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Interview mit Oliver Kaltner

Windows 8 und der Geräteklassen-Dschungel im Handel

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ITB: Unter Windows RT laufen keine klassischen x86er-Programme, sondern nur Metro-Apps. Samsung hat nun darauf verzichtet, in den USA Tablets mit Windows RT zu vertreiben, um die Verbraucher nicht zu verwirren. In Deutschland weiß man offenbar besser Bescheid über die Einschränkungen der Windows-RT-Version. Liegt das an dem Händlerschulungsprogramm, das hier weite Kreise zog?

Kaltner: In Deutschland haben wir den Fachhandel bereits rund einen Monat vor offiziellem Verkaufsstart von Windows 8 mit einer großangelegten Schulung auf die Produktneuheiten vorbereitet. Im Rahmen der Roadshow wurden mehr als 4.600 Verkäufer trainiert und mit der neuen Windows-Welt rund um Windows 8, Windows Phone und Xbox vertraut gemacht. Allein mit dieser bundesweiten Aktion wurden über 80 Prozent der PC-Verkäufer in Deutschland geschult. Zusätzlich werden auf der Trainingsplattform Expertzone.de regelmäßig Live-Online-Trainings zu Windows 8 durchgeführt. Derzeit fassen wir bei den Trainings mit Blick auf den weiteren Ausbau der Qualität nach.

ITB: Die vergangenen Jahre waren geprägt von einem App-Hype. Einige glauben, Windows 8 habe die nötige Durchschlagskraft, um hier Weichen neu zu stellen. Immerhin können bei Windows 8 statt Apps einfach HTML5-Seiten als Metro-Kacheln platziert werden. Was ist Ihr Standpunkt?

Auch wenn Windows 8 oft eher kritisch beäugt wird, steht der Erfolg für Microsoft bereits fest.
Auch wenn Windows 8 oft eher kritisch beäugt wird, steht der Erfolg für Microsoft bereits fest.
(Bild: Microsoft)

Kaltner: Der Zugang zum Internet und die Nutzung von Webangeboten unterliegen seit geraumer Zeit einer enormen Veränderung. Internet-Services werden immer häufiger über Apps benutzt und gesteuert. Dieser Trend war maßgebend bei der Entwicklung der neuen Windows-8-Oberfläche. Hinter der Philosophie von Windows 8 steckt der Gedanke, dem Anwender und seinem Nutzungsverhalten individuell gerecht zu werden. Das bedeutet auch, dass wir ihm nicht vorschreiben, wie er bestimmte Inhalte konsumiert. Dass wir dem Windows-Nutzer die Wahl lassen, welche Anwendungen er direkt auf den ersten Blick parat haben will, ist wegweisend in der Branche. Damit lassen wir auch Entwicklern Spielraum für Innovation.

ITB: Microsoft stellt selbst Hardware her, beispielsweise schon seit geraumer Zeit Mäuse, Tastaturen und Webcams. Seit neuestem auch das auf Windows 8 ausgelegte Tablet mit Tastatur-Option namens Surface. Wie haben sich hier die Absatzzahlen entwickelt?

Kaltner: Die Resonanz auf Surface ist sehr positiv. Als Reaktion darauf werden wir die Wege, über die Interessenten Surface ausprobieren und kaufen können, weiter ausbauen. Ab dem 14. Februar 2013 wird das Surface Windows RT erstmals auch im deutschen Fachhandel erhältlich sein.

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