Suchen

Credit Suisse und Eaton engagieren sich im Green Data Net

Was macht der Nissan im Rechenzentrum?

Seite: 4/5

Firma zum Thema

Der Projektpartner Credit Suisse

Ein weiterer Projektpartner ist das Schweizer Bankhaus Cedit Suisse. Der Konzernteil Credit Suisse IT betreibt weltweit Rechenzentren mit über 26.500 Servern und einer Speicherkapazität von über 28.000 Terabyte. Für Green Data Net wird er genutzte Rechenzentrumskapazität zur Verfügung stellen.

Der Nissan als Energiespeicher im Rechenzentrum
Bildergalerie mit 29 Bildern

Allerdings schließt Marcel Ledergerber, Vice President, Rechenzentren, Design und Planung bei Credit Suisse, aus, dass die Rechenzentren in absehbarer Zukunft auf gebrauchte Nissan-Batterien zurückgreifen werden. „Das ist ein Modell für kleine Rechenzentren.“

Für Ledergerber ist das Ziel der Initiative Green Data Net erfüllt, wenn ein kleines Rechenzentrum (bis zu 250 Kilowatt) zu Spitzenzeiten mit Batterie-Energie laufen könnte. Damit änderte sich der Verwendungszweck: Bisher springen Batterien oder Schwungrad-Technik nur in Notfällen ein, wenn der Strom gänzlich streikt oder wenn Schwankungen auszugleichen sind.

Die Rechenzentren von Credit Suisse

Credit Suisse hat in der Schweiz alleine rund 13.000 Quadratmeter Fläche für Inforrmations- und Kommunikationstechnik zur Verfügung – in Tier-4-Rechenzentren von 800 bis 1.100 Quadratmeter groß. Untergebracht sind rund 4.800 physische Server, vom Mainframe bis Blade, in 1.500 Racks. Das Datenaufkommen liegt bei 10+ Petabytes, Archive und Backup kommen auf 20+Petabytes.

Der Energieverbrauch lag im vergangenen Jahr bei 4,2 Megawatt ICT-Last und auf das gesamte Jahr gerechnet bei 58 Gigawatt-Stunden, die Kühlung eingeschlossen. Der PUE-Wert (PUE = Power Usage Effectiveness) lag bei 1,53. „der vergleichsweise schlechte Wert erklärt sich daraus, dass wir die Dichte und Auslastung der Server erhöht haben“, sagt Ledergerber, „zum einen durch einen höheren Grad an Virtualisierung und zum anderen durch leistungsfähigere Hardware.“

Firmeneigene Datacenter sind Energiesünder

Von 2003 bis 2007 habe die IT pro Jahr 1.000 physische Server neu installiert, was einem Plus an 300 bis 400 Kilowatt entsprochen habe, erläutert der Mann von Credit Suisse. Danach kam der Beschluss der Konzernleitung zur Virtualisierung. Diese Doktrin habe eine viel höhere Durchschlagskraft als bei vergleichbaren Initiativen, die quasi freiwillig erfolgten. Für ihn ist der PUE-Wert somit nur ein halbgarer Richtwert. „Eigentlich müsste man messen, wie viel Wertbeitrag pro Server und Watt erwirtschaftet werden“, so Ledergerber. Denn mit Hilfe der Virtualisierung konnte Credit Suisse den ICT-Platzbedarf auf 75 Prozent senken.

Für den Green-IT-Spezialisten muss auch die Maßgabe für das Energiesparen in Unternehmensrechenzentren der Unternehmenspolitik erwachsen. Denn im Vergleich zu dem gesamten Energieverbrauch im Konzern Credit Suisse, macht der Verbrauch der Rechenzentren gerade einmal ein Prozent aus. Die Schweizer Bank hat allerdings solche Maßgaben, wie übrigens auch Nissan.

Das führt letztlich auch zur Teilnahme der Bank am Projekt Green Data Net, wenngleich Ledergerber und seine Datacenter-Teams schon lange Zeit mit einem weiteren wichtigen Projektpartner eng zusammenarbeitet, dem EPFL.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:42589586)