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Unterbrechungen sind der Feind jeder Elektroinstallation – gesetzt den Fall, sie sind länger andauernd. Deshalb unterscheidet der IEEE-Standard hierbei zwischen verschiedenen Zeitperioden:
Instantaneous bezeichnet Unterbrechungen, die zwischen einem halben und 30 Zyklen der Wechselspannung liegen. So kurze Unterbrechungen werden normalerweise von Netzteilen überbrückt. Momentary, 30 Zyklen bis zu zwei Sekunden, stellt die Technik schon auf eine härtere Probe. Temporary Interruptions können bis zu zwei Minuten anhalten und alles darüber hinaus bezeichnet der Standard als Sustained, anhaltend.
Dauert eine Unterbrechung an, so kommt es ohne USV zum Totalausfall. Weitaus zerstörerischer sind allerdings die Spannungsspitzen, die beim Wiedereinschalten entstehen können: Jeder Elektromotor, von den kleinen Exemplaren in jeder Festplatte bis hin zum hausgroßen Industriemotor, verbraucht bis zu fünf mal so viel Strom beim Start als im regulären Betrieb. Besser, sie bleiben gar nicht erst stehen, denn sonst können Motoren im gesamten Stromnetz kurzfristige Unterversorgungen verursachen.
Gerade nichtlineare Lasten wie ein PC-Netzteil können bei solchen Versorgungsengpässen versagen. Wo Glühbirnen nur etwas dunkler leuchten, kann ein Netzteil leicht überhitzen bei dem Versuch, trotz mangelnder Eingangsspannung die erforderliche Ausgangsspannung bereitzustellen. Die IEEE legt die Dauer einer kurzen Unterversorgung (Senkung, englisch Sag) auf 0,5 Zyklen bis zu einer Minute fest. Darüber hinaus wird das Problem zur konstanten Unterversorgung (Undervoltage).
Dieser Zustand kann sogar für USVs gefährlich werden, wenn Akkus ständig gefordert werden. Dadurch nutzen sie sich viel schneller ab als bei normalem Gebrauch. Trotzdem gibt es auch hierfür laut APC passende Lösungen.
weiter mit: Was tun gegen Netzprobleme?
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