Rundum neu im Vierjahreszyklus

Wie wäre es mit einer SSD statt neuem System?

| Redakteur: Ulrike Ostler

In vielen Fällen könnte eine Umrüstung der IT attraktiver sein als ein Ersatz der kompletten IT.
In vielen Fällen könnte eine Umrüstung der IT attraktiver sein als ein Ersatz der kompletten IT. (Bild: Crucial)

Ohnehin wartet die Hälfte der IT-Profis mit Austausch der Unternehmens-IT bis zu vier Jahre, doch angesichts schmalerer IT-Budgets entscheiden sich viele Organisationen, den Lebenszyklus ihrer Systeme zu verlängern, um kostenintensive Neuanschaffungen zu vermeiden. Doch vielleicht ist ein kompletter Ersatz unnötig.

Ein neues Computersystem alle drei bis vier Jahre – laut einer durch den Speicherexperten Crucial durchgeführten Umfrage, die bevorzugte Strategie vieler IT-Profis: Die Studie, für die 350 IT-Entscheidungsträger in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA befragt wurden, fand heraus, dass mehr als die Hälfte (52 Prozent) der IT-Entscheider ihre Systeme etwa alle drei bis vier Jahre komplett erneuern.

Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass größere Unternehmen typischerweise alle zwei Jahre oder häufiger ihre Systeme austauschen (23 Prozent), während kleinere Unternehmen eher zögerlich reagieren und einen Austausch nur alle vier Jahre oder sogar noch später wagen (22 Prozent).

Zeigt ein Desktop-PC oder Laptop Performance-Einbußen, sind 50 Prozent der befragten IT-Profis gewillt, das System durch neue Komponenten aufzurüsten, 28 Prozent entscheiden sich für die Erstellung eines neuen Abbilds oder für eine erneute Bereitstellung und nur 19 Prozent für einen Austausch der langsamen Computer durch ganz neue Systeme. Abweichungen in den Ergebnissen gab es allerdings unter den deutschen IT-Beauftragten: Hier gaben mehr IT-Profis an, neue System kaufen zu wollen (29 Prozent) statt alte, langsame System aufzurüsten (19 Prozent).

Die Deutschen sparen

Jonathan Weech, Crucial SSD Product Line Manager, sagt dazu: „Etwa 71 Prozent aller Organisationen tauschen ihre Systeme alle ein bis vier Jahre aus. Das ist ein kurzer Lebenszyklus für Computer, die eigentlich länger halten könnten.“ Dass IT-Manager oft über ein begrenztes Budget verfügten – das sei keine Überraschung. Knappe Budgets führten jedoch zu leistungsschwachen oder veralteten Systemen, die wiederum frustrierten Mitarbeiter, die auf diese Systeme im Alltag angewiesen seien.

Insgesamt geben die IT-Profis als Hauptgrund sowohl für ein Upgrade eines älteren Desktop-Computers oder Laptops (28 Prozent) als auch für einen Austausch (26 Prozent) Kosteneffizienz an, gefolgt von Systemoptimierung und Wertsteigerung. Weech sagt: „Die Verlängerung des Lebenszyklus ohne einen Verlust bei der Leistung und mit mehr Effizienz ist entscheidend, um die Produktivität eines Unternehmens zu erhalten.“

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Regional fallen die Gründe für ein Upgrade unterschiedlich aus. In Deutschland geben 34 Prozent der Befragten Kosteneffizienz als Hauptgrund an, in den USA 33 Prozent. In Großbritannien zählt für 28 Prozent die Wertsteigerung durch Verlängerung der Lebensdauer am meisten, während in Frankreich die Systemoptimierung an erster Stelle steht.

Verdopplung der Kapazität

Jeremy Mortensen, Crucial Memory Product Line Manager, sagt dazu: „In jedem Fall geht es darum, auf kostengünstige Weise schnellere Systeme und höhere Produktivität zu erzielen. Laut unserer Recherche stimmen 350 IT-Manager in diesem Punkt überein:“

Allerdings überlegen die wenigsten, nur einen Teil der Systeme zu wechseln. Doch Weech und Mortensen empfehlen: „IT-Manager müssen abwägen zwischen dem Neuerwerb ganzer Systeme oder der Aufrüstung durch leistungsstarke Komponenten.“

Zeigt ein Gerät Performance-Einbußen, sind 50 Prozent der befragten IT-Profis gewillt, das System durch neue Komponenten aufzurüsten.
Zeigt ein Gerät Performance-Einbußen, sind 50 Prozent der befragten IT-Profis gewillt, das System durch neue Komponenten aufzurüsten. (Bild: Crucial)

Große unternehmen können sich den Komplettaustausch offenbar leisten. Mortensen erläutert: „Meiner Erfahrung nach entscheiden sich IT-Manager von Firmen, die wenig Zeit haben und ihre Computer entweder aufrüsten oder austauschen müssen, fast immer für den Austausch von Systemen – vor allem bei größeren Organisationen. Je mehr Systeme verwaltet werden müssen, desto wertvoller wird der Zeitfaktor. Darum denken viele, dass es oft wenig sinnvoll ist, Zeit in die Installation von Arbeitsspeicher oder SSDs zu investieren und tauschen stattdessen ganze Systeme aus.

Kleinere Unternehmen hingegen müssten das Beste aus jedem verfügbaren Euro herausholen, und entschieden sich eher für ein Upgrade als für einen Austausch. Mortensen sagt: „Sie können in der Regel die Speicherkapazität eines Systems verdoppeln und die Festplatte gegen eine SSD austauschen – zu 75 Prozent der Kosten eines neuen Systems – und sie werden ähnliche Performance-Werte feststellen.“

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