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Credit Suisse und Eaton engagieren sich im Green Data Net

Was macht der Nissan im Rechenzentrum?

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Der Projektpartner EPFL

Das Akronym steht für die Eidgenössische Technische Hochschule von Lausanne.

Im Projekt hat das Institut zwei Aufgaben übernommen: Den geeigneten Server und die Software für ein Energie-effizientes Rechenzentrum bestimmen und ein Software-Management-System für Server und Racks entwickeln, welche den Stromverbrauch des gesamten Systems optimieren sollen. Die gesamte Lösung wird als Open-Source-Plattform implementiert werden, was auch anderen Firmen die Möglichkeit gibt, zusätzliche Optimierungsmodule anzubieten, und die langfristige Nachhaltigkeit des Projekts garantiert.

Der Nissan als Energiespeicher im Rechenzentrum
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Die Grundlage für die Software bildet das bereits existente Projekt PMSM. Dieses bietet das Monitoring der IT und der Wärme-Entwicklung. Im Fokus sind dabei 5-Kilowatt-Server und granulare Strom- sowie Wärmesensoren. Credit Suisse testet die von EPFL und Green Data Net entwickelten Messgeräte.

Die stromlosen Sensoren

Im Einsatz sind bereits Sensoren für die Strommessung. Diese funktionieren ohne eigene Stromzufuhr per Induktion und werden quasi als Klammer auf die Leitungen gesetzt. Die Übertragung der Daten funktioniert per Funk. In den Übertragungspausen können sich die Messpunkte wieder aufladen.

Martino Ruddier vom EPFL demonstriert die Management-Konsole für das Monitoring mit den eigenetwickelten Sensoren.
Martino Ruddier vom EPFL demonstriert die Management-Konsole für das Monitoring mit den eigenetwickelten Sensoren.
(Bild: Ulrike Ostler)

Die Daten werden zunächst an einen Datensammler, ein kleiner Server übertragen. Dieser wandelt die Daten in ein Ethernet-Format um, so dass die Messergebnisse ermittelt werden können. Ziel ist es, nicht nur historische Informationen über Stromverbrauch und IT-Last zu haben und darauf möglichst schnell zu reagieren, sondern diese zu benutzen, um Aussagen über ein zu erwartendes Verhalten treffen zu können.

Das Projekt Green Data Netist auf drei Jahre terminiert. Die Europäische Kommission stellt dafür eine Subvention in Höhe von 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. Auf Grundlage der Projektergebnisse wird die Initiative schließlich Leitfäden veröffentlichen, nach denen sich Rechenzentren zukünftig nachhaltiger betreiben lassen.

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