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Modularität ist das Zauberwort der RZ-Infrastruktur

Wie man ein Rechenzentrum ohne Russisches Roulette baut

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Individuelle IT-Infrastruktur als Rückgrat des Unternehmenserfolgs

IMDs beruhen auf langjähriger, technischer Erfahrung und bestehen großenteils aus vorgefertigten Elementen, lassen sich aber trotzdem auf jeden Kunden individuell zuschneiden. Anbieter von modularen Konzepten können neben der nötigen Ingenieureerfahrung eine Reihe vorteilhafter Finanzierungsoptionen anbieten.

Planungsentwurf eines realisierten Rechenzentrums in Holland
Planungsentwurf eines realisierten Rechenzentrums in Holland
(Bild: Cegeka Impression)

Opex-basierte Modelle garantieren eine risikofreie Finanzierung und verringern den Invest für den Kunden. Auch Hybridmodelle mit einem Mix aus Opex- und Capex-Finanzierung werden angeboten. Außerdem können die Überwachung und Wartung des Rechenzentrums in die Vereinbarungen aufgenommen werden, um Verfügbarkeit und Sicherheit jederzeit zu gewährleisten. Dies ist der Punkt, an dem Know-how und Technologie den Kreis schließen und IMDs die Ausschöpfung des komparativen Vorteils ermöglichen, die sonst nur mit hohem Kapitalaufwand zu erzielen wäre.

IMDs werden aber nicht nur durch ihre Flexibilität zu Business-Enablern, sondern auch durch ihre energie-Effiziente Leistung. Moderne IMD-Lösungen bieten ausgezeichnete Werte im Hinblick auf die PUE (Power Usage Effectiveness) und andere Indikatoren für Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz. Untersuchungen zeigen, dass modulare Rechenzentren Ressourcen sparen und zur Unterbringung von Racks mit hohem Kühlbedarf auch in anspruchsvollen Umgebungen geeignet sind. Multimodale Kühlsysteme und bereits im Entwurf angelegte aerodynamische Optimierungen gewährleisten Skalierbarkeit und ermöglichen es, Racks mit hoher Leistungsdichte zu betreiben.

Auch Gartner sieht das Potenzial der modularen Bauweise und konstatiert, dass sich bereits die ersten Unternehmen diese Innovation zunutze machen. Die wichtigsten Vorteile sind nach Ansicht von Gartner die schnelle Reaktionszeit und die Energie-/Kühleffizienz.

Das Fazit des Autors

Über die Veränderungen der IT-Landschaft und die Anforderungen an die IT-Infrastruktur wird viel geredet. Es stand aber nur wenig Zeit zur Verfügung, um Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, was funktioniert und was nicht. IMDs sind eine zuverlässige und anerkannte Lösung und haben das Potenzial, den Rechenzentrumsmarkt zu revolutionieren, weil sie sowohl den heutigen Anforderungen gerecht werden als auch jederzeit granulare Anpassungen an künftige Bedürfnisse ermöglichen.

Der Autor, Heiko Schrader, ist Sales Director DACH von ICTroom.
Der Autor, Heiko Schrader, ist Sales Director DACH von ICTroom.
(Bild: Kees Krick Media)

Die Anwender haben sehr individuelle Ansprüche und befinden sich an Marktstandorten mit unterschiedlichen Bedingungen. Deshalb sind IMDs die Best-Practice-Lösung. Klassische Bauer von Rechenzentren können häufig keine Beratungsfunktionen bieten, und die Integration von Branchenstandards passt nicht in ihre Pauschalkalkulation. IMDs, die von Ingenieuren bereitgestellt werden, können Vorteile akkumulieren, die sich aus einer Reihe von Faktoren ergeben. Individuelle Anforderungen in verschiedenen Bereichen können berücksichtigt werden, von der Latenz bis zur Zugangskontrolle, sodass der Kunde am Ende von einer maßgeschneiderten Lösung profitiert, die seinen Bedürfnissen genau entspricht.

Der Autor:

Heiko Schrader ist Sales Director DACH bei ICTroom Company BV.

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