmen völlig neue Möglichkeiten an der Hand. Technologische Entwicklungen auf der Hard- und Softwareebene – zum Beispiel Hochleistungs-Server oder virtuelle Geräte – haben dazu geführt, dass enorme Rechenleistung auf kleinstem Raum untergebracht werden kann. Dadurch lassen sich Rechenzentren im Zuge einer Modernisierung sehr stark konsolidieren und zugleich extrem performant strukturieren. Zudem kann es sich in diesem Zusammenhang lohnen, über Private-Business-Cloud-Konzepte nachzudenken.
Eine kosteneffiziente und flexible Alternative: die Private Business Cloud
Bei diesem Ansatz werden nur noch bestimmte, vor allem zeit- und unternehmenskritische Anwendungen mit der eigenen IT-Infrastruktur betrieben. Weniger kritische Anwendungen oder der dafür notwendige Speicherplatz werden hingegen bei einem externen Anbieter gehostet. Solche Konzepte bieten verschiedene Vorteile. Zunächst können Unternehmen ihre eigene IT entlasten und fehlende Ressourcen kosteneffizient durch die Private Business Cloud ausgleichen. Gleichzeitig bekommen Unternehmen die Möglichkeit, schnell und flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren, da die Rechenleistung beliebig skaliert werden kann. Dabei fallen weder Investitionen in Soft- und Hardware noch in den Bau und Unterhalt eines Rechenzentrums an. Zudem bieten Private Business Clouds hohe physikalische Sicherheit und Kostentransparenz. Denn bezahlt wird lediglich die tatsächlich genutzte Leistung.
Entscheiden sich Unternehmen für den Gang in die Private Business Cloud, ist es wichtig auf einen vertrauensvollen Anbieter zurückzugreifen. Kriterien wie DSGVO-Konformität, Geo-Redundanz und hohe Verfügbarkeit sollten unbedingt sichergestellt sein. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Rechenzentren des Anbieters von einem unabhängigen Dienstleister zertifiziert sind, zum Beispiel von der TÜV Informationstechnik GmbH.
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Einladung zum IT- und Strategiekongress: netforum 2025
Zukunftsthemen wie die Blockchain oder die Quantentechnologie stehen auch auf dem netforum 2025 im Fokus. Die Veranstaltung im Festspielhaus Bregenz (10. und 11. September) beleuchtet aktuelle Strategie- und Business-Themen sowie neueste Trends, Technologien und Applikationen rund um die Digitalisierung.
Das Themenspektrum der diesjährigen Veranstaltung erstreckt sich von intelligenten IT-Infrastrukturen, Netzwerktechnik und Cybersecurity über Smart Energy und digitale Souveränität bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Quantentechnologie.
Wie kaum eine andere Veranstaltung setzt das netforum technologische, wirtschaftliche und politische Fragestellungen in einen strategischen Gesamtkontext – ein Ansatz, der durch Beiträge von Karl-Theodor zu Guttenberg (Verteidigungs- & Wirtschaftsminister a.D.), Anna Kopp (IT Director Microsoft Deutschland), Christof Wittwer (Fraunhofer ISE), Staffan Reveman (Energy Consultant), Alexander Rabe (eco Verband) und vielen weiteren Experten untermauert wird.
Alle Informationen rund um das Event, das Programm und die Tickets stehen auf der Webseite bereit.
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Nachhaltigkeit und Energieeffizienz – Gut für Image und Geldbeutel
Ein wichtiger Aspekt jedweder Modernisierungsmaßnahmen ist das Thema Nachhaltigkeit – nicht nur aus Imagegründen. Denn je höher die Energieeffizienz, desto geringer der Stromverbrauch und damit auch die Stromkosten. Wertvolle Einblicke in die Energieeffizienz liefern Indikatoren wie die Power Usage Effectiveness (PUE). Der PUE-Wert setzt den Gesamtverbrauch eines Rechenzentrums ins Verhältnis mit dem Energieverbrauch der IT-Infrastruktur. Dabei gilt: Je näher der Wert bei 1 liegt, umso effizienter ist der Energieeinsatz. High-Performance-Rechenzentren erreichen heutzutage extreme Werte von 1,03. Allgemeiner Standard ist jedoch ein Wert von 1,3.
Liegt der PUE-Wert über 1,3, kann sich eine Modernisierung rasch bezahlt machen, denn selbst mit einfachen Maßnahmen lässt sich dieser Wert problemlos erreichen – und der Energieverbrauch ist deutlich reduziert. Um den steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden, sollte bei einer Modernisierung aber besser ein Wert von 1,1 oder 1,2 angestrebt werden.
Internationale Standards dank neuer Norm
Eine große Rolle spielt darüber hinaus die fortschreitende Normierung, allen voran die Einführung der ISO/IEC 22237. Die Norm folgt auf die europäische EN 50600 und definiert international gültige Standards für Planung, Bau und Betrieb von Rechenzentren. Mit einer Modernisierung nach ISO/IEC 22237 können sich Unternehmen auf dem Markt profilieren und als Qualitätsanbieter positionieren – auch gegenüber internationalen Kunden und Investoren. Gleichzeitig ist mit einer entsprechenden Modernisierung sichergestellt, dass das Rechenzentrum die hohen Anforderungen der Norm – etwa an die Verfügbarkeits- und Schutzklassen oder die Energieeffizienz – erfüllt. Unternehmen erhalten damit Planungs-, Rechts- und Zukunftssicherheit.
Fazit und Ausblick
Eine Modernisierung kann sich schnell bezahlt machen. Ein Rechenzentrum sollte aber nicht aus Lust und Laune modernisiert werden. Welche Fragen im Vorfeld unbedingt geklärt werden müssen, wo die Modernisierung ihren Anfang nimmt und welche Stolpersteine es zu umschiffen gilt, berichten wir in Teil zwei unserer Serie.
Die dtm group
Die dtm group ist die Manufaktur der Moderne auf dem Gebiet der Informationstechnologie. Die Stärke des Unternehmens ist die Verknüpfung von handwerklicher Perfektion mit neuester Technologie. Durch Forschung und Entwicklung am Standort Meckenbeuren kreiert die dtm group Technologietrends im Bereich Rechenzentren und IT-Verkabelung. Aufgrund der unterschiedlichen Kernkompetenzen in der Unternehmensgruppe ist es möglich, eine komplette IT für Unternehmen umzusetzen und Kunden von der Planung bis hin zum After-Sales-Service aus einer Hand zu betreuen. Um dies zu realisieren beschäftigt die dtm group Mitarbeiter mit einem hohen Spezialisierungsgrad, z.B. Ingenieure, Architekten, Softwareentwickler, Projektleiter, Techniker, Bauleiter, Monteure und Auszubildende in technischen, betriebswirtschaftlichen und gestalterischen Berufszweigen.
Mit über 50 Jahren Erfahrung betreut die dtm group Geschäftskunden weltweit. Der Grundstein des Erfolgs wurde von Hans Moll gelegt. Er gründete das Unternehmen als Fachbetrieb für die Planung & Installation von Sicherheits- und Elektroanlagen im Jahre 1968. Heute hat sich die dtm group zu einem aufstrebenden Unternehmen für Kommunikationsverkabelung und Netzwerklösungen weiterentwickelt und wird in zweiter Generation fortgeführt.