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Verknüpfung von Business Intelligence- und Webanalysedaten ermöglicht umfassenden Blick auf den Kunden Webanalyse vervollständigt das Bild bei Business Intelligence

| Autor / Redakteur: Susanne Köhler * / Florian Karlstetter

Ein Unternehmen will so viele Informationen wie möglich aus einer Datenquelle bekommen und nicht viele verschiedene Datenquellen betrachten müssen, um strategische und operative Entscheidungen treffen zu können. Die Informationen sollen automatisch von einer Business Intelligence (BI)-Lösung zusammengeführt werden und so systematische Analysen und Berichte ermöglichen. Soweit die Theorie ...

Enterprise Reporting mit zusammengeführten Online und Offline-Daten auf Basis von netmind BI Feeder.
Enterprise Reporting mit zusammengeführten Online und Offline-Daten auf Basis von netmind BI Feeder.
( Archiv: Vogel Business Media )

In der Realität aggregieren BI-Lösungen zwar oftmals jede Menge Daten, lassen aber noch immer wichtige geschäftsrelevante Informationen außen vor.

Bereits heute schreitet die Integration von Kundeninformationen (CDI - Customer Data Integration) in BI-Tools voran. Dasselbe sollte für die Integration von Daten über das Surfverhalten der Webseitenbesucher gelten. Wenn eine Business Intelligence Lösung heute das Web nicht mit abbildet, so entsteht ein gewaltiger blinder Fleck und die Daten über das Verhalten der Websitebesucher fehlen. Der eigentliche Zweck – Informationen aus nur einer Datenquelle zu bekommen und Silodenken aufzubrechen – ist damit Makulatur.

Der Soll-Zustand

Eine BI-Lösung ist umso mehr wert, je mehr Daten sie bündelt. Erst wenn die unternehmensrelevanten Kennzahlen mit Informationen aus dem Online-Angebot angereichert werden, entsteht ein Gesamtbild. Verantwortliche aus Marketing und Controlling erhalten so eine 360-Grad-Sicht auf ihre Kunden. Als Entscheidungsgrundlage dient jetzt eine wesentlich breitere Datenbasis, die die steigende Bedeutung von Online-Vertriebskanälen unterstreicht.

Unternehmen gewinnen wertvolle Wettbewerbsvorteile für die Optimierung ihrer Onlineplattformen. Koppelt man beispielsweise ein CRM-System in die BI-Lösung, können Informationen über das Zahlungsverhalten der Kunden in die Erstellung eines Online-Angebots integriert werden. Setzt das Unternehmen zusätzlich eine Targetinglösung ein, werden passend zum Interesse des Kunden Angebote so platziert, dass das Cross- und Up-Selling-Potenzial ausgeschöpft wird.

Unternehmen, die Online-Daten in ihre Planungen, Berichte und Analysen mit einbeziehen, profitieren erheblich von einem verbesserten umfassenden Blick auf ihre Kunden. Mehr Informationen und daher mehr Wissen ermöglichen es dem Unternehmen, ihre Zielgruppenansprache zu optimieren und Maßnahmen effektiver auszurichten. Planungen und Aussagen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise Umsatzprognosen, verbessern sich signifikant.

Die Ist-Aufnahme

Neben zahlreichen unternehmensrelevanten Daten und Informationen, die ein BI-System zusammenführt, sind insbesondere Informationen über Markt, Wettbewerber, Kunden und Interessenten entscheidend.

Für Unternehmen, die sich im Internet bewegen, ist ein Kunde jedoch mehr als ein Datensatz bestehend aus Stammdaten und Kaufhistorie. Dies ist der Nachteil heutiger BI-Tools. Unternehmen setzen zwar eine Webanalyse-Lösung ein, um aus dem Verhalten der Websitebesucher Rückschlüsse zu ziehen, die Website zu optimieren und Besucher zielgerichteter anzusprechen. Doch mit dem Einsatz einer Webanalyse-Lösung entsteht ein zweiter, paralleler Informationspool. In diesen wandern Daten über das Verhalten von Websitebesuchern, sowohl anonyme Surfer (Interessenten) als auch registrierte Nutzer (Kunden).

Allerdings werden Online-Daten bislang nur selten für eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung innerhalb eines BI-Tools herangezogen, da dies ohne eine oft umständliche Übertragung der Daten kaum möglich war. Der Grund dafür waren und sind meist die technischen Herausforderungen und das mangelnde Know How.

weiter mit: Integration statt Koexistenz

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