Mehr Speed mit CDN-Monitoring von Dynatrace

Weg mit der Ladehemmung bei Rohde-&-Schwarz-Sites

| Autor / Redakteur: Bettina Ulrichs / Ulrike Ostler

Geschwindigkeit spielt für den Elektronik-Konzern Rohde & Schwarz eine Hauptrolle, etwas bei Messgeräten für Performance-Tests; das dürfen die Webseiten nicht langsam sein. Im Bild: Der GNSS-Simulator im R&S SMBV100A Vektorsignalgenerator führt Performance-Tests für ERA-GLONASS-Notrufsysteme durch.
Geschwindigkeit spielt für den Elektronik-Konzern Rohde & Schwarz eine Hauptrolle, etwas bei Messgeräten für Performance-Tests; das dürfen die Webseiten nicht langsam sein. Im Bild: Der GNSS-Simulator im R&S SMBV100A Vektorsignalgenerator führt Performance-Tests für ERA-GLONASS-Notrufsysteme durch. (Bild: Rohde & Schwarz)

Bestehende Messungen mit dem Application Performance Management (APM) „Dynatrace“ zeigten für die Webseite von Rhode & Schwarz in Asien durchschnittliche Ladezeiten von 6 bis 8 Sekunden. Das war dem Elektronikkonzern zu langsam. Angestrebt wurden 3 Sekunden bis alle Inhalte verfügbar sind. – Die Ladezeit für Internet-Nutzer musste sich verkürzen.

Zur Optimierung der weltweiten Performance der Webseiten entschied sich Rohde & Schwarz mit einem Cloud-Dienstleister zusammenzuarbeiten. Mit der Einführung eines „Content Delivery Network“ (CDN) sollte die Performance, besonders für die außereuropäischen Standorte verbessert, sowie durch die Verlagerung des Traffics zu den Anbietern das Rohde & Schwarz-Netzwerk entlastet werden.

Alle öffentlichen Medien und Downloads der Webseite www.rohde-schwarz.com sollten über CDN ausgeliefert, HTML-Seiten aber weiterhin über das Konzern-eigene Netzwerk bereitgestellt werden.

Um diese Maßnahmen umzusetzen, wurden mit „Dynatrace“ Backbone-Messungen von definierten Standorten eingerichtet. Dafür wurden fünf für Rohde & Schwarz wichtige Standorte ausgewählt. Die Messungen mit Dynatrace, die durch einen Recorder aufgezeichnet werden, orientierten sich an der Applikation der Webseite, wie die Homepage, Suche, Produktdetailseiten und andere.

In der Verifizierungsphase

In der Verifizierungsphase wurden mit den Messungen die hohen Latenzzeiten zum Auslieferungs-Server weit entfernter Standorte bestätigt. Außerdem konnten nun auch die Größe der Medien und die Applikationen der Webseite aufgezeigt werden. Anschließend startete der Testbetrieb des CDN, indem durch parallele Backbone-Messungen die Messungen auf dem Testsystem verdoppelt wurden.

Messung eines einzelnen Downloads: alle 4 Stunden über alle Standorte
Messung eines einzelnen Downloads: alle 4 Stunden über alle Standorte (Bild: Dynatrace)

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Zusätzlich wurden Tests beim Download von Dateien sowie zum Caching-Verhalten des CDN durchgeführt. Mit Dynatrace wurde jedes einzelne Download alle vier Stunden über alle Standorte sowie die Cache-Zeit des Downloads rund um die Uhr gemessen. Bei jeder 6. Messung erfolgte zeitversetzt je Standort eine Aktualisierung des Downloads (siehe: Grafik 1)

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Testbetriebs und vollständiger Integration von CDN liefert Dynatrace mit dem konstanten Monitoring von Performance und Verfügbarkeit im laufenden Betrieb wichtige Erkenntnisse.

Ein kontinuierlicher Ist-Soll-Vergleich

Eine umfassende Dokumentation, Aufbereitung und Analyse der Ergebnisse in bedarfsorientierten Dashboards bringen einen echten Mehrwert für Fachbereiche und IT. Dirk Hartmann, Technischer Projektleiter bei Rohde & Schwarz, sagt: „Besonders das Reporting der Erreichbarkeit unserer eigenen Webserver aber auch des Cloud-Dienstleisters sowie automatisierte Alarmmeldungen, wenn sich Performance-Engpässe abzeichnen, sind wesentliche Pluspunkte von Dynatrace. Basierend auf eindeutigen Fakten werden Kommunikationsdifferenzen von Beginn an ausgeräumt und die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und der IT gestaltet sich reibungsloser.”

Da die steten Veränderungen der Web-Landschaft, der Infrastruktur oder der Inhalte immer Auswirkungen auf den Endnutzer haben, schafft ein kontinuierlicher Ist-Soll-Vergleich Transparenz, um das hohe Performance-Niveau zu halten und zu verbessern. “Somit können wir rechtzeitig eingreifen, bevor die Endnutzer Probleme wahrnehmen“, sagt Hartmann.

Auch beim Relaunch von Microsites des Unternehmens werden Messungen durchgeführt. Dadurch lassen sich Ladezeitprobleme aufspüren, die beispielsweise durch zu überladene Media-Inhalte, die sich nicht in der Cloud befinden, entstehen. Mit der tiefgreifenden Analyse von Dynatrace wird die Problembeseitigung erleichtert und schafft so eine höhere Effizienz.

Durchführung von Benchmarks

Rohde & Schwarz nutzt Dynatrace außerdem zur Durchführung von Benchmarks im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerbern. Vaceslav Klasse, Web-Analyst bei Rohde & Schwarz, betont in diesem Zusammenhang die Strategie des Unternehmens: „Wir wollen unsere führende Position im Markt behaupten und mit einer qualitativ hochwertigen Internet-Präsenz auch zu einem positiven Image beitragen.”

In den USA und in Japan zeigen sich deutlich schnellere Ladezeiten.
In den USA und in Japan zeigen sich deutlich schnellere Ladezeiten. (Bild: Dynatrace)

Im Ergebnis konnte die Performance im Full Page Load des Internet-Auftritts um bis zu 50 Prozent verbessert werden. Außerdem wurde das Rohde & Schwarz-Netzwerk um knapp 800 Gigabyte Traffic und rund 7,5 Millionen externe Requests entlastet. So beträgt nach der Integration von CDN die durchschnittliche Ladezeit in Europa 1,5 Sekunden.

In den USA konnte durch diese Maßnahmen die Ladezeit von über 4 Sekunden auf 2,3 Sekunden verbessert werden. Eine deutliche Entlastung macht sich auch beim Download bemerkbar, wenngleich in einigen Ländern der Region Asien/Pazifik noch Verbesserungsbedarf besteht (siehe: Grafik 2).

Durch den Einsatz von Dynatrace wurde die Einführung von CDN vereinfacht und auch die Einhaltung der Service Level Agreements (SLAs) lässt sich überprüfen. Im dauerhaften Betrieb sorgt Dynatrace für ein kontinuierliches Performance-Monitoring. Dadurch sichert Rohde & Schwarz eine hohe Qualität seines Internet-Auftritts und schafft ein positives Image für seine Kunden.

Rohde & Schwarz plant, zukünftig auch HTML über CDN auszuliefern. Darüber hinaus werden die Länderseiten direkt beim Roll-Out in das Monitoring einbezogen. Dynatrace soll außerdem auch in geschlossenen Bereichen, wie den Kundenportalen, zur Messung von Verfügbarkeit und Ladezeiten kritischer Geschäftsvorgänge eingesetzt werden.

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Eine Gegenüberstellung/Untersuchung der verschiedenen CDN wäre an dieser Stelle sicher noch...  lesen
posted am 19.10.2016 um 07:28 von Unregistriert


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