Hyper-V-Hochverfügbarkeit mit Windows Server 2016

Failover mit Hyper-V-Replica durchführen

| Autor: Thomas Joos

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Tom's Admin Blog (Bild: Tom Joos)

Der Vorteil von Hyper-V-Replica ist, dass Sie bei Ausfall eines Servers ein Failover durchführen können. Dazu klicken Sie den entsprechenden virtuellen Server den Sie repliziert haben im Hyper-V-Manager des Ziel-Servers an und wählen im Kontextmenü Replikation/Failover.

Sie können ein Failover auch mit der Quell-VM starten, zum Beispiel vor der geplanten Wartung eines Hosts. In diesem Fall wählen Sie aus dem Kontextmenü die Option Replikation\Geplantes Failover aus. Bei diesem Vorgang kann der Quell-Server alle Daten noch einmal zum Ziel-Server replizieren.

Zusätzlich können Sie auf dem Ziel-Server auch einen Testfailover durchführen. Dabei findet kein echter Failover statt, sondern der Assistent überprüft nur eine mögliche Übernahme der VM auf dem Ziel-Server.

Anschließend wählen Sie aus, zu welchem Wiederherstellungspunkt Sie den Failover durchführen wollen und können den Failover starten. Das geht aber nur, wenn der Quell-VM auch ausgeschaltet ist. Während des Failovers startet der Assistent den replizierten Server, der im Netzwerk dann zur Verfügung steht, genau wie die Quell-VM.

Auch, wenn Sie ein geplantes Failover durchführen, müssen Quell-VM und Ziel-VM ausgeschaltet sein. Der Vorteil bei einem geplanten Failover vom Quell-Hyper-V-Host aus ist, dass Hyper-V noch nicht replizierte Änderungen an den Zielserver senden kann, sodass dieser über den neusten Stand verfügt. Haben Sie ein geplantes Failover durchgeführt, ist der alte Quell-VM später die neue Ziel-VM, und die alte Ziel-VM die neue Quell-VM für die Replikation. Das heißt, Sie können diesen Vorgang auch wieder umkehren.