Kostenkalkulator vergleicht On-Premise- mit Cloud-Modell Wie SMBs mit der Wolke sparen

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Welche Kosten auf Unternehmen beim Umzug in die Cloud zukommen, hat MIT-Analyst Andrew McAfee in Zusammenarbeit mit der Analysis Group und Google Enterprise in einer Studie untersucht und mit den Aufwendungen verglichen, die Unternehmen für traditionelle On-Premise-Lösungen aufbringen müssten.

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Wieviel mehr Geld vor allem kleine Unternehmen in der Tasche haben können, wenn sie ihre herkömmliche IT in die Cloud verlagern, zeigt Andrew McAfee an seinem Kostenmodell.
Wieviel mehr Geld vor allem kleine Unternehmen in der Tasche haben können, wenn sie ihre herkömmliche IT in die Cloud verlagern, zeigt Andrew McAfee an seinem Kostenmodell.
(Bild: Archiv)

Andrew McAfee, Chef-Analyst am Center for Digital Business an der MIT Sloan School of Management, hat das umfassende, vergleichende Kostenmodell entwickelt, um die Diskussion über die Kosten des Cloud Computing weiter voran zu bringen. Das Ergebnis: Kleine bis mittlere Unternehmen reduzieren ihre IT-Kosten durch den Verzicht auf On-Premise-Technologien und den Umzug in die Cloud erheblich.

Das Vergleichsmodell berücksichtigt gemeinsame Merkmale von Unternehmen, wie Größe sowie das Alter der On-Premise-IT. Die Indikatoren können Benutzer des Modells individuell anpassen, um ein maßgeschneidertes Modell für das eigene Geschäft zu entwickeln. Um festzustellen, wie sich die Kosten der Wolke zur On-Premise-IT verhalten, steht eine Reihe von Cloud-Computing-Services für die häufigsten Anforderungen von KMUs zur Auswahl, wie E-Mail, Office-Software, Finanz- und Rechnungswesen, CRM oder File- und Print-Funktionen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die McAfee in der Studie „Ist die Cloud billiger?“ zusammengefasst hat, ist, dass zwar die Kostenreduzierung nach einer Cloud-Migration mit der Unternehmensgröße steigt, die höchsten Einsparungen aber durch kleine Unternehmen erzielt werden. Die durchschnittliche Kostenersparnis liegt für die kleinsten Unternehmen (mit maximal 15 Computer-Nutzern) bei 71 Prozent, für mittlere Unternehmen (mit bis zu 500 Anwendern) dagegen „nur“ bei 44 Prozent.

Zwar sei die erwartete Reduzierung von IT-Mitarbeitern ein wichtiger Determinant bei der gesamten Kosteneinsparung im Zuge einer Cloud-Migration. Allerdings, erklärt McAfee, könnte auch dann gespart werden, wenn nicht extra IT-Personal entlassen wird. Und selbst wenn sich die Cloud-Storage-Anforderungen eines Unternehmens und damit die Kosten der Speicherung von Daten in der Cloud erhöhen sollten, ließe sich sogar mit einer zehnfachen Verteuerung des Cloud-Abonnements wäre das noch immer billiger als die herkömmliche On-Premise-IT, so McAfee.

Rich Rao, Director of Sales and Operations bei Google Enterprise, betont in einem offiziellen Blogpost auf dem Google Enterprise Blog, dass Unternehmen die eingesparten Kosten wiederum für neue Investitionen nutzen können, um ihr Geschäft zu verstärken, neue Niederlassungen zu gründen, neue Produktlinien zu starten oder weitere Mitarbeiter einzustellen. Dies kann auch Bill Hisher, Director of Business Development bei USstoragesearch.com bestätigen: „Über einen Zeitraum von einem Jahr betrachtet, kostet Google Apps nur ein Viertel dessen, was wir für unsere on-premise-IT ausgegeben haben, bevor wir die Technik in die Cloud verlagert haben. Durch die Einsparungen bei Hardware, Software und durch die Zeitersparnis konnten wir in diesem Jahr 30 neue Arbeitsplätze in unserem Call Center besetzen.“

In seiner Studie stellt McAfee zudem fest, dass die Technologie-Nutzung kleinerer und mittlerer Unternehmen auch ein starker Indikator für die Zukunft der IT ist. KMUs – so McAfee – seien flexibler in der Entscheidungsfindung und nicht festgefahren durch Altlasten. Damit wären sie in der Lage, das für ihr Geschäft beste IT-System zu wählen. Indem sie ihre IT in die Cloud verlagern, werden Gelder frei, um das Geschäft auszubauen und weitere Stellen zu schaffen. Damit werden sie auch zum Vorbild für große Unternehmen, wie diese die Cloud-Technologie adoptieren könnten.

Interessierte Unternehmen, die die Kosten eines Wechsels in die Cloud berechnen möchten, finden das Kostenmodell von McAfee unter Google Docs. Es lässt sich in Google Sheets indivduell anpassen, so dass Unternehmen ein auf sie zugeschnittenes Cloud-Modell erstellen können.

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