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Virtuelle Maschinen mit Windows Server und Linux Workshop: Virtualisieren mit dem Citrix XenServer 5.6, Teil 3

Redakteur: Ulrich Roderer

Der Workshop Xen Servers 5.6 von Citrix zeigt, wie ein Administrator die Virtualisierungslösung aufsetzt und in sein Netz einbindet. Teil 3 zeigt, wie sich virtuelle Maschinen mit einen Windows Server 2008 R2 und Debian Linux aufsetzen lassen.

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Virtualisieren mit dem kostenlosen XenServer 5.6
Virtualisieren mit dem kostenlosen XenServer 5.6
( Archiv: Vogel Business Media )

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass ein XenServer als reine Virtualisierungslösung für Windows aufgesetzt wird. Oft stellt sich später heraus, dass es doch sinnvoll wäre, das eine oder andere Linux-System auf dem gleichen Server mit einzuspielen.

In diesem Fall müssen die Administratoren die CD mit der Linux-Unterstützung nachinstallieren. Wir haben für unseren Workshop diesen Weg gewählt, da wir zeigen möchten, wie er abläuft. Alternativ lässt sich die Linux-Software gleich beim Setup mit einspielen, in diesem Fall ist das Vorgehen aber selbsterklärend.

Bildergalerie

Die Installation der Linux-Templates auf einem laufenden XenServer gestaltet sich vergleichsweise einfach: Legen Sie die frisch gebrannte CD mit den Linux-Komponenten in den Server ein und rufen Sie die lokale Kommandozeile auf. Binden Sie das CD-Laufwerk nun in das Dateisystem ein:

mount /dev/hda /mnt

Sollte Ihr CD-Laufwerk nicht das erste Gerät am ersten IDE-Controller sein, müssen Sie das Devicefile „/dev/hda“ entsprechend anpassen, beispielsweise „/dev/hdc“ für das erste Laufwerk am zweiten IDE-Controller oder „/dev/scd0“ für das erste SCSI-CD-Laufwerk. Wechseln Sie nun in das neu eingebundene Verzeichnis

cd /mnt

und rufen Sie die Installations-Routine auf:

./install.sh

Sobald das Setup durchgelaufen ist, verlassen Sie das /mnt-Verzeichnis wieder

cd ..

und entfernen die CD aus dem Dateisystem:

umount /mnt

Jetzt können Sie die CD aus dem Laufwerk nehmen und die Installation ist abgeschlossen.

Eine Linux-VM einrichten

Nach dem Einspielen der Linux-Software stehen Templates für die wichtigsten Linux-Distributionen im Assistenten zum Erzeugen neuer virtueller Maschinen zur Verfügung (Centos, Debian, Redhat, Suse, etc.). Die Installation läuft dann so ähnlich wie bei der Windows-VM ab, beispielsweise durch Angabe eines ISO-Images. Citrix stellt aber auch ein Demo-VM-Template bereit, das bereits Debian-Linux-4.0 enthält. Obwohl diese Debian-Version bereits etwas veraltet ist, wollen wir sie jetzt einmal als VM nutzen, um die weitere Arbeit mit Templates zu beleuchten.

Wählen Sie also wieder den „New VM“-Wizard und selektieren Sie als Template „Demo Linux VM“. Die Angabe des Installationsmediums entfällt in diesem Fall, da die Vorlage ja bereits Debian umfasst. Die restlichen Angaben zu CPU, Speicher und ähnlichem können Sie lassen wie sie sind. Wenn der Wizard die VM erstellt hat, ist es wieder möglich, über die Konsole auf die Maschine zuzugreifen und mit ihr zu arbeiten.

XenCenter in Fokus

Nehmen Sie sich nun noch die Zeit, sich den Leistungsumfang des Xen Centers genau anzusehen. Das Erklären aller Funktionen würde den Leistungsumfang dieses Workshops eindeutig sprengen, es lohnt sich aber, sich intensiv mit dem Werkzeug auseinander zu setzen. Hier einige Highlights: Die Arbeit läuft üblicherweise über die Auswahl eines Eintrags in der Baumstruktur. Anschließend zeigt das Werkzeug im Arbeitsbereich auf der rechten Seite diverse Konfigurationsoptionen, die übersichtlich auf mehrere Reiter verteilt wurden.

Damit lassen sich Übersichten zu Servern, VMs und ähnlichem mit den dazugehörigen Speicherkomponenten anzeigen, die Systemkonsolen aufrufen und Leistungsgrafiken darstellen. Es ist auch möglich, umfassende Log-Dateien einzusehen, Benutzer aus dem Active Directory in die Xen-Umgebung einzubinden und Snapshots der virtuellen Maschinen anzulegen. Diese Snapshots dienen nicht nur dazu, den Status einer VM zu speichern, sondern sie eignen sich auch, um neue VMs auf Basis des Snapshots anzulegen. Darüber hinaus können Sie die Snapshots auch als Templates speichern und als Backups exportieren. Last but not least haben Sie beim Konfigurationstool für die virtuellen Disks auch die Option, die Disk-Größen nachträglich anzupassen. Dazu müssen Sie nur die betroffene virtuelle Maschine herunterfahren.

Hier finden Sie: Workshop: Virtualisieren mit dem Citrix XenServer 5.6, Teil 1

Hier Finden Sie Workshop: Virtualisieren mit dem Citrix XenServer 5.6, Teil 2

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