Eine gute Sache - die Initiative 'Call for Code'

Wettbewerb - Cloud, KI und Blockchain sollen bei Katastrophen helfen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Katastrophenschutz, die Katastophenhilfen brauchen die Unterstützung der IT-Branche und der Entwickler: „Call for Code“ ist ein Wettbewerb, der sie zur Zusammenarbeit anstacheln soll, um Technologien wie KI und Blockchain für den guten Zweck einzusetzen.
Der Katastrophenschutz, die Katastophenhilfen brauchen die Unterstützung der IT-Branche und der Entwickler: „Call for Code“ ist ein Wettbewerb, der sie zur Zusammenarbeit anstacheln soll, um Technologien wie KI und Blockchain für den guten Zweck einzusetzen. (Bild: gemeinfrei - Shadesifnate/ Pixabay / CC0)

„Call for Code“ ist ein internationaler Wettbewerb, der den Katastrophenschutz stärken soll. Die Initiative arbeitet mit dem Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen sowie dem amerikanischen Roten Kreuz zusammen. Insbesondere sollen Cloud-, Daten-, KI- und Blockchain-Technologien Helfer, Hilfsorganisationen und Gemeinden bei der Vorbeugung, Rettung, Versorgung und Nachsorge unterstützen.

Heute ist in Paris von David Clark Cause die „Call for Code Global Initiative“ ins Leben gerufen worden. David Clark ist eine renommierter Initiator, der auch bisher die Unterstützung durch prominente Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Muhammad Ali und Prince sowie durch humanitären Hilfsorganisationen wie die Vereinten Nationen, Amnesty International und dem Anna-Frank Center erfahren hat.

Call For Code gilt eine der größten und ehrgeizigsten Initiativen, um Start-ups, Akademiker und Entwickler zusammenzubringen und um sie zu inspirieren: Es geht ums Vorbeugen von Chaos nach Naturkatastrophen, um das adäquate Reagieren auf angerichtete Schäden und Bewahren vor nachfolgenden Bedrohungen sowie dem Erholen.

IBM ist Gründungsmitglied. In einer Grundsatzrede auf der „Vivatech“ Konferenz in Paris hat IBM Chairman, President und CEO Ginni Rometty die Technologiebranche dazu aufgerufen, ihren Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten. Außerdem stellt sie IBM-Technik, Zugang zu Entwicklungs-Tools, Technologien, freien Code und Schulungen sowie rund 30 Millionen Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung.

IT kann helfen

Rometty sagt: „Bei IBM glauben wir grundsätzlich an die Kraft der Technologie, um unsere Welt zu einem besseren Ort zum Leben zu machen und das Leben der vielen, nicht nur der wenigen, zu fördern.“ Sie setzt hinzu: „Wir alle haben die Verantwortung, Innovationen zu nutzen, [..] und durch Call for Code wird es zu unserem gemeinsamen Ziel, Menschen in Not zu helfen und eine bessere Zukunft aufzubauen.“

2017 sei eines der bisher schlimmsten Katastrophenjahre gewesen - Brände, Überschwemmungen, Erdbeben und Stürme. Das brachte die Kapazitäten und Fähigkeiten traditioneller Methoden, mit denen darauf reagiert werden musste, an die Grenzen. Die Vereinten Nationen suchen nach innovativen Wegen, die Belastbarkeit der internationalen Hilfe zu erhöhen, während das Rote Kreuzes Unterstützung vor Ort leistete, um den Katastrophenopfern zu helfen.

Laurent Sauveur, Leiter der Außenbeziehungen des UN-Menschenrechtsbüros, sagt: „Technologie kann eine mächtige Kraft sein, um die Menschenrechte zu fördern und gerechtere Gesellschaften aufzubauen. ´Call for Code` ist eine ausgezeichnete Gelegenheit zu erforschen, welche Rolle Technik spielen kann, wenn es darum geht, die Bedürfnisse der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu erfüllen und derjenigen, die Gefahr laufen, ihre Menschenrechte wegen einer humanitären Krise beraubt zu werden."

Neue Anwendungen gesucht

Neue Anwendungen sollen helfen, sowohl langfristig das Katastrophenrisiko zu verringern und drohende Katastrophen zu antizipieren, als auch kurz- und langfristige Vorsorgemaßnahmen zu verbessern, medizinische Bedürfnisse während der Katastrophe zu erfüllen und den Wiederaufbau voranzutreiben. Gefragt wäre beispielsweise eine Anwendung, die Apotheken alarmiert, die hilft, ihre Vorräte an Antibiotika, Insulin, abgefülltem Wasser und Impfstoffen auf Grundlage der Wettervorhersagen zu erhöhen. Es könne sich aber auch um Anwendungen handeln, die die Auswirkungen eines seismischen Ereignisses bewerten oder die Schadensbearbeitung beschleunigt, um den Wiederaufbau in Gang zu bringen.

Call of Code ist ein Wettbewerb, der Entwickleranimieren soll, Daten, Artificial Intelligence, Blockchain-, Cloud- und IoT-Technologien zu nutzen, um anzugehen. Das Gewinnerteam erhält den „Call for Code Global Prize“. Damit verbunden ist eine finanzielle Unterstützung. Außerdem hat das Team durch die Partnerschaft von IBM mit der Linux Foundation Zugang zu Support sowie die Möglichkeit, seine Lösung führenden Risikokapitalgebern vorzustellen, um die Innovation auf den Markt zu bringen.

Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation, die das Vorhaben unterstützt, sagt dazu: „Siegerbeiträge brauchen ein starkes Ökosystem, um sicherzustellen, dass sie noch lange nach Ende des Wettbewerbs auf der ganzen Welt eingesetzt werden. Die Linux Foundation ist stolz darauf, hier einzugreifen und Open-Source-Projekte mit den Tools auszustatten, die sie benötigen, um die Akzeptanz zu beschleunigen.“

Außerdem wird sich der Siegerbeitrag, der sich mit dem IBM Corporate Service Corps verbreitet, das Experten in versorgungsbedürftigen Gemeinden auf der ganzen Welt entsendet, schnell aus dem Stadium eines Entwicklungslabors heraus entwickeln. Zudem werden die Teilnehmer des siegreichen Call-for-Code-Teams eingeladen, an Projekten des Corporate Service Corps teilzunehmen.

Wie funktioniert die Teilnahme?

  • Entwickler können sich noch heute bei Callforcode.org registrieren und später in einem Team von bis zu fünf Mitgliedern einen Antrag stellen.
  • IBM wird Schulungen und weitere Aktivitäten anbieten, um Entwicklern den Einstieg zu erleichtern. Außerdem will IBM, um das Bewusstsein und das Interesse für die Herausforderung zu wecken, interaktive Bildungsveranstaltungen, Hackathons und Community-Support für Entwickler auf der ganzen Welt in mehr als 50 Städten koordinieren, darunter Amsterdam, Bengaluru, Berlin, Delhi, Dubai, London, New York, San Francisco, Sao Paulo und Tel Aviv.
  • Projekte können zwischen dem 18. Juni 2018 und dem 31. August 2018 eingereicht werden.
  • Im September stehen die 30 Halbfinalisten fest. Eine prominent besetzte Jury, der einige der bekanntesten Techniker der Welt angehören, wird letztlich den Gewinnerbeitrag aus drei Finalisten auswählen.
  • Der Sieger wird im Oktober 2018 im Rahmen eines Live-Konzerts und einer Preisverleihung, die beide David Clark Cause organisiert, bekannt gegeben.
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