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Für IT-Altlasten kommt eine Recycling-Metrik Wegwerf-IT - The Green Grid erstellt ein Bewertungsraster

| Redakteur: Ulrike Ostler

The Green Grid, ein weltweites Konsortium für ressourceneffiziente IT und Rechenzentren, stellt eine erste Metrik vor, mit der Organisationen die Verwertung von ausgemusterten IKT-Beständen messen können. Die Bewertungsgrundlage für die Ausmusterung elektronischer Geräte wird mit „Electronics Disposal Efficiency” (EDE) bezeichnet.

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Die Berechnungsgrundlage für die Entsorgungsmetrik von The Green Grid basiert auf der Grundlage von Einheiten oder Produktgewicht ausgemusterter Geräte.
Die Berechnungsgrundlage für die Entsorgungsmetrik von The Green Grid basiert auf der Grundlage von Einheiten oder Produktgewicht ausgemusterter Geräte.
(Bild: The Green Grid)

EDE, soll die erste universelle und unkomplizierte Metrik von The Green Grid sein, mit der Anwender von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ihren Erfolg beim verantwortungsvollen Umgang mit veralteter Ausrüstung messen können. Das Raster hilft Organisationen dabei, ihre Fortschritte bei der Verbesserung von Entsorgungsprozessen im Laufe der Zeit zu berechnen.

Zu ausrangierter Elektronik und elektrischen Geräten – kurz Elektronikschrott - gehören Computer, Fernseher, mobile Geräte, Home-Entertainment-Produkte und Spielzeuge. The Green Grid sieht die Notwendigkeit, die Expertise von Organisationen, die Standards und Anforderungen für Elektronikschrott-Management definieren, mit dem Wissen der eigenen Mitglieder über die Herausforderungen, die mit dem Management von Elektronikschrott für die ITK-Community verbunden sind, zu kombinieren. Das Ergebnis ist eine Metrik, die bewerten kann, wie gut und verantwortungsvoll ein Unternehmen ausgemusterte IT verwaltet.

„The Green Grid versucht nicht, bestehende Terminologien neu zu definieren“, erläutert Kathrin Winkler, Vertreterin von EMC und Vorstandsmitglied von The Green Grid. „Unser Ziel ist es, die großartige Arbeit, die bereits von Experten auf dem Gebiet geleistet wurde, zu nutzen und die organisatorische Erfahrung von The Green Grid bei der Definition und Implementierung von Metriken anzuwenden, um eine umfassende Bemessungs- und Management-Struktur zu schaffen.“ Die Hoffnung bestehe, dass die EDE-Metrik weltweit positive Veränderungen auf den Weg bringen werde und dass Organisationen ihr Bewusstsein für Abfallströme schärfen werden, damit sie Abfall in Zukunft reduzieren können.

Die Berechnungsgrundlage

Die EDE Metrik von The Green Grid berechnet Prozentsätze – auf der Grundlage von Einheiten oder Produktgewicht – von ausgemusterten Geräten, die keine Verwendung mehr finden (EOCU: end-of-current-use) oder kaputt sind (EOL: end-of-life) und von bekannten verantwortlichen Stellen entsorgt werden. The Green Grid stellt die EDE-Metrik als eine Möglichkeit für Unternehmen zur Verfügung, sich selbst zu messen und im Laufe der Zeit zu verbessern. Sie soll nicht dazu dienen, sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen.

Bei der Definition von EDE hat The Green Grid auf das umfassende Know-how von Experten für IT-Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit zurückgegriffen sowie Hilfe von Organisationen in Anspruch genommen, wie der „Solving the E-waste Problem“ (StEP) Initiative, die zu einem akademischen Zweig der United Nations, der United Nations University gehört. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein Best Practice-Papier, mit dem Organisationen identifizieren können, was sie entsorgen möchten, und verstehen können, wohin die Abfallströme fließen.

Das Whitepaper "Electronic Disposal Efficiency (EDE): An IT Receycling Metric for Enterprises an Data Centers" ist kostenlos. Darin finden sich unter anderem Beiträge von Marc Banks, Deutsche Bank, Ezra Benjamin, EMC, Thomas Calderwood, Oracle, und Harkeeret Singh, Thomson Reuters.

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