Plattformwechsel bei Großrechner-Applikationen

Windows-, Unix- oder Linux statt Mainframe

| Autor / Redakteur: Wolfgang Drespling / Ulrike Ostler

Vermeidung von Risiken mit Mischformen

Aber nicht nur aus Kosten- und Budgetgründen macht es Sinn, über einen Plattformwechsel ausgewählter Anwendungen nachzudenken. Auch die Risiken bei Neu-Entwicklungen beziehungsweise bei der Einführung von Standard-Anwendungen können signifikant gesenkt werden, wenn eine aufwändige und risikoreiche Datenmigration der Bestandsdaten in das neue System vermieden und das Altsystem auf einer neuen Plattform mit den alten Bestandsdaten weiterbetrieben wird.

Ein interessanter, kostensenkender Ansatz besteht für Unternehmen in einem differenzierten Infrastruktur-Ansatz für unterschiedliche regionale Märkte. So könnte eine Versicherung beispielsweise ihr Bestandsführungssystem in ihrem Kernmarkt auf einem Mainframe betreiben, in „Emerging Markets“ aber auf kostengünstigen Windows/Unix/Linux-Plattformen. Das Gleiche gilt für Finanzinstitute im Hinblick auf ihre Core-Banking-Systeme.

Aber auch durch eine Verlagerung von rechenintensiven Batch-Komponenten von einem Mainframe auf eine LUW-Umgebung lassen sich die Betriebskosten für die Anwendungslandschaft erheblich reduzieren und zum anderen Kapazitätsengpässe auf dem Mainframe beseitigen.

Mit der Software „Enterprise Developer for zEnterprise“ von Micro Focus können Unternehmen ihre Mainframe-Applikationen in einer dezentralen Entwicklungsplattform wie „Eclipse“ oder „Visual Studio“ erstellen, warten oder auch testen. So lassen sich beispielsweise bestehende SCM-Werkzeuge (Software Configuration Management) wie der „IBM Software Configuration and Library Manager“ (SCLM) problemlos in eine IDE wie Eclipse integrieren.
Mit der Software „Enterprise Developer for zEnterprise“ von Micro Focus können Unternehmen ihre Mainframe-Applikationen in einer dezentralen Entwicklungsplattform wie „Eclipse“ oder „Visual Studio“ erstellen, warten oder auch testen. So lassen sich beispielsweise bestehende SCM-Werkzeuge (Software Configuration Management) wie der „IBM Software Configuration and Library Manager“ (SCLM) problemlos in eine IDE wie Eclipse integrieren. (Bild: Micro Focus)

Eclipse oder Microsoft Visual Studio

Vielfach haben Unternehmen, die auf Mainframes setzen, zunehmend das Problem, dass kaum IT-Experten mit geeigneten Fähigkeiten am Markt verfügbar sind. Hochschulabsolventen sind wenig begeistert, Mainframe-Technologien zu lernen und sich dann in die Entwicklung von Mainframe-Anwendungen einbinden zu lassen.

Die Antwort von Micro Focus hierauf ist der Aufbau eines „Entwicklungs-Life-Cycle-Prozesses“, der dem gleicht, wie er im Java- oder C#-Umfeld üblich ist. Für junge Softwareentwickler bedeutet dies, dass sie zwar eine weitere Sprache wie Cobol oder PL/I lernen müssen, ansonsten aber mit ihren gewohnten Werkzeugen weiterarbeiten können.

Der Autor:

Wolfgang Drespling ist Director Application Modernisation bei Micro Focus in Ismaning.

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Niemand würde doch die Stabilität seiner Core-Bankinganwendungen kompromittieren wollen. Eine...  lesen
posted am 02.08.2014 um 09:55 von Unregistriert


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