Zukunftssichere Kühlung im Rechenzentrum Die revidierte EU-F-Gase-Verordnung bringt den Umweltschutz voran

Quelle: Pressemitteilung Martin Weber* 3 min Lesedauer

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Mit dem Inkrafttreten der überarbeiteten 'EU F-Gase-Verordnung' am 11. März wurden nicht nur neue Maßstäbe für die Kältetechnik gesetzt, sondern damit auch ein entscheidender Schritt hin zu einer nachhaltigeren Infrastruktur für Rechenzentren gemacht.

Nicht jedes Gas schon die Umwelt; doch gibt es auch Kältemittel, die die F-Gase in der Dazacenter-Kühlung ersetzen können. (Bild:  Scanrail - stock.adobe.com)
Nicht jedes Gas schon die Umwelt; doch gibt es auch Kältemittel, die die F-Gase in der Dazacenter-Kühlung ersetzen können.
(Bild: Scanrail - stock.adobe.com)

Diese Verordnung zielt darauf ab, den Einsatz von extrem klimaschädlichen fluorierten Gasen in der EU bis 2030 drastisch auf etwa 5 Prozent - gemessen am CO2-Äquivalent und zum Vergleichsjahr 2015 - zu reduzieren und bis 2050 komplett zu verbieten. Obwohl diese Regelung zweifellos die Türen für innovative Technologien öffnet, stellt sie die Hersteller und Betreiber von Kälte-Anlagen vor erhebliche technische und wirtschaftliche Herausforderungen.

Die Verordnung, die eine erhebliche Verschärfung der bisherigen Bestimmungen darstellt, verpflichtet die Branche, ihr bisheriges Vorgehen grundlegend zu überdenken. Von nun an wird der Einsatz von Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial rigoros beschränkt.

Dies erfordert nicht nur erhebliche Investitionen in neue Technologien, sondern auch eine strategische Neuausrichtung der gesamten Branche. Der notwendige Umstieg auf natürliche Kältemittel, wie Propan, CO2 oder Ammoniak, ist ein lohnenswerter, aber auch komplexer Prozess, der sowohl technisches Know-how als auch finanzielle Ressourcen beansprucht.

Nicht nur eine Regel

Als Energieeffizienz- und Nachhaltigkeits-Berater für Rechenzentren sehe ich in der Verordnung nicht nur eine regulatorische Notwendigkeit, sondern auch eine signifikante Chance, das Image der IT-Infrastruktur nachhaltig zu verbessern. Prior 1 hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und bereits ab Januar 2023 eine vollständige Umstellung auf natürliche Kältemittel vollzogen. Unsere Entscheidung, auf zum Beispiel auf Propan als Kältemittel umzusteigen, unterstreicht unser Engagement für den Klimaschutz und zeigt, dass wir die Herausforderungen des Marktes nicht nur annehmen, sondern auch als Chance zur Innovation begreifen.

Die langfristigen ökologischen und ökonomischen Vorteile dieser Umstellung sind überzeugend. Natürliche Kältemittel sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch kostengünstiger in der Beschaffung und im Betrieb. Dies ermöglicht es Rechenzentren, ihren CO2-Fußabdruck erheblich zu reduzieren, ohne die Betriebssicherheit zu gefährden. Trotz der Herausforderungen, die mit der technischen Anpassung der bestehenden Anlagen verbunden sind, stehen die Investitionen in eine grüne Zukunft in keinem Vergleich zu den drohenden ökologischen und gesellschaftlichen Kosten, die ein Festhalten an veralteten Technologien mit sich bringen würde.

Die F-Gase-Verordnung ist mehr als nur eine Reihe von Vorschriften – sie ist ein Aufruf zur Innovation und ein klarer Wegweiser für die Zukunft der Kältetechnik. Es ist an der Zeit, dass die Industrie diese Herausforderung annimmt und die Entwicklung hin zu nachhaltigeren und effizienteren Lösungen beschleunigt. Prior1 ist stolz darauf, in dieser Bewegung eine führende Rolle einzunehmen und setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Kältetechnik nicht nur effizient, sondern auch umweltverträglich ist.

Die nachhaltige Transformation der Kältetechnik: Ein Imperativ, kein Luxus

So hat Prior1 etwa eine auf natürlichen Kältemitteln basierende Kühllösung für das eigene Micro-Datacenter Produkt („IT-Safe“) entwickelt und ist damit auch derzeit der einzige Anbieter, der ein Micro-Datacenter mit natürlichem Kältemittel am Markt anbietet.

*Der Autor
Martin Weber ist Energie-Effizienzberater für Rechenzentren bei Prior 1. Er sagt: Letztlich ist die neue F-Gase-Verordnung ein entscheidender Schritt, um die Umweltbelastung durch die Kältetechnik zu reduzieren. Sie bietet Unternehmen langfristig ökonomisch und ökologisch nachhaltig zu wirtschaften. Diese Verordnung treibt die gesamte Branche voran und bildet das Fundament für eine umweltbewusstere Zukunft. Es ist eine Entwicklung, die wir nicht nur begrüßen, sondern aktiv mitgestalten wollen.

Bildquelle: Prior 1

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