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PAC-Analyse „Kundennutzen und Herausforderungen des Enterprise Open Source-Ansatzes von Aras" Wie das Open Source-Lizenzmodell PLM-Projekte beschleunigt

| Autor / Redakteur: Kai-Uwe Wahl, freier Journalist aus Frankfurt / Florian Karlstetter

Der wesentliche Grund für den Einsatz von Open Source-Software ist die Möglichkeit, direkte Lizenzkosten einzusparen. Open Source kann aber auch über diesen Aspekt hinaus wertvoll sein, wenn die Software offene Standards unterstützt und eine aktive Community die Weiterentwicklung vorantreibt.

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Die modell-basierte service-orientierte Architektur von Aras erlaubt ein schnelles Deployment ohne aufwändige Programmierungen.
Die modell-basierte service-orientierte Architektur von Aras erlaubt ein schnelles Deployment ohne aufwändige Programmierungen.
(Bild: Aras )

Der Schwerpunkt klassischer Open Source-Angebote liegt auf Infrastrukturlösungen wie zum Beispiel dem Linux Betriebssystem, dem Apache Webserver oder der MySQL Datenbank. Bei den Geschäftsanwendungen kommen unter anderem Applikationen wie OpenOffice oder Lösungen wie SugarCRM, OpenERP, Compiere (ERP) oder AvERP zum Einsatz. Ob Unternehmen klassische Open Source-Angebote nutzen oder kommerziell unterstützte Open Source-Projekte bevorzugen, hängt meist vom Kosteneinsparungspotenzial ab. Aber auch die Verfügbarkeit von professionellen Support-Leistungen durch externe Dienstleister kann für den Einsatz entscheidend sein.

Trotz der wirtschaftlichen Vorteile finden sich in Unternehmen immer wieder Vorbehalte gegen Open Source-Software. Kritische Fragen betreffen beispielsweise die Integration in die vorhandene Applikationslandschaft, mögliche Akzeptanzprobleme bei Mitarbeitern und Vorgesetzten, Herausforderungen rund um die Weiterentwicklung der Anwendung, zur Verfügbarkeit der Dokumentation sowie allgemeine Rechtsunsicherheiten bei Verwendung von Open Source-Software. Damit Open Source-basierende Unternehmensanwendungen zu einer Alternative zum klassischen Lizenzmodell werden, müssen diese nachvollziehbar und dauerhaft den Geschäftserfolg der eigenen Organisation sichern. Dies wird möglich, wenn der Entwickler dieser Software ein nachhaltiges Geschäftsmodell verfolgt und eine zukunftsfähige Technologie anbietet.

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Geschäftsmodell und Technologie bilden Entscheidungsgrundlage

Das Geschäftsmodell eines Open Source-Anbieters kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn der Kunde und der Software-Hersteller gleichermaßen daran interessiert sind, dass die genutzte Software langfristig zum Einsatz kommt und einen klaren Mehrwert für das Kerngeschäft bietet. Aber wie kann ein Software-Hersteller, der sein Produkt kostenlos zur Verfügung stellt, wirtschaftlich profitabel arbeiten? Woher stammt das Geld für die Weiterentwicklung und den Vertrieb der Software? Eine Möglichkeit sind Gebühren für langfristig angelegte Service- und Support-Verträge, bei denen der Open Source-Anbieter den Kunden zusätzliche Leistungen verkauft. Dies können Beratungsleistungen bei der Implementierung, eine erweiterte Hotline sowie das regelmäßige Einspielen von Software-Updates sein. Über die Einnahmen aus diesen Dienstleistungen finanziert der Anbieter dann die Weiterentwicklung der Software, wovon wiederum auch der Kunde profitiert.

Bei einem solchen Modell können Open Source-Hersteller nur dann langfristig bestehen, wenn Unternehmenskunden mit der eingesetzten Software dauerhaft zufrieden sind und nachvollziehbare Geschäftsvorteile erzielen. Dadurch entsteht eine „Win Win“-Situation für beide Partner: Der Kunde kann die Software zunächst kostenfrei installieren und wird so von kapitalintensiven Vorabinvestitionen befreit, die durch den Kauf von Software bei einem klassischen Lizenzmodell anfallen. Der Open Source-Anbieter kann mit einem langfristigen Umsatz auf Basis der Service-Verträge kalkulieren und so in die Weiterentwicklung seiner Lösung investieren.

Technologie sichert Investitionen

In der heutigen Zeit ändern sich Marktanforderungen und Technologien permanent. Unternehmen müssen mehr denn je in der Lage sein, sich schnell auf neue Marktbedingungen einzustellen. Software, die sich einfach an veränderte Anforderungen anpassen lässt, also flexibel ist, stellt in diesem Zusammenhang eine zukunftsfähige Lösung dar.

Auch ein langfristig erfolgversprechendes Geschäftsmodell des Anbieters ist von zentraler Bedeutung. Schließlich wird ein PLM-System tief in den Kernprozessen einer Organisation integriert und soll geschäftskritische Prozesse dauerhaft unterstützen. Daher stellen Nutzer auch hohe Anforderungen an die Integrationsfähigkeit einer PLM-Lösung. Unternehmen sollten also insbesondere bei PLM-Anwendungen, die im Open Source-Modell angeboten werden, darauf achten, dass der Anbieter ein dauerhaftes Interesse daran hat, die Lösung im Sinne des Kunden weiterzuentwickeln, so dass dessen Investitionen in die Lösung langfristig gesichert sind.

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