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Quantum übernimmt mit Dateisystem und Datenmanagementsoftware tragende Rolle bei Visual-Effects-Schmiede Framestore Wie Animationen mit Stornext das Laufen lernen

Redakteur: Rainer Graefen

Die Filmindustrie macht mit Animationsfilmen selbst hochperformanter IT-Technik das Leben schwer. Ohne robuste Dateisysteme und eine strukturierte Datenhaltung, lassen sich enge Terminvorgaben nicht mehr einhalten. Andy Howard von Framestore musste deshalb ganz tief in die Quantum Trickkiste greifen.

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Animationsfilm Tooned von Framestore im Auftrag für McLaren produziert. Coole Typen, scharfe Kurven, schnelle Flitzer. Framestore animierte in Zusammenarbeit mit McLaren die Serie Tooned. In den Hauptrollen: die britischen Formel1-Fahrer Jenson Button und Lewis Hamilton.
Animationsfilm Tooned von Framestore im Auftrag für McLaren produziert. Coole Typen, scharfe Kurven, schnelle Flitzer. Framestore animierte in Zusammenarbeit mit McLaren die Serie Tooned. In den Hauptrollen: die britischen Formel1-Fahrer Jenson Button und Lewis Hamilton.
(Grafik: Framestore)

Selbst Oscar-Preisträger brauchen Unterstützung, um mit dem rasanten Wandel in der Filmwelt und der Umstellung auf digitale Formate Schritt halten zu können: Das erfolgreiche Postproduction-Studio Framestore setzt auf das Quantum StorNext File System und Quantum StorNext Storage Manager, um seinen digitalen Workflow zu optimieren und das Datenmanagement zu automatisieren. So konnte das Unternehmen Einsparungen von 30 bis 60 Prozent realisieren.

Mehr Daten und Dateien erfordern besseres Management

Der Auftritt bei den Preisverleihungen zählt für Framestore, eines der führenden Studios für Visual Effects und Animation mit Standorten in Großbritannien und Nordamerika, zu den leichteren Übungen. Ob Movie für die Kinoleinwand oder 30-sekündiger Werbefilm für Fernsehen oder Internet – die wirklich harte Arbeit wird hinter den Kulissen erbracht, und das Volumen der dabei anfallenden digitalen Daten wird für Postproduction-Studios wie Framestore zunehmend zur Herausforderung.

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Andy Howard, Leiter des auf Werbefilme spezialisierten Engineering-Teams von Framestore, hat in den letzten beiden Jahren eine Flut von Veränderungen in der Branchenpraxis miterlebt und weiß um deren Auswirkungen auf das Geschäftsmodell des Studios.

„Früher wurde überall mit 35-mm-Film gedreht, doch dann wurde alles anders“, so Howard. „Vom kleinsten Werbespot bis zum größten Movie wurden plötzlich elektronische Kameraformate eingesetzt. Das bedeutete zehntausende Dateien pro Projekt, und für uns, dass wir einen neuen Produktions-Workflow auf File-Sharing-Basis umsetzen mussten.“

StorNext löst die Herausforderungen von File Sharing und mehrstufiger Speicherung

Früher nutzte Framestore die Software Bones von Thomson, um den Film einzuscannen und in ein Datenformat zu konvertieren, das dann in der Postproduction bearbeitet wurde, um schließlich wieder in einen Film zurückkonvertiert zu werden, der schließlich in Kinos oder Fernsehen gezeigt wurde. Jetzt kommen statt des analogen Filmmaterials digitale Video- und Audiodateien bei Framestore an – und zwar mehr denn je, denn den Aufnahmeteams sind keine Grenzen mehr durch die hohen Kosten von chemisch entwickelten Filmen gesetzt.

Framestore setzt mehrere Editing Softwareanwendungen ein – z. B. Apple Final Cut, Avid Media Composer sowie Autodesk Flame und sowie das relativ neue Mac-basierte Autodesk Smoke. Durch diese breite Palette war Framestore auf eine übergreifende Lösung angewiesen, die unterschiedliche Produktionsumgebungen und Anwendungen unterstützt. Hochperformantes File Sharing für Dateien auf unterschiedlichen Plattformen (Linux, Mac und Windows OS) war eine der zentralen Anforderungen.

Howard evaluierte auch andere Lösungen wie Lustre und IBMs GPFS, doch StorNext stellte sich als das einzige Produkt heraus, das Unterstützung für alle Plattformen und Programme bot. Außerdem zeigte sich Howard von der umfassenden technischen Unterstützung der Quantum-Techniker beeindruckt, die die Branche genau kennen und wissen, welche Vorteile StorNext einem Unternehmen wie Framestore bieten kann.

Da macht selbst ein schnelles SAN die Grätsche

Das StorNext File System bot sofort Vorteile wie den gemeinsamen Zugriff auf Dateien und eine schnelle Verarbeitung für reibungslose Workflows. Außerdem sanken die Netzwerkbelastung und der Zeitaufwand für die Dateiverwaltung, weil die gigantischen Dateien nicht mehr von einer Workstation zur anderen verschoben werden mussten, um von verschiedenen Personen bearbeitet werden zu können.

Doch trotz dieser Verbesserungen im digitalen Workflow hatte Framestore nach wie vor Probleme mit dem wachsenden Volumen der zu verwaltenden digitalen Dateien. „Solange wir mit einem 20 Terabyte großen Highspeed-Shared-SAN arbeiteten, konnten wir die Dateien noch relativ problemlos verwalten“, so Howard. „Doch als wir das SAN auf 130 Terabyte erweitern mussten, wurde die Datenspeicherung schwerfällig und kostspielig – wir mussten eine andere Lösung finden.“

Howard wusste, dass ein mehrstufiges Speichersystem die Probleme lösen könnte. Statt einen Mitarbeiter entscheiden zu lassen, wann es an der Zeit ist, eine Datei auf eine kosteneffizientere Speicherebene zu verschieben, sollte bei Framestore jedoch eine Lösung eingesetzt werden, die das Verschieben durch verschiedene Speicherebenen automatisieren konnte. Die Entscheidung zur Hinzunahme des StorNext Storage Manager lag nahe. Die Lösung nutzt eine robuste, regelbasierte Technologie zum Verschieben der Daten und greift nahtlos in das StorNext File System.

Mit größerem Automatisierungsgrad mehr Projekte abwickeln

Durch die Einbindung des StorNext Storage Managers und einer Quantum Scalar i500 Tape Library in den StorNext-Workflow konnte Framestore alle Anforderungen an die Verwaltung seiner digitalen Datenbestände erfüllen. Mit dem Storage Manager kann Howard Regeln definieren und das Verschieben der Daten zwischen den Speicherebenen Tier 1, Tier 2 und Tier 3 automatisieren, ohne dabei den Überblick über die zehntausende zu einem einzelnen Projekt gehörigen Einzeldateien zu verlieren.

Der StorNext Storage Manager erleichtert Framestore außerdem die tägliche Datensicherung und bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich auf ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. So spart Framestore, Howard zufolge, durch die Automatisierung der Sicherung mit dem Storage Manager und die reduzierte menschliche Interaktion 30 bis 60 Prozent der bisher für die Datenverwaltung aufgewendeten Zeit ein.

„Die Rechnung ist aus unserer Sicht ganz einfach: Um mehr Projekte bearbeiten zu können, müssen wir unsere Prozesse beschleunigen“, erläutert Howard. „Natürlich könnten wir mehr Personal einsetzen, doch das ist kostspielig. Die andere Möglichkeit besteht darin, möglichst viel zu automatisieren. Und genau das können wir dank StorNext Storage Manager machen.“

Howard verspricht sich von der Lösung künftig noch weitere Vorteile: Framestore möchte auch die robusten Replikationsfunktionalitäten des StorNext Storage Managers nutzen. Das Studio hat einen weiteren Standort in New York, der sich insbesondere auf das Geschäft mit amerikanischen Werbeagenturen und Filmproduzenten konzentriert. Der für die kommenden Monate geplante Aufbau eines StorNext SAN in der New Yorker Filiale soll Framestore in die Lage versetzen, Dateien automatisch zwischen den beiden Standorten zu replizieren.

Howard geht davon aus, dass 70 Prozent der Vorteile einer solchen Replikation im nahtlosen Datensharing und der damit möglichen Arbeitsverteilung zwischen den Standorten zu suchen sind. Die verbleibenden 30 Prozent entfallen auf die verbesserten Möglichkeiten für Disaster Recovery.

Außerdem erwartet Mitarbeiter durch den Einsatz derselben Speichermanagement-Software an beiden Standorten künftig auch bei Einsätzen in anderen Niederlassungen vertraute Prozesse und Anwendungen. „Wir arbeiten Standort übergreifend eng zusammen“, erklärt Howard. „Ziel des Unternehmens ist es deshalb, in den kommenden beiden Jahren alle Standorte möglichst ähnlich zu gestalten, so dass unsere Mitarbeiter überall eine vertraute Umgebung vorfinden.“

In einer Branche, die sich in den vergangenen Jahren stark verändert hat, rechnet Howard auch in den kommenden Jahren mit Neuerungen. „Noch vor zwei oder drei Jahren wurden Projekte meist nur von einem Mitarbeiter bearbeitet, heute lautet das Schlagwort überall "Collaboration". Das heißt, enorme Datenmengen werden verteilt, gemeinsam genutzt und bearbeitet. Durch das StorNext File System wird der Workflow dabei erheblich beschleunigt und mit dem StorNext Storage Manager können wir das gesamte Datenvolumen sichern. Das ist clevere Software, die wirklich einen Unterschied macht.“

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