Vom Hafen der Geschichte zum Hub der Zukunft Digital Realty eröffnet erstes Rechenzentrum auf Kreta

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Das neue Datacenter „HER1“ in Heraklion steht im Zeichen eines Expansionskurses im Mittelmeerraum. Digital Realty betreibt in Athen, Marseille und Zagreb Rechenzentren. Aktuell baut der Anbieter in Barcelona und Tel Aviv.

Der alte venezianische Hafen von Heraklion: Ein symbolträchtiger Ort für die Geschichte Kretas. Nun will Digital Realty mit dem Datacenter „HER1“ ein Zeichen des digitalen Zeitalters setzen.(Bild:  Flickr / Warren LeMay)
Der alte venezianische Hafen von Heraklion: Ein symbolträchtiger Ort für die Geschichte Kretas. Nun will Digital Realty mit dem Datacenter „HER1“ ein Zeichen des digitalen Zeitalters setzen.
(Bild: Flickr / Warren LeMay)

„HER1“ ist der Name des neuen Digital Realty-Standorts auf der griechischen Insel Kreta. Das modulare Rechenzentrum bei Heraklion stellt in der ersten Ausbaustufe 1 Megawatt (MW) IT-Kapazität bereit und lässt sich künftig auf bis zu 5 MW erweitern. Die beiden Data Halls sowie die zugehörigen Energie- und Kühleinheiten wurden als vorgefertigte Module von Schneider Electric geliefert.

Das Digital Realty-Rechenzentrum wurde in modularer Bauweise errichtet, um kurze Realisierungszeiten bei einer hohen technischen Standardisierung zu ermöglichen. HER1 besteht aus zwei 500-kW-Modulen (Kilowatt), zwei Power-Modulen mit Mittelspannungs-, USV- und Kühlsystemen (USV ist die Kurzform für Unterbrechungsfreie Stromversorgung) und separaten Bereichen für Docking, Lagerung und Kundenzugänge. Die IT-Fläche beträgt 537 Quadratmeter. HER1 bietet Private Cages, Shared Cages sowie klassische Cabinet-Flächen.

Im Fokus: Nachhaltigkeit und Redundanz

HER1 wird zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Das Kühlsystem basiert auf einem Hot-Aisle-Containment-Design mit N+1-Redundanz. Die Stromversorgung ist 2N-redundant ausgelegt, mit einer Anschlussleistung von bis zu 10 Megavoltampere (MVA) auf der Mittelspannungsebene. Das ist ausreichend für den geplanten IT-Last-Ausbau auf 5 MW.

Die modulare Architektur soll zudem eine hohe Energieeffizienz und gute Skalierbarkeit ermöglichen. Ziel ist eine durchgehend optimierte PUE (Power Usage Effectiveness) und schnelle Umsetzung.

Zwischen den Kontinenten im Mittelmeerraum

Die strategische Lage von Kreta als Seekabel-Knotenpunkt rückt HER1 in eine geopolitisch relevante Position. Sieben aktive Unterseekabel und mehr als zehn geplante Systeme verbinden die Insel mit Osteuropa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Über „ServiceFabric“ ist der neue Standort zudem direkt an internationale Cloud-Plattformen und Internetknoten angebunden.

Mit dem Standort Heraklion ergänzt Digital Realty seine bestehende Präsenz in Athen, Marseille und Zagreb. HER1 ist Teil der Strategie, den Mittelmeerraum als Konnektivitäts-Hub auszubauen. Weitere Rechenzentren sind unter anderem in Barcelona und Tel Aviv geplant.

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