Vista-Deployment – automatisierte Verfahren III

Windows Deployment Services (WDS)

21.02.2007 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner

Installationsvorgang im Fokus

Ein Clientcomputer mit PXE wird im Netzwerk gestartet. Nach dem Laden des BIOS sendet das PXE-ROM auf der Netzwerkkarte eine Netzwerk-Dienstanforderung an den nächstgelegenen DHCP-Server. Mit der Anforderung sendet der Client seine GUID (Globally Unique Identifier). Je nach Einstellung des BIOS wird auch aufgefordert, die F12 Taste zu drücken, damit PXE bootet (siehe Abbildung 2). Der DHCP-Server (siehe Abbildung 3) erteilt dem Client eine IP-Lease mit Optionen für DNS (006), Domäne (015) und PXE-Server (060). Nun startet das Bootimage mit Windows PE, dass in das RAM geladen wird.

Über einen Eintrag in der Antwortdatei wird die Festplatte entsprechend für fabrikneue oder gebrauchte Computer angepasst. Diese Konfigurationen betreffen Löschen, Neupartitionieren oder Erweitern von einer oder mehreren Festplatten oder Partitionen (siehe Abbildung 4).

Das Setup führt die in der Antwortdatei enthaltene Anmeldung an den WDS-Server aus. Existiert dieser Eintrag nicht, wird um eine Authentifizierung gebeten. Soll eine unbeaufsichtigte Installation durchgeführt werden, darf immer nur ein Image in der Image-Gruppe existieren (siehe Abbildung 5). Hierbei reicht es, nicht benötigte Images „offline“ zu stellen. Wurde die Antwortdatei mit Informationen, wie Installations-Key, Sprachversion und Domänenkonto richtig konfiguriert, dann ist die Installation völlig automatisiert.

Sollte der eine oder andere Parameter in der Antwortdatei nicht richtig konfiguriert sein, kann es sein, dass das Setup stoppt und nach den fehlenden Informationen fragt. Wichtig an dieser Stelle ist, dass der System Image Manager (SIM) lediglich die Syntax der Antwortdatei, nicht aber die Funktionstüchtigkeit der Antwortdatei überprüft! Zu beachten ist auch, dass eine Vista-Neu-Installation ca. 35-45 Minuten benötigt. In der Testphase sollte daher großzügig mit einigen Arbeitstagen kalkuliert werden, um sich bei einem größeren Rollout keinen Fehler zu leisten.

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